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Top 10 der US-Präsidentschafts-Debatten: In Erinnerung bleiben Kandidaten, die am TV versagten



Heute Nacht (3 Uhr MEZ) steigt die erste TV-Debatte zwischen Hillary Clinton und Donald Trump. Es geht um alles, so der Tenor in den USA. Und tatsächlich, über die Jahre dürften die Debatten so manches Rennen entschieden haben. Einem einzigen Kandidaten ist es gelungen, positiv in Erinnerung zu bleiben (siehe Punkt 3). Alle anderen kennt man, weil sie im entscheidenden Moment versagten.

1960

In der ersten im TV übertragenen Präsidentschaftsdebatte überhaupt trat der erfahrene Republikaner Richard Nixon gegen den Neuling John F. Kennedy an. Dieser wirkte cool und relaxt, während Nixon die Hitze im Studio zu schaffen machte und er daher sichtbar schwitzte. Er verlor die Debatte und später die Wahl.

1976

1968 hingegen klappt es für Nixon. Doch infolge des Watergate-Skandals trat er 1973 zurück und sein Vize Gerald Ford übernahm. Doch auch der agierte glücklos: In einer TV-Debatte gegen seinen demokratischen Herausforderer Jimmy Carter behaupte er allen Ernstes, Osteuropa stehe nicht unter der Fuchtel der Sowjetunion. Dies auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges.

1984

Ronald Reagan, die Lichtgestalt der Republikaner, kämpfte 1984 um seine Wiederwahl, sein Herausforderer war der Demokrat Walter Mondale. Reagan war damals bereits 73 Jahre alt, was von den Medien ausgiebig thematisiert wurde. In einer TV-Debatte ging er in die Offensive und scherzte, er werde nicht zulassen, dass das Alter zu einem Wahlkampfthema werde. Er werde die Jugend und Unerfahrenheit seines Herausforderers Mondale (17 Jahre jünger als er) nicht ausnutzen.

1988 (1/2)

1988 kam George Bush Seniors Vize Dan Quayle in der TV-Debatte arg unter die Räder. Ebenfalls auf sein jugendliches Alter angesprochen verglich er sich mit John F. Kennedy, der mit 43 Jahren Präsident wurde. Sein Kontrahent, der Demokrat Lloyd Bentsen entgegnete: «Ich habe mit Jack Kennedy zusammengearbeitet. Ich kannte Jack Kennedy. Jack Kennedy war ein Freund von mir. Senator, Sie sind kein Jack Kennedy!»

1988 (2/2)

Auch aufgrund anderer TV-Pannen blieb Quayle in den Augen der Öffentlichkeit der Trottel der Nation. Das hinderte seinen Chef, George H.W. Bush, allerdings nicht daran, sich 1988 gegen den demokratischen Bewerber Michael Dukakis durchzusetzen. Die Frage, ob er die Todesstrafe nicht doch befürworten würde, wenn seine Frau vergewaltigt und ermordet würde, verneinte er emotionslos. Beim Publikum kam das stark unterkühlt rüber. Das Panzer-Video gab ihm den Rest.

1992 (1/2)

Vier Jahre später leistete sich Bush Senior einen folgenschweren Schnitzer, als er während der TV-Debatte unmotiviert auf seine Uhr schaute, als wäre er lieber irgendwo anders.

1992 (2/2)

1992 war insofern aussergewöhnlich, als dass an den TV-Debatten nicht zwei, sondern drei Kandidaten teilnahmen. Dies aufgrund der starken Umfragewerte des unabhängigen Ross Perrot. Dessen Vize James Stockdale, ein Karriere-Soldat, fragte an der Debatte: «Wer bin ich, warum bin ich hier?», um seinen Status als politischer Outsider zu betonen. Das Publikum lachte, ebenso wie die Unterhaltungsindustrie.

2000

Zahlreiche Kommentatoren in den USA warnen Hillary Clinton davor, gegen Trump denselben Fehler zu begehen wie Al Gore 2000 gegen George W. Bush. Der intellektuelle Gore seufzte in der TV-Debatte deutlich hörbar, um sein Missfallen gegenüber seinem Gegner auszudrücken. Das kam herablassend rüber. Als er dann noch aufstand und sich drohend neben Bush aufbaute, liess der ihn einfach stehen. Von diesem Debakel erholte sich Gore nicht.

2008

In einer TV-Debatte 2008 liess Obama seinen Gegner John McCain buchstäblich alt aussehen. Der behauptete, KMU-Unternehmer «Joe the Plumber» müsste unter Obama eine Busse bezahlen. Obama entgegnete, die Busse betrage 0 Dollar. McCain konnte es nicht glauben und starrte während einer gefühlten Ewigkeit verdattert in die Kamera.

2012

2012 beging Mitt Romney einen unnötigen Fehler, als er Obama in einer TV-Debatte wegen dem Angriff auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi in die Ecke drängen wollte. Obama liess ihn genüsslich auflaufen und Romney wurde von der Moderatorin gemassregelt.

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3
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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • pamayer 26.09.2016 23:39
    Highlight Highlight Ich ziehe die muppet show vor. Klapsmühlehafte, anarchistische Unterhaltung mit reinem selbstzweck.
  • Nemolinski 26.09.2016 19:49
    Highlight Highlight Sehr guter Artikel.
    Danke!
  • fabianhutter 26.09.2016 17:18
    Highlight Highlight Bei der Debatte zwischen Bush und Clinton ist nicht nur die Antwort von Bush interessant, weil sie nicht besonders gut war, sondern auch die darauffolgende Antwort von Clinton, weil er eine herrvorragende Antwort gegeben hat.

    Es lohnt sich auch die anzuschauen.
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