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Ein syrischer Soldat. Bild: OMAR SANADIKI/REUTERS

USA schützen offenbar syrische Rekruten vor Assads Armee

Das US-Militär bildet seit Mai Einheimische im Kampf gegen die IS-Miliz aus. Diese Soldaten sollen ausdrücklich nicht gegen die Regierungstruppen eingesetzt werden. Nun wird die Einheit aber offenbar auch vor Angriffen von Assads Armee geschützt.

03.08.15, 06:42 03.08.15, 10:04


US-Präsident Barack Obama lässt Insidern zufolge die vom amerikanischen Militär ausgebildeten Kämpfer in Syrien auch vor Angriffen von Regierungstruppen schützen. Damit könnte es zu Konfrontationen kommen zwischen US-Einheiten und der Armee von Präsident Baschar al-Assad.

Die US-Luftwaffe werde die Einsätze der Aufständischen aus dem amerikanischen Rekrutierungsprogramm gegen die Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) unterstützen, verlautete am Sonntag aus US-Kreisen. Allerdings werde man diese Einheiten nun auch gegen jeden Angreifer verteidigen. US-Vertreter lehnten eine offizielle Stellungnahme ab. Zuerst hatte das «Wall Street Journal» von dem Vorgang berichtet.

Die USA gehen mit Luftangriffen direkt gegen den IS vor, der grosse Teile Syriens unter seine Kontrolle gebracht hat. Zudem bildet das US-Militär seit Mai Einheimische im Kampf gegen die Islamisten aus. Sie sollen ausdrücklich nicht gegen die Regierungstruppen eingesetzt werden.

Zusammenstösse zwischen syrischen und US-Truppen nicht ausgeschlossen

Am Freitag war die erste Gruppe dieser Miliz im Nordirak von anderen Aufständischen angegriffen worden. Daraufhin kam ihr die US-Luftwaffe zu Hilfe. In US-Kreisen ist wiederholt erklärt worden, man rechne nicht mit einem Vorgehen der syrischen Regierungstruppen gegen die US-Rekruten. Allerdings können unbeabsichtigte Zusammenstösse nicht ausgeschlossen werden.

Im syrischen Bürgerkrieg kämpfen die verschiedenen Rebellengruppen nicht nur gegen die Regierung, sondern auch gegeneinander. Die Islamisten der Nusra Front wollen zwar Assad stürzen, greifen aber auch gezielt andere Aufständische an, die Unterstützung aus dem Westen erhalten haben.

Ein Bündnis mit der syrischen Regierung gegen den IS lehnen die USA strikt ab. Allerdings hat das US-Militär bislang eine direkte Konfrontation mit den syrischen Truppen vermieden. Umgekehrt schiessen die Einheiten Assads nicht auf amerikanische Kampfflugzeuge, die IS-Stellungen bombardieren. (sda/reu)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 03.08.2015 14:48
    Highlight Was man gerade erlebt, ist ein Rückfall des islamischen Halbmondes in eine Warlord-Gesellschaft.
    Die gesamte Region war geprägt von Stagnation, nur durch autoritäre Regime halbwegs stabilisiert. Nach dem Hinwegfegen der Regime in der grünen Revolution fehlte eine Chance der positiven Entwicklung, und in das Machtvakuum drängen radikale Kräfte.
    1 0 Melden
    • zombie1969 03.08.2015 15:03
      Highlight 2)
      Sie bieten jungen Männern ohne Perspektiven eine Zukunft in der sie nicht mehr unbedeutend sein mussten: "Werde ein Krieger, und du wirst Teil einer Gemeinschaft, dein Leben wird Bedeutung erlangen, du darfst im Interesse unser guten Sache töten, du darfst dir nehmen was du willst, anderer Leute Eigentum und Frauen."
      Ein Angebot für viele, dem man kaum ein attraktiveres Angebot entgegensetzen kann.
      So baut der Daesh (IS) eine Kriegswirtschaft auf, die auf Terror. Und wenn sich dieser Brand noch weiter ausweitet wird man ein sehr unerfreuliches 21. Jahrhundert erleben.
      1 0 Melden

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