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Es gibt auch Unterstützung: Protestler solidarisieren sich mit den Anliegen der Besetzer. 
Bild: AP/The Oregonian

Behörden rätseln über Cowboy-Milizionäre in Oregon: Wie viele Bewaffnete befinden sich im Haus?

Bewaffnete halten ein Gebäude in einem US-Nationalpark besetzt – aus Protest gegen die Regierung. Die Behörden versuchen, den Konflikt beizulegen, und haben einen Krisenstab eingerichtet. Doch die Besetzer machen es ihnen schwer.

04.01.16, 12:45 04.01.16, 17:09

Ein Artikel von

Nach der Besetzung eines Verwaltungsgebäudes in einem US-Nationalpark durch Bewaffnete halten sich Polizei und Behörden zurück. Beide haben bislang keine Angaben dazu gemacht, wie sie den Konflikt beilegen wollen. Im Hintergrund liefen aber Bemühungen um eine Lösung, berichtete der Sender Oregon Public Broadcasting (OPB).

Nun soll ein Krisenstab von Polizei und Strafverfolgungsbehörden auf regionaler und Bundesebene eingerichtet werden. Die örtliche Polizei rief die Bevölkerung auf, sich von dem Gebäude fernzuhalten.

Eine Schwierigkeit für die Behörden besteht darin, dass unbekannt ist, wie viele Personen das Gebäude unter ihre Kontrolle gebracht haben und wie viele davon bewaffnet sind. Die Besetzer sprechen von bis zu 150 Besetzern im Malheur National Wildlife Refuge, die Polizei von 15 Menschen. Der Sender OPB geht davon aus, dass es sich um wenige Dutzend Personen handelt.

«Gegen Übergriffe der Regierung»

Die Männer wollen so lange ausharren, «wie es nötig ist – Tage, Wochen oder sogar noch länger», sagte ihr Anführer Ammon Bundy in Interviews. Man wolle nicht gewalttätig werden – es sei denn, die Handlungen gegen die Besetzer rechtfertigten dies.

Laut Bundy kämpfen die Besetzer gegen die Regierung, weil sie Rechte privater Landbesitzer missachte. Man stehe zusammen, um sich gegen die Übergriffe der Regierung zu wehren, die den Menschen Land und Ressourcen wegnehme.

Es gibt Proteste gegen die Besetzung

Den Besetzern wurde allerdings nichts weggenommen. Der Protest entzündete sich vielmehr an der Verurteilung von zwei Ranchern zu fünf Jahren Haft wegen Brandstiftung. Den beiden – Vater und Sohn – wurde angelastet, auf Land der Bundesregierung ein Feuer gelegt zu haben, um Spuren von Wilderei zu verwischen. Sie sollen sich am Montag im Gefängnis melden. Die Verurteilten haben sich von Bundy und den Besetzern distanziert.

Jon Ritzheimer, Ex-Marine der US-Armee, über seine Beweggründe, an der Besetzung teilzunehmen

YouTube/Blaine Cooper

Auf Twitter (#OregonUnderAttack) stritten sich Befürworter und Anhänger über die Rechtmässigkeit der Aktion. In Burns hingen vereinzelt Plakate mit der Aufschrift «Militiamen go home» («Geht nach Hause, Milizionäre»).

Der Nationalpark Malheur National Wildlife Refuge wurde 1908 gegründet und umfasst rund 760 Quadratkilometer. Zum besetzten Hauptquartier gehören ein Besucherzentrum, ein Museum und die Räume der Parkverwaltung.

Dass Ammon Bundy den Protest anführt, kommt wenig überraschend. Ihm ist Streit mit der Regierung nicht fremd: Er ist Cliven Bundys Sohn. Bundy senior, Ranchbesitzer aus Nevada, lieferte sich im April 2014 eine Auseinandersetzung mit der Regierung. Die wollte seine Rinder beschlagnahmen, weil die auf staatlichem Land gegrast hatten, ohne dass er dafür bezahlte. Die Situation spitzte sich so zu, dass Bundy sich bewaffnete. Die Regierung gab schliesslich aus Sicherheitsgründen nach und gab Bundy Hunderte Rinder zurück.

Mehr zum Thema: Cowboy-Miliz besetzt Nationalparkgebäude und ruft zum bewaffneten Widerstand gegen die US-Regierung auf

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(ulz/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ürsu 04.01.2016 16:39
    Highlight Laut CNN sind weder Polizisten noch SWAT oder ähnliches vor Ort. Wäre ein einziger Schwarzer oder Islamist in dem Komplex, sähen wir massenweise Einsatzkräfte. Eben einfach USA
    8 4 Melden

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