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Ermittler vor dem Haus der getöteten Familie. Bild: AP/The Deseret News

Schweizer Familiendrama in den USA: 4 Personen tot ++ Polizei vermutet erweiterten Suizid

11.11.17, 12:15 11.11.17, 17:31

In der US-amerikanischen Stadt Mapleton im Bundesstaat Utah sind drei Schweizer und ein Amerikaner tot aufgefunden worden. Das berichtet die SDA mit Berufung auf das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA). Die vier Personen gehören nach Angaben der örtlichen Polizei zu derselben Familie und wurden ersten Berichten zufolge in ihrem Haus aufgefunden.

Sicherheitskräfte hatten das Haus Donnerstagnacht betreten, nachdem sie von Nachbarn alarmiert worden waren. Diese waren besorgt darüber, dass sie länger nichts von der Familie gehört hatten. Das Licht sei jedoch dauerhaft an und die Autos vor dem Haus parkiert gewesen. Ausserdem war eines der Familienmitglieder seit mehreren Tagen nicht auf der Arbeit erschienen.

Möglicherweise «erweiterter Suizid»

Die Polizei wurde durch Nachbarn aufmerksam auf die Familie. Bild: AP/The Daily Herald

Bei den gefundenen Personen soll es sich um eine 42-jährige Schweizerin, ihren 45-jährigen amerikanischen Ehemann und ihre zwei Schweizer Kinder – eine Tochter (16) und ein Sohn (5) – handeln. Auch der Hund der Familie wurde tot aufgefunden, offenbar erschossen.

Laut Polizeichef John Jackson deute die Position der Leichen im Haus auf einen «erweiterten Suizid» hin. Das schreibt der amerikanische Nachrichtensender «Foxnews». Mehr Informationen könne er zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht liefern.

Die Familie, die gemäss 20 minutes vermutlich aus der Westschweiz stammt, sei im Juli nach Mapleton gezogen, nachdem der Vater einen Job im Westen der Vereinigten Staaten bekam, heisst es weiter. Laut Angaben des westschweizer Newsportals handelte es sich dabei um eine Stelle bei Nestlé.

Nachbarn zeigen sich überrascht

Vorher hatte die Familie in der Schweiz gelebt. Eine polizeiliche Untersuchung sei eröffnet worden, man erwarte die Analyse des Gerichtsmediziners, um den Tathergang nachzuvollziehen. Seit die Familie in den USA gelebt hat, sei es zu keinem Kontakt mit der Polizei gekommen, so Jackson.

Die lokale Presse hat inzwischen mit verschiedenen Nachbarn gesprochen. Einer von ihnen gab an, nie mitbekommen zu haben, dass sich das Paar gestritten oder gar gekämpft hat. Auch nicht in den Tagen bevor das Familiendrama sich ereignet haben muss. Ein anderer Nachbar zeigte sich ebenfalls überrascht: «Ich kann mir einfach nicht vorstellen, was da passiert sein soll. Als ich das letzte Mal mit ihm gesprochen habe, zeigte er sich in keinster Weise deprimiert oder ähnliches. Sie machten alle den Eindruck, sich gut zu verstehen.»

Um die Familie zu schützen, bestätigte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten keine dieser Informationen. Das Konsulat in San Franscisco sei mit der zuständigen Behörde in Kontakt, teilte das EDA mit. (viw/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • demokrit 11.11.2017 19:03
    Highlight Wie lange werden Journalisten den bekloppten Begriff Familiendrama wohl noch verwenden?
    4 9 Melden
    • demokrit 12.11.2017 12:40
      Highlight Ein Mord ist kein verniedlichtes Drama, sondern schlicht eine kriminelle Handlung.
      1 0 Melden
  • Selbstdenker97 11.11.2017 15:58
    Highlight Was wenn es mit seiner Tätigkeit bei Nestle zu tun hatte?
    11 29 Melden
    • Licorne 11.11.2017 17:49
      Highlight Was wenn es mit übermässigem Brotkonsum zu tun hatte?
      27 6 Melden
    • Mia_san_mia 11.11.2017 19:15
      Highlight Blöder Kommentar.
      17 4 Melden
  • pfffffffff 11.11.2017 13:19
    Highlight Tragisch wie immer, wenn so erwas geschieht.
    Tragisch aber such der Begriff "Erweiterter Suizid", der nämlich suggeriert, dass jemand seinen eigenen Suizid noch beliebig "erweitern" kann, es aber letztendlich immer zur Hauptsache ein Suizid ist.
    Ich finde es bedenklich, wie die Medien diesen technischen Begriff unüberlegt von den Psychologen usw. übernehmen, denn wenn man vor seinem eigenen Tod andere tötet, so ist das ganz einfach Mord mit anschliessendem Suizid und so soll es bitte auch benannt werden! Danke!
    156 5 Melden
    • Azrag 11.11.2017 14:19
      Highlight Ja, auf Englisch ist der Begriff besser: murder-suicide.
      67 0 Melden
    • Nuka Cola 11.11.2017 16:19
      Highlight Die Frage ist halt, wertet man etwas als Mord, was beide wollten?

      Oder was ist, wenn sich Person a eine Waffe von hoher Durschlagskraft an die Schläfe hält, Person b seinen kopf daneben hält und a nun abdrückt, die Kugel nun zuerst den Kopf von a dann den von b durchschiesst, ist das dann ein post humaner Mord? Denn technisch war er ja in dem Moment bereits tod, als die Kugel seinen Kopf verliess.
      2 40 Melden
    • Datsyuk 11.11.2017 17:44
      Highlight Aber nicht tot bei der Schussabgabe...
      8 0 Melden
    • Azrag 11.11.2017 18:01
      Highlight @nuka cola Lies mal den Artikel, da wurde ein Kind und eine Jugendliche ermordet.
      12 1 Melden
    • SemperFi 11.11.2017 18:16
      Highlight @Nuka Cola: Abgesehen davon, dass es ein post-mortaler Mord wäre, gäbe es noch viel mehr zu klären. Was, wenn b mit ganz langen Armen die Waffe von a abgefeuert hätte? Was wenn c b dazu gezwungen hätte, a anzustiften? Fragen über Fragen...
      6 7 Melden
    • alessandro 11.11.2017 18:35
      Highlight Dude...
      9 1 Melden
    • Rendel 11.11.2017 18:36
      Highlight Das würde man nicht als erweiterten Selbstmord bezeichnen, wenn beide das wollen.

      Hier geht es um eine ganze Familie mitsamt Hund. Lesen sie sich doch in das Thema ein, google hilft und bilden sie sich weiter, statt abstrus zu fabulieren.
      20 0 Melden
    • danmaster333 11.11.2017 22:12
      Highlight Zumindest den Hund hätte man nicht fragen können, ob er Suizid begehen möchte, und ich kann mir kaum vorstellen dass die Kinder sich umbringen (lassen?) wollten... Was mir jetzt durch den Kopf geht ist eher, dass man so etwas gar nicht verhindern könnte. Stell dir vor dein Partner kommt nach Hause, und anstatt einem Kuss gibt es eine Kugel in den Kopf.
      2 0 Melden

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