International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Heute stehen wir auf verdorrtem Gras, wo 1,5 Meter Schnee liegen sollten»

Erstmals in seiner Geschichte hat der US-Bundesstaat Kalifornien angesichts extremer Dürre Vorschriften zum Wasserverbrauch angekündigt. 

02.04.15, 14:14 02.04.15, 15:33


Der kalifornische Gouverneur Jerry Brown sprach am Mittwoch von einer «historischen Trockenperiode». Bei einer Pressekonferenz auf einem ausgedorrten Hang der zu dieser Jahreszeit eigentlich schneebedeckten Sierra Nevada sagte er: «Heute stehen wir auf verdorrtem Gras, wo 1,5 Meter Schnee liegen sollten.» Da kein Ende der Trockenheit in Sicht sei, sei Kalifornien zu «noch nie dagewesenen Massnahmen» gezwungen.

Die geplanten Massnahmen zielen darauf, den Wasserverbrauch um bis zu einen Viertel zu verringern. Unter anderem sollen in Grünanlagen der Städte insgesamt 4,6 Millionen Quadratmeter Rasenflächen durch anspruchslosere Pflanzen wie Kakteen, Agaven und Sukkulenten ersetzt werden. Mit einem Förderprogramm sollen veraltete Anlagen zur Wasser- und Stromversorgung durch Sparmodelle ersetzt werden. 

Notstand ausgerufen

Universitäten, Golfplätze, Friedhöfe und andere Einrichtungen mit grossen Rasenflächen sollen zum sparsameren Bewässern angehalten werden. Darüber hinaus sollen Wasserversorger ihr Tarifsystem so ändern, dass Wasserverschwendung für die Konsumenten teuer wird.

«Ich war an diesem Wochenende dort oben und habe keine einzige Schneeflocke gesehen.»

Die Kalifornier müssten «in jeder erdenklichen Weise Wasser sparen», sagte Brown, der bereits den Notstand ausgerufen hatte. Der Bundesstaat leidet seit mehreren Jahren unter Trockenheit. 

Der Leiter der Behörde für Wasserversorgung in Bundesstaat Kalifornien, Mark Cowin, sagte, die diesjährige Schneeschmelze werde praktisch keinen Tropfen Wasser in die Reservoirs spülen.

Ein Sprecher seiner Behörde sagte, in den Bergen der Sierra Nevada, wo seit 1941 üblicherweise zu dieser Jahreszeit durchschnittlich mehr als anderthalb Meter Schnee gemessen worden seien, gebe es so gut wie keinen Schnee. «Ich war an diesem Wochenende dort oben und habe keine einzige Schneeflocke gesehen», sagte der Sprecher. (whr/sda/afp)

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Willy D. 02.04.2015 16:50
    Highlight Sie werden es schon noch lernen, ich meine den Umgang mit dem wichtigsten Nahrungsmittel der Menschheit. In der Schweiz, wohl auch in ganz Europa, hat nur der Einbau von Wasserzählern und der entsprechenden Rechnungsstellung (etwas) Abhilfe geschaffen.
    Durch die übermässige Entnahme von Grundwasser zur Bewässerung der Küstenregionen Kaliforniens dringt langsam aber sicher Salzwasser in die Grundwasserschichten, es entsteht NICHT trinkbares Brackwasser... What else?
    7 0 Melden
  • el_chef 02.04.2015 16:49
    Highlight die müssten die wüste auch nicht so bewässern, dass es aussieht wie in irland
    5 0 Melden

Die «Queen of Soul» lebt nicht mehr: Aretha Franklin ist gestorben

Wer Aretha Franklin live erlebte, dem konnte ihre Stimme ins Mark gehen. Ihr wuchtiger Soul liess schnell vergessen, dass sie die wenigsten ihrer Hits selbst schrieb. Zu den Jahren voller sozialer Umbrüche in den USA lieferte Franklins Gesang den Soundtrack.

Wie viele Menschen müssen in diesen Takten Kraft getankt haben: Steil ansetzende Bläser, dazu ein heiter verzerrtes Gitarrenriff und dann eine Aretha Franklin, die mit all ihrem Soul ins Mikrofon schmettert: «What you want / Baby, I got it …

Artikel lesen