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Obama vs. Zwischenrufer: «Nein, nein, nein – Sie sind in meinem Haus»

Im Weissen Haus ist Barack Obama der Chef – das lässt er sich auch von einem lautstarken Störenfried nicht nehmen. Dem Zwischenrufer erteilte er eine strenge Lektion in Sachen Manieren. Und warf ihn dann raus.

25.06.15, 10:42

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Mit Störenfrieden kennt sich Barack Obama aus. Das bringen Hunderte öffentliche Auftritte pro Jahr als weltweit prominentester Politiker mit sich. Dabei hat sich der US-Präsident eine gewisse Routine im Umgang mit Zwischenrufern angeeignet. Das weiss seit diesem Mittwoch auch ein Aktivist, der einen Empfang im Weissen Haus als Bühne für seinen eigenen kleinen Auftritt nutzen wollte.

Anlass war ein Termin zu Ehren des LGBT-Monats. Mit Aktionen im ganzen Land soll dabei auf die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern hingewiesen werden.

Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Die Szene: Obama und sein Vize Joe Biden stehen auf dem Podium im East Room des Weissen Hauses vor einer Gruppe von Besuchern und Journalisten.

Der Präsident spricht, wird aber immer wieder von einem zwar lauten, aber kaum verständlichen Zwischenrufer aus dem hinteren Teil des Raums unterbrochen.

Schliesslich wird es Obama ganz offensichtlich zu bunt.

Obama: «Nein, nein, nein, nein, nein, nein.»

(weitere Zwischenrufe)

Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Obama: «Jetzt hören Sie mal zu, Sie sind hier in meinem Haus.…»

(Applaus aus der Menge)

Obama: «So etwas ist wirklich respektlos, wenn man eingeladen wird.»

Doch auch von dieser klaren Ansprache lässt sich der Mann nicht beeindrucken, er ruft weiter. Doch der Präsident ist nicht willens, seinen Auftritt noch länger zu unterbrechen.

Obama: «Sie sollten sich schämen!» (in Richtung der Sicherheitskräfte) «Können wir diese Person entfernen?»

Es dauert eine Weile, bis der Mann (noch immer seine Parolen rufend) zur Tür gebracht ist.

So ganz verarbeitet hat Obama den Zwischenfall jedoch offenbar noch nicht. Halb zu Vize Biden, halb zum Publikum erklärt er: «Ich kann zwar auch mal einen Störer ab. Aber nicht wenn ich im (Weissen) Haus bin.» Wer dort die Vorspeisen und den Alkohol abgreifen wolle, müsse sich gefälligst benehmen, so der Präsident. Biden amüsiert sich zumindest über diesen Teil des Auftritts sichtlich.

Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Tatsächlich sind Fälle dieser Art bei öffentlichen Obama-Auftritten nicht selten, wohl aber im Weissen Haus. Dort werden Besucher normalerweise einem gründlichen Backgroundcheck unterzogen. Diese Sicherheitsmassnahme macht es potenziellen Störenfrieden nicht einfach.

Protest gegen Abschiebungen

Laut CNN handelt es sich bei dem aktuellen Störer um einen Transgender-Immigranten. Als Teil einer Aktivistengruppe engagiert er sich dem Bericht zufolge dafür, dass Mitglieder der LGBT-Immigranten stärker an der Einwanderungsdebatte teilnehmen dürfen. Offenbar wollte er gegen Abschiebungen demonstrieren.

Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Für Obama nahm der unangenehme Auftritt dann aber doch noch einen versöhnlichen Verlauf. Nachdem der Aktivist verschwunden war, schallte es aus dem Publikum: «Wir lieben dich.»

Obama: «Und ich liebe euch!»

jok

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    Alle Leser-Kommentare
  • teXI 25.06.2015 19:08
    Highlight Vielleicht sollten sich Obama mehr schämen?! Ist nicht gerade sein Land das, dasjenige das am Meisten in andere Länder einfährt ohne Einladung? Das Land das jeden ausspioniert ohne erlaubnis?! Ein verlogener Heuchler ist er und nicht mehr...
    1 1 Melden
  • Asmodeus 25.06.2015 11:28
    Highlight Was für ein Superhirn....

    Die LGBT-Community kämpft selber bereits stark um Anerkennung. Da braucht es niemanden aus den eigenen Reihen der aufgrund einer weiteren Agenda die Arbeit sabotiert.

    Aber schön, dass Obama seinen Humor in solchen Fällen behält.
    13 2 Melden

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