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Bild: AP/Pool Presidency Press Service

Schwere diplomatische Krise – Türkei drängt USA zu Rücknahme von Visa-Einschränkungen

09.10.17, 13:26 09.10.17, 13:38

In der schweren diplomatischen Krise zwischen Ankara und Washington hat die Türkei die USA zum Einlenken aufgefordert. Das Aussenministerium forderte die USA auf, die Einschränkungen für die Visa-Vergabe an den Konsulaten in der Türkei zurückzunehmen.

Dies meldete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu am Montag. Der US-Geschäftsträger in Ankara, Philip Kosnett, sei einbestellt worden, um ihm diese Forderung zu übermitteln.

Die türkische Justiz hatte am Mittwoch einen türkischen Mitarbeiter des US-Konsulats in Istanbul unter dem Verdacht festgenommen, zur verbotenen Gülen-Bewegung zu gehören und Spionage betrieben zu haben. Die USA verkündeten daraufhin am Sonntag, dass bis zur Prüfung der Sicherheit der Konsulatsmitarbeiter in der Türkei die Vergabe von temporären Visa ausgesetzt werde.

Die Türkei reagierte darauf mit einer praktisch wortgleichen Erklärung, in der sie ihrerseits den Stopp der Visa-Ausstellung in den USA verkündete. Auf der E-Visa-Internetseite der Türkei wurden Antragsteller mit einem US-Reisepass am Montag zu einer Seite weitergeleitet, auf der es hiess: «Leider kann für die Staatsbürger des von Ihnen ausgewählten Landes kein E-Visum ausgestellt werden.»

Die Antragssteller wurden weiter gebeten, sich für einen Visa-Antrag an die nächste türkische Auslandsvertretung zu wenden. Die türkische Botschaft in Washington teilte allerdings mit, dass alle Visadienste für US-Staatsbürger ausgesetzt worden seien.

Die Visasperre erschwert es Geschäftsreisenden und Touristen erheblich, in das jeweils andere Land zu reisen. Im vergangenen Jahr reisten nach offiziellen türkischen Angaben gut 313'000 Türken in die USA. Umgekehrt kamen 2016 nach Statistiken der Regierung in Ankara rund 460'000 US-Amerikaner in die Türkei.

Das Verhältnis der NATO-Partner USA und Türkei ist wegen einer Reihe von Streitfragen seit langem angespannt. Unter anderem fordert die Türkei von den USA die Auslieferung des islamischen Predigers Fethullah Gülen, den sie für den gescheiterten Militärputsch von Juli 2016 verantwortlich macht. (sda/dpa/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schnuderbueb 09.10.2017 16:12
    Highlight Toll! Da machen die Zwei ja ungewollt etwas gegen den Klimawandel. Wie viele Flüge werden da wohl eingespart?
    19 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 09.10.2017 16:09
    Highlight "Politiker" wie Trump, Erdogan und Kim Jong-un dienen nur dem eigenen Ego. Sonst interessiert die gar nichts.
    14 2 Melden
  • Hierundjetzt 09.10.2017 16:05
    Highlight Die Türkei meint echt, sie sei auf Augenhöhe mit den USA? Als IS unterstützendes Schwellenland mit Bürgerkrieg? Grössenwahnsinniger gehts ja wohl kaum mehr.

    22 7 Melden

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