International

Er sass 39 Jahre zu Unrecht im Gefängnis

23.11.17, 15:28 24.11.17, 07:16

Ein 70 Jahre alter Mann ist in Kalifornien nach 39 Jahren zu Unrecht verbüsster Haft aus dem Gefängnis entlassen worden. Ein DNA-Test hatte ergeben, dass Richard Coley den Doppelmord an einer 24-Jährigen und ihrem 4 Jahre alten Sohn im Jahr 1978 nicht verübt haben konnte.

Der Gouverneur von Kalifornien, Jerry Brown, begnadigte den Mann mit sofortiger Wirkung. Coley verliess am Mittwoch das Gefängnis. «Die Würde, mit der Herr Coley seine lange und ungerechte Inhaftierung ertragen hat, ist aussergewöhnlich», heisst es im Begnadigungsschreiben des Gouverneurs. (sda/dpa)

Häftlinge restaurieren Kult-Spielsachen

57s

Häftlinge restaurieren Kult-Spielsachen

Video: srf/SDA SRF

Das könnte dich auch interessieren:

Achtung! Dieses fiese SMS crasht iPhones und Macs 😳

Fall Ansari: Ein schlechtes Date ist kein Übergriff. Und Sex zu wollen kein Verbrechen

Das war knapp! So viel Glück wie diese 14 Menschen wirst du in deinem Leben nicht haben

So wird «Der Bestatter» aussehen, wenn dem SRF das Geld ausgeht

So reagiert Sharon Stone auf die Frage, ob sie je sexuell belästigt wurde

«Klugscheisser» brilliert bis zu dieser Frage, bei der KEINER von 3 Jokern hilft

History Porn Teil XXVI: Geschichte in 23 Wahnsinns-Bildern

Eltern ketteten ihre Kinder an Betten: Polizei befreit 13  Geschwister aus Horror-Haus

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
17
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Darkside 24.11.2017 17:35
    Highlight 40 Jahre! Gestohlen! Man überlege was er alles verpasst hat. Das moderne Leben muss ihm vorkommen wie ein Science Fiction Film. Ich hoffe er kommt damit zurecht und kann seine Millionen- Entschädigung wenigstens noch ein paar Jahre bei guter Gesundheit geniessen.
    1 0 Melden
  • Bucky 23.11.2017 21:17
    Highlight "'Die Würde, mit der Herr Coley seine lange und ungerechte Inhaftierung ertragen hat, ist aussergewöhnlich', heisst es im Begnadigungsschreiben des Gouverneurs." Schöne Worte, schwacher Trost. Und natürlich viel billiger als den zu Unrecht inhaftierten angemessen zu entschädigen und auch die für die Fehljustiz verantwortlichen Richterinnen oder Richter rückwirkend, auch wenn sie pensioniert sind, für ihre Schlamperei zur Rechenschaft zu ziehen.
    18 3 Melden
  • AJACIED 23.11.2017 18:01
    Highlight Unglaublich Amerika‘s Söhne liebt euch! Was bekommt er jetzt pro Jahr 10000 Dollar?

    16 1 Melden
    • Goon 24.11.2017 07:02
      Highlight Nein, in solchen Fällen gibt es meistens Milionenentschädigungen. Aber was bringt es ihm? Die fast 40 Jahre bekommt er mit keinem Geld der Welt zurück. Auch ob er nach so langer Zeit wieder allein zurechtkommt ist die andere Frage.
      2 0 Melden
  • Derpsie 23.11.2017 17:12
    Highlight Ich finde solche Fälle sind das wichtigste Argument gegen die Todesstrafe.
    97 3 Melden
  • Snowy 23.11.2017 16:56
    Highlight Unglaublich.

    Ich wäre wohl durchgedreht...

    Das wirklich tragische daran: Der wahre Grund, warum er unschuldig eingesessen war, ist weil er aus der Unterschicht stammt und sich keinen (guten) Anwalt leisten konnte.

    Einem Mann aus der Oberschicht wäre dies nie passiert. Diese sitzen nämlich oft nicht mal ein, wenn sie wirklich gemordet haben (siehe O.J. Simpson).
    Das amerikanische Justiz und Strafvollzugssystem ist völlig krank.
    165 8 Melden
    • Schweizer Bünzli 23.11.2017 17:45
      Highlight Nein, das Justiz- und Strafvollzugssystem ist nicht krank. Der Kapitalismus ist es, wenn schon.

      Denn, wie willst Du in einer freien, kapitalistischen Marktwirtschaft verhindern, dass sich einer, der es sich leisten kann, einen besseren Anwalt nimmt?
      14 40 Melden
    • Schweizer Bünzli 23.11.2017 17:48
      Highlight Was kann die Justiz dafür, dass sich einer einen guten, teuren Anwalt leisten kann, und ein anderer nicht?
      14 33 Melden
    • K3tsch 23.11.2017 18:07
      Highlight @Schweizer Bünzli:
      Natürlich ist das Justizsystem auch Schuld.
      Wen du die "Vermögensschichten" in der amerikanischen Bevölkerung anschaust sind wahrscheinlich mehr als die Hälfte der Leute nicht in der Lage, vor Gericht die gleiche Verteidigung hinzuzuziehen, wie andere, welche hochdekorierte Juristen als Unterstützung haben.

      Dass es einen Unterschied gibt zwischen "VIP-Anwälten" und Pflichtverteidigern, bezüglich Erfolg, kann ich dir nicht nachweisen, aber vermute dies sehr stark.
      19 1 Melden
    • Snowy 23.11.2017 18:42
      Highlight Bünzli.

      In der Schweiz herrscht auch der Kapatalismus.

      Deswegen hast Du als Multimillionär und angeklagter Mörder nur minim bessere Karten vor Gericht dank einem Top-Anwalt (wenn überhaupt).

      In der Schweiz ist der Grundsatz "vor dem Gesetz sind alle gleich" nicht nur eine leere Phrase.

      In den USA gehst Du als vermögender Mensch praktisch nie in den Knast. Alle anderen dafür überdurchschnittlich häufig.

      26 10 Melden
    • Gelöschter Benutzer 23.11.2017 19:46
      Highlight @Schweizer Bünzli

      Glaub mir, du bist gut aufgehoben im jetzigen freien kapitalistischen Marktumfeld ....

      Ich frage mich echt, wieso sich die Angsthasen und Maulhelden jeweils die Revolution wünschen?

      Ist wohl wie der Hund der kläfft ...
      10 17 Melden
    • FrancoL 23.11.2017 21:01
      Highlight @FranLOL; Besser aufgehoben als wo? Immer noch im Traum des Kommunismus? Immer noch nicht fähig Grautöne zwischen Kapitalismus und Kommunismus zu sehen oder gar zu finden?

      Ein Kapitalismus der eine etwas flacheren Verdienstpyramide eine grössere Solidarität und eine bessere Soziale Komponente stützen würde, wäre doch auch eine Variante, anstelle der sich immer weiter voneinander wegbewegenden Marktteilnehmern.

      Weg mit den alten Scheuklappen aus der Zeit der 2 Lager-Mentalität hin zu einer gerechteren und etwas besser regulierten Marktwirtschaft, reguliert zum Vorteil der Gemeinschaft.
      19 0 Melden
    • Hierundjetzt 23.11.2017 21:37
      Highlight Bünzli: In China kannst Du Dir dein Urteil kaufen. bzw. bereits den Staatsanwalt dafür bezahlen, keine Ermittlungen aufzunehmen. Du kannst sogar fremde Leute dafür bezahlen, dass Sie anstelle von Dir in den Knast gehen (!).

      In Russland und Kuba kannst Du Dir ebenfalls bereits ab CHF 100.- ein Urteil kaufen.

      In der Schweiz gibt es zufällig zusammengesetzte sich periodisch änderenden Listen mit Anwälten die als Pflichtverteidiger amten müssen, es kann also durchaus sein, dass Du einen Staranwalt hast (dies im Gegensatz zu den USA)

      Und jetzt die Frage an Dich: welches System ist besser?

      20 1 Melden
    • Hempoli 23.11.2017 22:52
      Highlight Das zählt aber nur für Weisse! Das Problem bei O.J. Simpson war nicht dass er reich war sondern dass die Anklage selber Fehler gemacht hat und somit die wichtigsten Beweise als ungültig eingestuft wurden.
      2 0 Melden
    • Snowy 24.11.2017 09:43
      Highlight Nein, als (sehr) reicher Schwarzer bist Du ein Quasi-Weisser. Dies für den Fall, dass der Polizist wiess, dass Du reich bist. Falls er dies nicht weiss, kann es natürlich aufgrund der HAutfarbe trotzdem sein, dass Du bei einer Personenkontrolle und einer "falschen" Bewegung erschossen wirst (mit 15 Kugeln*)

      *In einem Pistolenmagazin der Polizei sind meist 15 oder 16 Kugeln...
      0 0 Melden
    • K3tsch 24.11.2017 10:59
      Highlight @FrancoL:

      "Glaub mir, du bist gut aufgehoben im jetzigen freien kapitalistischen Marktumfeld .... "

      Willst du damit sagen, wir würden in einer freien Marktwirtschaft leben? Falls ja, geh nochmals über die Bücher.
      0 0 Melden
  • Boogie Lakeland 23.11.2017 16:20
    Highlight Ein wunderbares Beispiel dafür, weshalb die Todesstrafe für nichts ist
    184 4 Melden

Zu fett, Haarausfall, geistig «topfit» – Trumps Gesundheitszustand in 4 Punkten

Von wegen geistig verwirrt. Der Leibarzt des US-Präsidenten bescheinigt Trump beste Gesundheit. Doch es gibt ein Problem. 

Der 71-Jährige schwafelt manchmal wirres Zeugs, twittert Hasstiraden und futtert ununterbrochen Junk-Food. Nicht erst seit den Enthüllungen im Buch «Fire and Fury» zweifeln Experten, ob Trump überhaupt noch fähig ist, sein Amt als US-Präsident auszuüben. 

Leidet Trump unter Demenz? Oder gar Alzheimer? Von wegen, meint sein Leibarzt Ronny Jackson. Er hat am Dienstagabend die Ergebnisse des medizinischen Checks von vergangener Woche veröffentlicht – und will ein für allemal die …

Artikel lesen