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Republican presidential candidate Donald Trump speaks during a campaign rally, Saturday, Oct. 15, 2016, in Portsmouth, N.H. (AP Photo/ Evan Vucci)

Alles oder nichts: Donald Trump ging am Samstag nochmals richtig in die Offensive. Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

Trump will vor der TV-Debatte einen Drogentest

Für Donald Trump wird es eng im Rennen um das Weisse Haus. Die Folge: Immer wilder schlägt der Republikaner um sich. Jetzt deutet er an, Rivalin Clinton habe vor dem jüngsten TV-Duell Drogen genommen.

16.10.16, 01:49 16.10.16, 10:46


Ein Artikel von

Sexuelle Übergriffe, Jahre ohne Steuerzahlungen – die Vorwürfe gegen Donald Trump werden immer heftiger. Der US-Präsidentschaftskandidat schlittert von einem Skandal in den nächsten, in den Umfragen verliert er, Spender wenden sich ab. Es wird eng für Trump.

Doch der Republikaner reagiert in üblicher Manier: Statt Reue und Einsicht zu zeigen, irgendwelche Anzeichen präsidialer Seriosität, geht er zum Gegenangriff über. Immer und immer wieder schlägt er um sich – und trifft dabei natürlich unter die Gürtellinie.

Jüngstes Beispiel: Eine weitere Attacke gegen Hillary Clinton. Seine demokratische Kontrahentin hatte ihn in den beiden bisherigen TV-Debatten den Umfragen zufolge klar besiegt. Trump neuestes Manöver: Er deutet an, Clinton habe bei dem zweiten Duell am 9. Oktober unter Drogeneinfluss gestanden.

«Ich weiss nicht, was mit ihr vorgeht», sagte Trump bei einem Auftritt in Portsmouth im US-Bundesstaat New Hampshire. Am Anfang der Debatte sei Clinton total «aufgedreht» gewesen, dann sei ihr die Puste völlig ausgegangen. «Warum machen wir nicht einen Drogentest?», fragte der republikanische Präsidentschaftskandidat.

Attacke gegen Medien und Frauen

Zugleich ging Trump auf die Medien los. Er warf ihnen in seiner Rede vor, mit «falschen Anschuldigungen und unverhohlenen Lügen» die Wahlen zu «manipulieren», um Clintons Sieg sicherzustellen.

Angesichts immer neuer Vorwürfe von Frauen, er habe sie sexuell belästigt, macht sich der Milliardär über die mutmasslichen Opfer lustig. «Glaubt mir, sie wäre nicht meine erste Wahl, das kann ich Euch sagen», sagte er etwa in North Carolina über die 74-jährige Jessica Leeds, die Trump vorwirft, sie vor mehr als 35 Jahren während eines Flugs betatscht zu haben. Bei seinen Anhängern erntete Trump damit Gelächter.

In einer ersten Reaktion auf Trumps neuerliche Anschuldigungen warf Clintons Wahlkampfmanager Trump vor, das Vertrauen in die Rechtmässigkeit der Wahl am 8. November zerstören zu wollen. «Wahlkampagnen müssen hart ausgefochten und Wahlsiege hart erkämpft werden, aber die Basis des amerikanischen Wahlsystems ist, dass es frei, fair und für alle offen ist», erklärte er.

Mittlerweile wenden sich auch immer mehr von Trumps eigenen Parteifreunden von ihrem Kandidaten ab. Zuletzt griff das Team des Milliardärs den Chef der Republikaner im Bundesstaat Ohio, Matt Borges, an. Dieser hält zu Gouverneur John Kasich, einer von Trumps parteiinternen Rivalen, der kürzlich erklärt hatte, den Präsidentschaftsbewerber möglicherweise nicht zu wählen. Bei Trumps Leuten kommt das nicht gut an. Borges spreche nicht für den Kandidaten, teilte das Wahlkampfteam nun mit. Er gehöre nicht mehr zum Trump-Lager.

kev/AFP/dpa

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • SVARTGARD 16.10.2016 10:35
    Highlight GESCHNÜFFELT WIRD IMMER.😆
    19 0 Melden
  • rodolofo 16.10.2016 09:05
    Highlight Agressionen rauslassen ist sicher wichtig für einen gesunden Seelenhaushalt.
    Aber wenn einer ständig solche Wutanfälle hat, obwohl er doch (angeblich) erfolgreich sei, dann stimmt doch etwas mit dem Typ nicht! Entweder hat er einen sehr hohen Testosteron-Spiegel, den man mal untersuchen müsste, oder er zieht das ganze Spektakel nur ab, um seine "Wutbürger-Klientel" hinter sich zu scharen.
    Bei Trump vermute ich beides.
    Und er hat offensichtlich Spass daran, die Sau rauszulassen...
    Bei den Frauen und (z.T. immer noch traumatisierten) Minderheiten scheint das aber gar nicht gut anzukommen.
    11 5 Melden
  • N. Y. P. D. 16.10.2016 08:22
    Highlight Ein Präsident / Präsidentin darf niemals ein Land wie die USA unter Drogeneinfluss führen.

    Trump ist unwählbar

    Diese zwei Dinge sind für mich eigentlich klar. Lassen wir kurz beiseite, was sich Trump alles geleistet hat.
    Hillary wirkt tatsächlich manchmal überdreht. Dann wäre da noch dieser Schwächeanfall (offiziell die Lunge). Also die Hand würde ich für Hillary nicht ins Feuer legen.
    Da sie sicher bestreitet, dass sie unter Drogeneinfluss stand/steht, soll sie doch seiner Bitte nachkommen. Inklusive Haartest. Sie hat ja nichts zu befürchten.
    28 41 Melden
    • Cardea 16.10.2016 10:17
      Highlight Das ist genau das Problem:

      Trump behauptet irgendeinen Schwachsinn und Leute wie du halten dies auch noch für möglich. Clinton ist keine Sympathieträgerin das hat man nun zur genüge gesehen aber ernsthaft? Drogen? Trumps Wutanfälle könnte man ja genauso gut auf Drogen zurückführen?!
      27 21 Melden
    • Nicolas Flammel 16.10.2016 11:04
      Highlight Bei allem Respekt, aber nur weil Trump etwas fordert, muss es noch lange nicht abwegig sein.
      Vielleicht ist Hillary wirklich auf Drogen und dann wäre es richtig, wenn sie zurücktreten und ersetzt werden würde.
      10 14 Melden
    • Zarzis 16.10.2016 11:48
      Highlight Das ist die Trump Taktik.
      Werfe mit so viel Schmutz und Verleugnungen, etwas wird dann schon Stimmen und kleben bleiben!

      Trump hat diesen Wahlkampf so Schmutzig gemacht. Er hat sich nie für die Politischen Programme Clintons intressiert. Er greifft auch diese nicht an. Nur auf den Mann/Frau gezielt.

      Er will gar nicht über Politik sprechen und über die Sorgen der Menschen. Es geht nur darum Trump will Präsident sein, aber den Job nicht machen müssen!
      8 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pana 16.10.2016 08:17
    Highlight Das ist witzig. Ich zitiere mal folgendes (und alle die die Debatten gesehen haben, wissen was gemeint ist):

    "Trump's near-constant sniffling at the last two debates has prompted wide speculation that he had snorted something. Former Vermont governor Howard Dean, a medical doctor, speculated for days after the first debate that Trump was on cocaine before walking back his comments, as did actress and former cocaine addict Carrie Fisher, who also clarified her tweet saying he was “ABSOLUTELY” on cocaine at the first debate."
    21 7 Melden
    • Citation Needed 17.10.2016 07:14
      Highlight Der weiss, dass es keinen Test geben wird, kann aber so den Verdacht entkräften, den er mit seinem Geschniefe auf sich gezogen hatte UND von der Sexismus-Debatte ablenken UND Hillary an den Karren fahren. Was will er mehr?
      2 0 Melden
  • Calvin Watsn 16.10.2016 05:01
    Highlight Nehmt dem Kerl die vielen bunten bunten Smarties weg, er tickt wieder aus :D
    30 6 Melden
  • Spooky 16.10.2016 02:03
    Highlight Einen Drogentest sollte man sowohl bei Hillary als auch bei Donald machen.
    18 25 Melden
    • Darkside 16.10.2016 04:56
      Highlight Bei Drumpf wäre eher ein Zurechnungsfähigkeitstest angesagt...
      36 10 Melden

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