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Rührende Geste von Obama: «Verkauf' das Haus nicht, Joe! Ich gebe dir das Geld»

Als sein Sohn mit dem Krebs kämpfte, machte sich US-Vize Joe Biden finanzielle Sorgen. Darüber sprach er auch mit seinem Chef Barack Obama. Der reagierte spontan und emotional.

13.01.16, 14:44

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Als Vize steht Joe Biden seit Jahren an der Seite von US-Präsident Barack Obama. Und die beiden Staatsmänner verbindet deutlich mehr als ein rein berufliches Verhältnis. Das untermauerte Biden nun mit einer rührenden Anekdote, die er während eines Interviews mit dem TV-Sender CNN publik machte.

Vize-Präsident Joe Biden (hinten links) und Barack Obama.
Bild: EPA/AP POOL

Biden musste im vorigen Jahr einen schweren Schicksalsschlag verkraften. Im Mai starb sein Sohn Beau, vormaliger Generalstaatsanwalt des Bundesstaates Delaware. Zwei Jahre kämpfte Biden Junior mit einem Hirntumor. Während dieser Zeit begann sich sein Vater Sorgen zu machen, was ein Verdienstausfall des Erkrankten bedeuten würde.

In einem Vier-Augen-Gespräch mit Obama sprach Vize Biden das Thema an, so erzählte er nun. Bei dem Termin liess Biden demnach durchblicken, er überlege, sein Haus zu verkaufen, um der Familie des Sohnes zu helfen.

«Mach es nicht, Joe»

Da sei Obama aufgesprungen und habe gesagt: «Verkauf' das Haus nicht! Versprich mir, dass du das Haus nicht verkaufst. Ich gebe dir das Geld, was immer du brauchst, ich gebe dir das Geld. Mach es nicht, Joe. Versprich es mir.»

Diesen Moment werde er «nie vergessen», sagte Biden. Es sei Liebe, die beide Familien verbinde – das sei «persönlich». Der Präsident sei ausserhalb der Familie stets der Einzige gewesen, der über den Gesundheitszustand des Sohnes informiert war.

Biden sagte auch, der Verlust seines Sohnes habe ihn davon abgehalten, das Amt des Präsidenten anzustreben. Ob Obama ihm Geld gab, liess Biden in dem CNN-Interview offen. Er liess durchblicken, dass es nicht nötig gewesen sei. Sein Haus verkaufte Biden nach Angaben der «New York Times» nicht.

sms/Reuters

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Miicha 13.01.2016 19:25
    Highlight Schade das die Amtszeit auf 8 Jahre begrenzt ist. Hätte den USA nicht geschadet Obama noch weitere Jahre als Präsidenten zu haben.
    9 9 Melden
  • Schuhmeister Flaig 13.01.2016 17:22
    Highlight Was erzählt er es bei CNN wenn es ja angeblich persönlich ist?
    6 2 Melden
  • Dä Brändon 13.01.2016 16:24
    Highlight Das ist sehr tragisch, den eigenen Sohn todkrank zu sehen. Jeder Vater wäre sofort bereit seinen eigenen Kopf zu geben um das Leben des eigenen Kindes zu retten. Aber ich zweifle einwenig an dieser Geschichte, ich ahne hier Publicity. Ich glaube das die Gesundheitlich gut versichert sind und das es an finanziellen Mittel nicht mangelt. Sein Sohn Hunter macht ja auch dicke Geschäfte in der Ukraine.

    Falls ich mich irre ziehe ich den Hut vor Obama.
    14 3 Melden
  • däru 13.01.2016 15:56
    Highlight Gibt es ein besseres Pro-Argument für eine obligatorische Krankenversicherung (oder auch Obama-Care) als dieses? Oder wie kann es sein, dass eine Erkrankung eines Generalstaatsanwaltes sowohl sein eigenes als auch das Vermögen seines Vaters, der Vizepräsident der USA (!) ist, verschlingt und diese Personen in finanzielle Bedrängnis bringt? Und eine Taggeldversicherung hat der Staat als Arbeitgeber nicht? Ich möchte mir nicht vorstellen, wie dreckig es einer nicht so gut situierten Person in der selben Situation gehen würde.. Oh 'Murica.
    49 0 Melden
    • lily.mcbean 13.01.2016 16:21
      Highlight als ich in den usa war hat mir meine lehrerin erzählt das sie notfallmässig eingeliefert wurde mit gallensteinen. sie habe sich nicht mehr auf den füssen halten können vor schmerzen, aber man hat sie erst behandelt als ihre eltern stunden später mit geld auftauchten ( das sie noch bei verwandten freunden etc. pumpen mussten) weil sie sich keine versicherung leisten konnte/kann. traurig aber realität dort drüben...
      33 0 Melden

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