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Böser Verdacht: Ein Schallgerät soll Mitarbeiter der US-Botschaft schädigen.  Bild: AP/AP

Mysteriöse Krankheiten und ein böser Verdacht: Was ist auf der US-Botschaft in Kuba los? 

18.09.17, 04:28 18.09.17, 06:28


Wegen mysteriöser «Akustik-Attacken» auf ihre Botschaft in der kubanischen Hauptstadt Havanna prüfen die USA eine Schliessung ihrer Vertretung.

Angesprochen auf die Forderung von mehreren US-Abgeordneten nach einer Schliessung der US-Botschaft sagte US-Aussenminister Rex Tillerson am Sonntag dem Fernsehsender CBS: «Wir prüfen das derzeit.» Es gehe um ernste Vorfälle.

Nach US-Angaben erlitten 16 Botschaftsmitarbeiter gesundheitliche Schäden durch akustische Attacken, die vergangenes Jahr begonnen hätten. US-Regierungsvertreter äusserten in Medien den Verdacht, dass ein Schallgerät zum Einsatz gekommen sei, um das Personal der US-Botschaft zu schädigen. Einige der erkrankten Botschaftsmitarbeiter wurden zur Behandlung nach Miami im US-Bundesstaat Florida gebracht, andere wurden von US-Ärzten in Havanna betreut.

Auch Kanadier erkrankt

Die Gewerkschaft Afsa, die die Interessen von US-Diplomaten und Mitarbeitern internationaler Hilfsorganisationen vertritt, hatte Anfang des Monats mitgeteilt, sie habe mit zehn der mindestens 16 Betroffenen sprechen können. Bei ihnen seien leichte traumatische Hirnverletzungen und ein dauerhafter Hörverlust diagnostiziert worden, hinzu kämen Symptome wie Gleichgewichtsverlust, starke Kopfschmerzen, Wahrnehmungsstörungen und Hirnschwellungen.

Der kanadische Rundfunksender CBC berichtete am Freitag, auch fünf kanadische Diplomaten in Havanna und deren Angehörige hätten Beschwerden wegen «Akustik-Attacken» gehabt. Es habe aber keiner von ihnen bleibende Schäden davongetragen.

Jahrzehntelange Eiszeit

Die US-Botschaft in Havanna war erst 2015 wieder eröffnet worden, nachdem der damalige US-Präsident Barack Obama Ende 2014 eine Politik der Annäherung an den Karibikstaat eingeleitet hatte. Er hatte nach jahrzehntelanger Eiszeit die diplomatischen Beziehungen zu Kuba wiederaufgenommen.

Der heutige US-Präsident Donald Trump leitete im Juni eine Abkehr von Obamas Kuba-Politik ein. Er nahm von seinem Amtsvorgänger eingeführte Lockerungen bei den Reise- und Handelsbeschränkungen mit dem kommunistischen Inselstaat zurück. Trump bezeichnete die kubanische Regierung als ein «grausames und brutales Regime» und machte die künftigen bilateralen Beziehungen von Fortschritten bei den Menschenrechten abhängig. (sda/afp)

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • pedrinho 18.09.2017 14:46
    Highlight Wenn da wirklich was ist, mueste dieses relativ einfach mit panorama/spectrum analyzer nachgewiesen werden koennen. Solange keine messdaten vorliegen, halte ich das ganze eher fuer ein geruecht.
    1 1 Melden
  • LaPaillade #BringBackHansi 18.09.2017 07:39
    Highlight "Trump bezeichnete die kubanische Regierung als ein «grausames und brutales Regime» und machte die künftigen bilateralen Beziehungen von Fortschritten bei den Menschenrechten abhängig. "

    Während man Gleichzeitig ein Foltergefängniss auf selbiger Insel unterhält und somit ebenfalls die Menschenrechte mit Füssen tritt.
    32 3 Melden
    • shthfckup 18.09.2017 09:51
      Highlight Wasser predigen und wein trinken dass können politiker am besten.
      20 1 Melden
  • Grundi72 18.09.2017 07:16
    Highlight Da können sich die Mitarbeiter beim Naivling Obama bedanken! Hauptsache Barrack durfte gratis an ein Basketball Spiel. Und hey, als Friedensnobelpreisträger sollte man schon zum Schluss seiner Amtszeit wenigstens einmal versuchen den Heilsbringer zu spielen als nur Kriege zu starten!

    Trump hat Recht wenn man die Vegangenheit und offensichtlich die Gegenwart anschaut: "ein grausames und brutales Regime»
    7 33 Melden
  • piranha 18.09.2017 07:12
    Highlight Ich finde es schade, wie Trump systematisch alles wieder abschafft was Obama aufgebaut hat. Ist doch ineffizient sowas!
    14 8 Melden

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