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Unter Druck: Jeff Sessions. Bild: Susan Walsh/AP/KEYSTONE

Auch Trumps Justizminister verschwieg Kontakte zu Russland – Rücktritt gefordert

Der US-Justizminister gerät unter Druck: Jeff Sessions soll dem Senat bei einer Anhörung verschwiegen haben, dass er sich zweimal mit Russlands Botschafter in Washington traf – vor Donald Trumps Amtseinführung.

02.03.17, 07:30 02.03.17, 08:01


Der Geheimdienstausschuss des US-Repräsentantenhauses soll mutmassliche Einmischungsversuche Russlands in die Präsidentenwahl der USA im November untersuchen. Die ranghöchsten Vertreter beider Parteien im Ausschuss einigten sich auf die Parameter der Ermittlungen.

Gegenstand der Untersuchung sollen unter anderem russische Cyberaktivitäten und Verbindungen zwischen Russland und Mitgliedern von US-Wahlkampfteams sowie mögliche Leaks geheimer Informationen sein, hiess es in einer Mitteilung vom Mittwoch (Ortszeit).

Trump & Russland, die Zweite

Vor wenigen Wochen hatten die «New York Times» und der Sender CNN berichtet, Mitglieder des Teams des heutigen US-Präsidenten Donald Trump hätten während des Wahlkampfs wiederholt mit russischen Geheimdienstmitarbeitern in Kontakt gestanden. Trump hatte das dementiert.

Trumps Sicherheitsberater Michael Flynn hatte im Februar nach weniger als einem Monat im Job zurücktreten müssen, weil er noch vor Trumps Amtsübernahme mit dem russischen Botschafter in den USA über US-Sanktionen gegen Russland gesprochen und dies verheimlicht hatte.

Sessions dementiert jegliche Kommunikation mit Russland

«Keine Kommunikationen mit den Russen»

Die «Washington Post» berichtete am Mittwoch, der neue US-Justizminister Jeff Sessions habe sich im vergangenen Jahr zweimal mit demselben Botschafter getroffen und dies bei einer Anhörung im Senat zu seiner Nominierung im Januar verschwiegen. Dort hatte er, nach den Berichten zu russischen Kontakten des Trump-Teams gefragt, gesagt: «Ich hatte keine Kommunikationen mit den Russen.»

«Ich hatte keine Kommunikationen mit den Russen.»

Jeff Sessions

Seine Sprecherin sagte der Zeitung, bei der Frage in der Anhörung sei es nicht um Treffen von Sessions als damaliger Senator und Mitglied des Verteidigungsausschusses gegangen. In dieser Funktion habe er im vergangenen Jahr mehr als 25 Unterhaltungen mit ausländischen Botschaftern geführt.

Graham und McCain wollen Antworten 

Die Demokraten-Chefin im Abgeordnetenhaus, Nancy Pelosi, forderte nach den Enthüllungen den Rücktritt Sessions. Er sei nicht geeignet als US-Justizminister, schrieb sie in einer Stellungnahme.

Auch die Senatoren Lindsey Graham und John McCain forderten in einem Beitrag der CNN Antworten. «Wenn das FBI verkündet, dass während der Kampagne von Donald Trump illegal mit Russland koordiniert wurde, darf nicht Jeff Sessions entscheiden, ob eine Strafverfolgung eingeleitet werden soll.», äusserte sich Graham im Interview. (ohe/sda/dpa/reu)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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31Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • walsi 02.03.2017 11:31
    Highlight Ein Senator führt in seiner Funktion als Mitglied eines Ausschusses zusammen mit anderen Senatoren Gespräche mit Vertretern anderer Länder Gespräche, einer dieser ausländischen Vertreter ist Russe. Wo genau liegt das Problem? Das ist einfach nur eine Hexenjagd.
    5 33 Melden
    • roger.schmid 02.03.2017 12:05
      Highlight das Problem ist, dass er es gelogen hat.
      16 1 Melden
    • oskar 02.03.2017 18:31
      Highlight und dass die russen offensichtlich alles getan haben, um einfluss zu nehmen
      4 1 Melden
  • The oder ich 02.03.2017 09:56
    Highlight Die Republikaner haben doch damals Clinton in der Lewinsky-Affäre die Hölle wegen einer Falschaussage auch heiss gemacht: What goes around comes around
    40 3 Melden
  • zialo 02.03.2017 09:41
    Highlight Der wahre Skandal ist doch der Kongress, der diesen Lügner und Rassisten nicht verhinderte.
    48 5 Melden
    • Boogie Lakeland 02.03.2017 11:41
      Highlight Er fand den KKK gut bis er herausfand, dass einige dort Gras rauchen.
      Ich glaube so eine Kreatur darf man schon als Rassisten bezeichnen.
      33 1 Melden
  • Radiochopf 02.03.2017 09:22
    Highlight Falsche-Aussage unter Eid heisst nicht generell Rücktritt in der USA, jedenfalls früher.. Bei James Clapper (ehem. Direktor aller US-Geheimdienste unter Obama) hat man es 2mal durchgehen lassen und die Medien haben nicht so Druck gemacht wie jetzt bei Trumps-Kollegen.. Clapper hat 2mal unter Eid gelogen(hier das 1. Mal
    ) und war trotzdem noch jahrelang Direktor.. man hätte einige Menschen-Leben retten können, wenn dieser Mann vorher weg gewesen wäre...
    14 16 Melden
    • flyingdutch18 02.03.2017 14:38
      Highlight Klar war das auch gelogen. Es war aber eine Art Notlüge, andernfalls das ganze Abhörprogramm - vor Snowden - aufgeflogen wäre. Clapper war auch nicht der Justizminister und Attorney General, von dem man - theoretisch - schon erwarten kann, dass er unter Eid nicht lügt.
      3 1 Melden
  • acove 02.03.2017 09:20
    Highlight Man hat sich zwischenzeitlich bereits daran gewöhnt, dass vieles was aus dem Trump-Bunker kommt, erlogen ist. Fragt sich nur, wie es mit dieser Administration weiter gehen soll. wie DumpTrump auf dieser Basis weiterarbeiten will, es sei denn, auch er ist einer jener, welcher es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt.
    27 2 Melden
    • rodolofo 02.03.2017 14:53
      Highlight Die Republikaner jedenfalls scheinen wild entschlossen, ihrem entwichenen Flaschengeist mit weiteren "Standing Ovations" zu huldigen...
      2 0 Melden
  • Donald J Trump 02.03.2017 09:07
    Highlight Whoever created this leak. I will sue him!
    14 9 Melden
  • Helicobacter 02.03.2017 08:48
    Highlight Yay House of Cards in echt. Bin gespannt auf die nächste Episode.
    66 3 Melden
    • who cares? 02.03.2017 09:21
      Highlight Hoffe das Staffelfinale wird den bisherigen Ereignissen gerecht
      17 4 Melden
  • N. Y. P. 02.03.2017 08:38
    Highlight Sicherheitsberater* weg
    Justizminister* weg
    ---------- heute ----------
    Steve Bannon** weg
    Donald Trump*** weg


    * Russlandverbindungen
    ** ??
    *** ??


    39 7 Melden
  • flyingdutch18 02.03.2017 08:23
    Highlight Alles Lügner, und sie beschweren sich über fake news. Unter Eid hat er vor dem Senatsausschuss gelogen. Klar muss er zurücktreten.
    91 6 Melden
  • Olaf! 02.03.2017 08:13
    Highlight Das schwerwiegende ist ja nicht das verschweigen, denn er hat nicht verschwiegen er hat unter Eid gelogen, so verstehe ich das. #lockhimup ;)
    95 5 Melden
  • rodolofo 02.03.2017 07:57
    Highlight Als der "besoffene Tanzbär" Jelzin an der Macht war, galt es noch nicht alt problematisch, Kontakte zu Russen zu haben...
    Sehen es die St.Moritzer 7-Stern-Hotels als problematisch an, gute Kontakte zu stinkreichen Russen zu pflegen?

    Es ist doch völlig klar, dass sich die "Rechtsnationalen" genauso international vernetzen und einander gegenseitig unterstützen, wie die "Links-Internationalen", oder die "Mitte-National-Internationalen"!
    Natürlich macht sich das für Nationalisten nicht so gut.
    Und darum versuchen sie auch solche Kooperationen zu verschweigen und zu vertuschen (siehe Blocher)...
    12 93 Melden
    • Scaros_2 02.03.2017 08:14
      Highlight Du vergleichst also eine "hotelier" aus St. Moritz mit dem Posten des US-Justizminesteriums?

      Hut ab!
      104 8 Melden
    • rodolofo 02.03.2017 08:21
      Highlight Ist doch ebenfalls klar, dass ein Trump'scher Justizminister genau so "Fake" sein muss, wie sein Chef, der Präsident himself!
      Das ist doch immer so:
      Wenn Du an der Spitze einen hast, wie Trump, dann zieht er alle Übel mit in die Verwaltung nach.
      Bei Barak Obama war es umgekehrt.
      Und Ivanka scheint ein familiärer Glücksfall zu sein, der uns noch vom Schlimmsten bewahren kann, Glück im Unglück sozusagen...
      Aber die "Standing Ovations" der Republikaner gestern geben mir doch sehr zu denken!
      Die scheinen sich mit Hitler (Bannon) zum Zwecke der eigenen Bereicherung arrangieren zu wollen.
      25 15 Melden

Familientrennungen an der US-Grenze: TV-Moderatorin bricht in Tränen aus

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