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Kohlearbeiter an einer Wahlkampfveranstaltung für Trump in Charleston, West Virginia (2016). Bild: Steve Helber/AP/KEYSTONE

Trump wird gehen, aber seine Wähler bleiben: Eine Verteidigung des weissen Arbeiters

30.10.16, 02:45 03.11.16, 15:18


Wem die Vorstellung einer Trump-Präsidentschaft Unbehagen bereitet, der wird sich an den aktuellen Umfragen erfreuen. Für ein Comeback dürfte es jetzt zu spät, der Rückstand auf Hillary Clinton schon zu gross sein. Anlass zur Sorge geben da eher seine Behauptungen, der Urnengang werde ohnehin nicht korrekt ablaufen. Werden sich seine passionierten Anhänger um den Sieg betrogen fühlen und zum Sturm auf Washington blasen? Der konservative Kolumnist David Brooks gelangt zu einer völlig anderen Einschätzung:

«Am 9. November, dem Tag nach Trumps Niederlage, wird es keine Solidarität und keinen Sturm der Entrüstung geben. Alle werden sich abwenden und einfach nach Hause gehen.»

David Brooks new york times

Trump sei narzisstisch, gefühlskalt und unfähig, auf andere Menschen einzugehen. Ein einsamer Mann ohne Freunde, das müssen unterbewusst auch seine Wähler fühlen, mutmasst Brooks. Damit widerspricht er dem Narrativ, das sich in den letzten 14 Monaten herauskristallisiert hat: Trump-Wähler lieben ihren Kandidaten innig und verzeihen ihm darum alle kleinen und grossen Fehler. Clinton-Anhänger hingegen verfahren nach dem Ausschlussprinzip und wählen das kleinere Übel. Anders gesagt, heisse Leidenschaft auf der einen, kühle Berechnung auf der anderen Seite.

Wenn Brooks recht hat, dann stimmt dieses Narrativ nicht. Kann es sein, dass Trump-Anhänger gar nicht so leidenschaftlich unterwegs sind und ebenfalls nach Ausschlussprinzip wählen?

Friedhof und im Hintergrund Hochöfen eines stillgelegten Stahlwerks in Bethlehem, Pennsylvania (2016). Bild: BRIAN SNYDER/REUTERS

Betrachten wir ein weiteres Narrativ der Präsidentschaftswahl 2016: Trump verliert gegen Clinton, aber nicht so hoch, wie er eigentlich sollte. Wären die Demokraten mit einem anderen Kandidaten angetreten (Bernie Sanders?), würden sie mit 10 oder 20 Prozent Unterschied gewinnen. Das sage vor allem etwas über die Unbeliebtheit Clintons aus.

Darin steckt viel Wahrheit, aber längst nicht die ganze: Erinnern wir uns an Trumps Durchmarsch in den Vorwahlen. Wenn seine immer noch respektablen Umfragewerte etwas über Hillary Clinton aussagen, was sagen dann seine damaligen Erdrutschsiege über die anderen republikanischen Kandidaten aus?

«Trump-Wähler mögen Hillary nicht, aber sie konnten auch mit den ursprünglich 16 republikanischen Rivalen Trumps nichts anfangen.»

Trump-Wähler mögen Hillary nicht, aber sie konnten auch mit den ursprünglich 16 republikanischen Rivalen Trumps nichts anfangen. Darunter politische Schwergewichte wie Jeb Bush, Chris Christie, Rick Perry und Lindsey Graham. Am besten schnitt in den Vorwahlen noch Ted Cruz ab, der sich ebenfalls als politischer Outsider positioniert. Senator ist er erst seit knapp vier Jahren und für die Zentralregierung in Washington hat er nur Verachtung übrig.

Trumps grösstes Wähler-Reservoir sind weisse Arbeiter ohne höheren Schulabschluss. Niemand blickt pessimistischer in die Zukunft als sie, bestätigt Studie um Studie. Sie haben allen Grund dazu. Viele befinden sich in einem Teufelskreis aus Arbeitslosigkeit, Drogenabhängigkeit, häuslicher Gewalt und Schulabbrüchen. Trump bietet ihnen ein Ventil, indem er ihre Frustration zum Beispiel auf illegal Eingewanderte lenkt. Das allein erklärt seinen Erfolg aber nicht.

Kohlewerk in West Virginia (2014). Strengere Umweltauflagen haben die Industrie hart getroffen und tausende Jobs vernichtet. Bild: ROBERT GALBRAITH/REUTERS

Weisse Arbeiter, vor allem die älteren unter ihnen, haben Präsidenten kommen und gehen gesehen. Republikaner wie Reagan und die Bushs, Demokraten wie (Bill) Clinton und Obama. Keiner hat ihren Niedergang aufhalten können. Warum sollten sie jetzt einen von ihnen wählen und hoffen, dass er oder sie das Steuer herumreisst? Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten, besagt ein Albert Einstein (vermutlich fälschlich) zugeschriebenes Zitat. Hillary Clinton hat Trump-Wähler als «klägliche» Rassisten und Sexisten bezeichnet. Auf einige mag das zutreffen. Aber wahnsinnig sind sie nicht.

Weisse Arbeiter sehen sich bei dieser Wahl mit drei Optionen konfrontiert:

Wer kann es ihnen verdenken, dass sich viele für die dritte Option entscheiden? Besser als gar nicht wählen. Und besser als eine Wahl, die für sie keinerlei Konsequenzen hat (eine Pseudowahl). Auch wenn die Wahrscheinlichkeit da ist, dass Trump noch unglücklicher agieren würde als ein Vollblutpolitiker: Ist es nicht plausibel, sich an eine noch so winzige Chance zu klammern, dass sich etwas zum Positiven verändert?

«Wer schon unten angekommen ist, für den gibt es keine kleineren Übel mehr.»

Aus demselben Grund scheinen Trumps unzählige Skandale ihm in diesem Segment nicht zu schaden, denn seine Gegner werden dadurch nicht wählbarer. Trumps übler Sexismus erhöht die Wahrscheinlichkeit nicht, dass ein Politiker wie Hillary Clinton oder Jeb Bush die darbende Kohle- und Stahlindustrie im Mittleren Westen wiederbelebt. Wer schon unten angekommen ist, für den gibt es keine kleineren Übel mehr. Nur noch den grossen Befreiungsschlag.

Stillgelegtes Aluminiumwerk in Hannibal, Ohio (2016). Bild: AP/FR66830 AP

«Der weisse Arbeiter» – ein Stereotyp, bei dessen Verwendung Vorsicht geboten ist – steht dieses Jahr im Fokus nicht nur wegen Trump, sondern auch wegen eines wichtigen Buchs, das vor kurzem erschienen ist. In «Hillbilly Elegy» beschreibt J. D. Vance, warum dieses Bevölkerungssegment nicht vom Fleck kommt. Er muss es wissen, denn er ist in einer einst blühenden Industriestadt in Ohio aufgewachsen und hat Niedergang, Arbeitslosigkeit, Drogen und Gewalt mit eigenen Augen gesehen und teilweise in seiner eigenen Familie erlebt.

Er schafft, was nur wenigen gelingt: Er geht zur Armee, dann an eine staatliche Universität und später an die Elite-Schule Yale. «Upward Mobility», heisst das im Fachjargon. Nicht weil er besonders willensstark gewesen wäre, wie er schreibt. Sondern dank seinen Grosseltern und vor allem seiner Grossmutter, die ihn unterstützte. 

J. D. Vance. bild via nationalreview.com

Vance spricht mit viel Zuneigung über den weissen Arbeiter – es sind Freunde und Familienangehörige darunter. Ebenso schonungslos und darum glaubwürdig fällt seine Kritik aus. Er sagt Dinge, die kein Politiker sagen darf:

«Sie können durch eine Kleinstadt laufen, in denen 30 Prozent der jungen Männer weniger als 20 Stunden pro Woche arbeiten, aber sie werden keinen einzigen finden, der sich seiner eigenen Faulheit bewusst ist.»

J. D. Vance hillbilly elegy

Er erzählt von einer Nachbarin, die voller Verachtung für angebliche Sozialbetrüger ist, selber aber noch nie einen Job gehabt hat und von Lebensmittelmarken lebt. «So viele missbrauchen das System, dass es für hart arbeitende Leute unmöglich ist, die Hilfe zu bekommen, die sie brauchen», pflegte sie zu sagen. Ebenso würden weisse Arbeiter behaupten, Familie und Religion seien ihnen wichtig. Dem gegenüber stünden leere Kirchen, hohe Scheidungsraten und häusliche Gewalt.

Gemäss Vance, der von Interview zu Interview rast, um Amerika «den Trump-Wähler» zu erklären, ist die weisse Arbeiterschaft mindestens im selben Ausmass für ihre Misere verantwortlich wie die Politik. Und obwohl sie tendenziell von der Arbeitsmarktpolitik der Demokraten profitieren würden, bleiben sie auf Distanz: 

«Auch wenn sie sich eingestehen, dass sie etwas Hilfe gebrauchen könnten, sind sie irgendwie zu stolz. Ein Kandidat, der ihnen Geld oder Almosen verspricht, ist für sie nicht attraktiv.»

J. D. Vance huffington post

Trump wird gehen, aber die Millionen desillusionierter weisser Arbeiter werden bleiben und ihre Probleme auch. Ungeachtet der Tatsache, dass ihre Bedeutung als Wählersegment kontinuierlich abnimmt, bleibt zu hoffen, dass sie irgendwann eine echte Wahl haben. 

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39Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Wolfsangel 09.11.2016 19:41
    Highlight HAHAHHA!
    "Trump wird gehen"
    Gg wp
    0 0 Melden
  • vision27 31.10.2016 08:12
    Highlight Trump wird haushoch gewinnen, hat im ganzen Land tägliche Gewinne in den Polls zu verzeichnen! Und jetzt erst recht, da die email-Geschichte von Hillary neu aufgerollt wird.
    6 13 Melden
  • lars but not least 30.10.2016 21:05
    Highlight Sehr interessanter Artikel, danke!
    23 0 Melden
  • Mehmed 30.10.2016 18:55
    Highlight Für einmal ein lesenswerter Artikel zu diesem Thema.
    20 4 Melden
  • Ton 30.10.2016 17:03
    Highlight Gemäss dem neusten New York Times Poll hat Trump 4 Punkte Vorsprung: http://www.nytimes.com/interactive/2016/10/30/upshot/florida-poll.html?smid=tw-nytimes&smtyp=cur

    Hillary war in derselben Umfrage zuletzt 1 Punkt voraus. Die Leaks und die FBI Strafuntersuchung setzen ihr schwer zu.

    Es war ein grundsätzlicher Fehler der DNC, Hillary zu unterstützen und Bernie zu unterdrücken.
    22 3 Melden
    • Ton 30.10.2016 17:40
      Highlight Vergessen zu schreiben, diese Umfrage bezieht sich auf Florida.
      14 2 Melden
    • Ichiban 30.10.2016 17:57
      Highlight ...in Florida und der Poll wurde vor den neuen Erkenntnissen der FBI Untersuchungen gemacht.
      8 0 Melden
    • exeswiss 30.10.2016 18:45
      Highlight danke für die quelle, weil gleichzeitig stehen 9 andere polls, bei denen in 8/9 hillary vorne ist.
      10 0 Melden
    • Ton 30.10.2016 19:28
      Highlight Stimmt, aber die Kampagne ist im Sturzflug. Bei Trump sieht es nicht viel besser aus. Diese Wahl ist einfach nur ein Desaster.
      8 2 Melden
  • koks 30.10.2016 16:29
    Highlight danke für diesen tollen artikel.
    für diese arbeiterklasse hat sich die linke früher eingesetzt. heute haben die linken nur noch verachtung für diese arbeiter am unteren ende des sozialen spektrums übrig.
    34 33 Melden
    • Matthias Studer 30.10.2016 18:58
      Highlight Der ist gut. Ich geb zu, die Politik der Linksparteien sprechen die Arbeiter nicht an. Dennoch, verachten tut nur die Politik der SVP in der Schweiz. Vorne rufen sie "für's Schweizer Volch", hinten rum machen sie Gesetze, die genau das Gegenteil davon beinhalten.
      39 10 Melden
    • El Burro 30.10.2016 20:01
      Highlight Und die Rechten kümmern sich soo liebevoll um die sozial schwächere Schicht in dem sie der Industrie Steuergeschenke macht und um jeden Preis einen Mindestlohn verhindern möchte. Die Linken möchten ja nur den Aktienhandel besteuern, Vaterschaftsurlaub einführen, bezahlbare Gesundheit für alle, gleicher Lohn für Frauen etc. Die sollten sich schämen für diese Ignoranz gegen sozial schwächere *Ironie off*
      40 3 Melden
    • koks 30.10.2016 21:43
      Highlight el burro, siehst du. es geht hier um weisse männer der arbeiterklasse, und du kommst mit lohnkampf der frauen. bingo.
      6 29 Melden
    • El Burro 30.10.2016 22:27
      Highlight Es gibt erwiesenermasen mehr WorkingPoor (Übersetzung extra für dich Koks: Leute die mit dem Einkommen den Lebensunterhalt nicht decken können) bei Frauen als bei den Männer. Mit der Lohngleichheit würde die Situation wenigstens ein bisschen verbessert! Da ich aber wegen deiner Antwort annehme das du ein Sozial schwächerer weisser Mann bist rate ich dir: wähl doch Trump (oder die SVP), jammere dann einfach nicht wenn diese dir dann das letzte Hemd wegnehmen!
      28 3 Melden
    • JoeyOnewood 31.10.2016 11:50
      Highlight nicht so gereizt, el Burro. koks hat ja (in diesem Punkt) recht. Er hat gefragt, was die Linke für "diese Arbeiterklasse" - ergo weisse Männer ohne hohe Ausbildung - tut. Darauf hast du tatsächlich keine Antwort geliefert. Die Frage darf man ja stellen. Diese Schicht profitiert häufig von Protektionismus. Die böse Linke ist dazu einfach nicht mehr bereit - und ein paar Rechte tun immerhin so als wären sie es. Das Problem ist, dass Protektionismus in dieser stark globalisierten Welt meist verherende Folgen hat. Falls Trump Präsident würde, müsste er das seinen Wählern später auch erklären.
      6 0 Melden
  • Therealmonti 30.10.2016 15:17
    Highlight Die frustrierten, ungebildeten weissen Arbeiter sind bei weitem nicht die einzigen, die diesem Schaumschläger aus New York ihre Stimme geben. Da gibt es noch ganz andere US-Bevölkerungsschichten, die dies auch tun. Schaut zum Beispiel mal Fox News. Insofern ist es alles andere als sicher, dass der Rest der Welt nicht doch noch damit fertig werden muss, dass demnächst ein Irrer das mächtigste Land der Welt regiert.
    25 6 Melden
  • Nicolas Flammel 30.10.2016 14:26
    Highlight Anscheined wurde bei der Voraussage der Wahl das erneute Aufrollen der E-Mail Affäre nicht berücksichtigt.
    Ausserdem liegt Trump z.B. bei Rasmussenreports Umfragen (www.rasmussenreports.com) gleichauf mit Clinton und bei AI Voraussagen sogar vorne!(http://www.independent.co.uk/news/world/americas/us-elections/mogia-ai-system-that-correctly-predicted-last-3-us-elections-says-donald-trump-will-win-artificial-a7384671.html)
    20 1 Melden
  • Hoppla! 30.10.2016 14:23
    Highlight Die Quadratur des Kreises:

    Keine Schulbildung, kein Geld, keine Eigeninitiative, aber "auch wenn sie sich eingestehen, dass sie etwas Hilfe gebrauchen könnten, sind sie irgendwie zu stolz".

    Was möchte man dann? Die Zeiten 30, 40, 50 Jahre zurückdrehen und alles ist gut?
    10 10 Melden
  • Nausicaä 30.10.2016 14:12
    Highlight Arbeiterkind hier. Werde mir das Buch von Vance besorgen. Vielen Dank auch für diesen Artikel, das nenn ich guten Journalismus. Solcher der aufklärt, anstatt die ewig selben Pfade breitzutreten.
    44 1 Melden
  • smoking gun 30.10.2016 12:33
    Highlight Ich bin immer davon ausgegangen, dass die "Revolution" von den Linken ausgehen wird. Nun stelle ich seit einiger Zeit mit einem gewissen Erstaunen fest, sie kommt von den Rechten. Die "weissen Arbeiter" haben gemerkt, dass ihre Arbeitskraft eigentlich nur noch dazu dient, die sogenannte Elite - oder dieses ominöse 1 Prozent - reicher und mächtiger zu machen. Die Falle ist ca. Anfang der
    80er Jahre zugeschnappt, als man uns das "Trickle-down-System" als eine Wohltat für alle verkauft hat. Seitdem ist der Neoliberalismus ein Modell, an dem nicht mehr gerüttelt werden darf.
    39 3 Melden
    • SemperFi 30.10.2016 17:23
      Highlight Spannend ist ja, das wir dieses Phänomen in der Schweiz auch haben. Das meiste was die SVP macht, schadet genau denen die sie wählen. Und die merken das nicht mal!
      33 9 Melden
    • Zuagroasta 30.10.2016 18:20
      Highlight Manche Soziologen sprechen mittlerweile über eine Einteilung (Kulturalisierung) die weit über die üblichen Schemata von Links/Rechts hinausgehen und nebenbei noch ganz andere Grenzen, sei es "Ethnie", Stand,
      Religion, usw., einreissen.
      An Trump und seinen Anhängern kann man dies teils gut festmachen,
      wie schwierig es ist, dort klare Linien zu finden.
      20 0 Melden
  • tsiregis 30.10.2016 12:07
    Highlight Frage: Habt Ihr in diesem Artikle die neue E-mailstory schon berüchsicht? Ich bin gespannt auf deren Niederschlag in den Modellen von New york Times, CNN und namentlich von FiveThirtyEight.com, dem aus meiner Sicht weitaus besten Voraussagemodell, das alle Polls praktisch realtime einfängt und auch erklärt. Die neuste ABC poll zum Beispiel ist sendertechnisch, da die mit einer Narrowingprognose natürlich höhere Einschaltquoten machen.....
    23 5 Melden
  • Pirat der dritte 30.10.2016 11:58
    Highlight Die USA sind ein unglaublich vielseitiges und vielschichtiges Land mit 52 Staaten, die tw sehr unterschiedlich ticken. Der Artikel ist sicher zutreffend für die angesprochenen Regionen, ein Kalifornier oder Bewohner Denvers wird sich nicht betroffen fühlen. Die Wirtschft der USA hat sich immer schnell und radikal gewandelt und Opfer hinterlassen. Trotzdem ist sie die innovativste der Welt zB. Internet, Software, Tesla etc etc. I love USA und freue immer wieder privat oder geschäftlich dort unterwegs zu sein.
    24 20 Melden
    • Sanchez 30.10.2016 13:00
      Highlight Bundesstaaten hat es deren 50.
      *Klugscheissmodus off* ;-)
      26 0 Melden
    • HabbyHab 31.10.2016 11:44
      Highlight 50 Staaten und dann gibt es da noch DC
      1 0 Melden
    • Sanchez 31.10.2016 12:55
      Highlight Nope, HabbyHab. DC ist lediglich Regierungsdistrict. Inmitten von Maryland und Virginia..
      3 0 Melden
    • HabbyHab 31.10.2016 20:08
      Highlight Das meinte ich damit auch ;) 50 Staaten und DC, die Leute ohne wirkliche Rechte (die können sehr wenig wirklich selbst bestimmen)
      0 0 Melden
  • Adrian Habegger 30.10.2016 11:40
    Highlight Dieser Artikel könnte auch die SVP Wählerschaft beschreiben..
    Ist leider so das Populisten immer gleich Vorgehen: Bestehende Probleme herausschälen, Schuldige bezeichnen und gegen diese hetzen... ( siehe Minarett, Burka, Masseneinwanderung, Ausschaffungs und Durchsetzungsinitiative)
    49 63 Melden
    • leclerc 30.10.2016 16:15
      Highlight Obwohl nicht Fan der SVP finde ich es heikel, deren Wähler als ungebildete Rednecks zu beschreiben. Hat auch viele "Studierte" in der Sünnelipartei..
      21 6 Melden
    • JoeyOnewood 31.10.2016 12:02
      Highlight Ich sehe es ähnlich wie leclerc. Ich denke, man kann die Lage der ländlichen Unterschicht in Amerika kaum mit irgendeiner Schicht in der Schweiz vergleichen. So Perspektivlos sind in CH zum Glück relativ Wenige - mit Sicherheit nicht 30% oder, wenn man die Abstimmung zur Minarettinitiative nimmt, sogar über 50%.
      1 0 Melden
    • Adrian Habegger 31.10.2016 15:28
      Highlight Naja es gibt auch studierte Trump Fans... Natürlich kann man nicht jedes Detail vergleichen aber das Muster sehr wohl: In beiden Fällen wählen Menschen Politiker die ihnen unmöglich umsetzbare aber beinahe extremistische Lösungen für Probleme versprechen die aber nur Symptome aber nicht die Ursachen bekämpfen...
      1 0 Melden
  • Harry Held 30.10.2016 11:22
    Highlight Wurde wohl oder über VOR dem neuen Emailgate geschrieben und nicht angepasst. Wir werden sehen!
    28 9 Melden
  • Angelo C. 30.10.2016 10:44
    Highlight Gut durchdachter Artikel mit mutmasslich mehrheitlich zutreffenden Inhalten, in denen ich meine eigenen Ansichten so ziemlich widergespiegelt finde 👏!

    Nun wird's also spannend, je näher der Wahltag rückt....

    Wir könnten ja auf WATSON eine Art Wettbüroseite mit den voraussichtlichen Prozentzahlen aufschalten und der am nächsten liegende Gewinner erhält eine lederne Miniaturkopie der Freiheitsstatue 😄!





    70 27 Melden
  • rodolofo 30.10.2016 09:57
    Highlight Lieber Kian,
    Du sprichst mir aus dem Herzen!
    Ich habe in meinem Leben sehr viel mit "ArbeiterInnen" zu tun, denen es in ihrem täglichen Kampf in prekären Arbeitsbedingungen und dem improvisierten "Durchwurschteln" meist nicht möglich ist, sich politisch zu engagieren, die Welt zu bereisen und sich einen Überblick zu verschaffen.
    Erst aus der "Flugzeug-Perspektive" werden ja gewisse grössere Zusammenhänge sichtbar!
    Nichts desto Trotz sind mir diese Leute sehr ans Herz gewachsen, weil sie echt sind, spontan und herzlich.
    Dass sie sich in ihrer bedrängten Lage radikalisieren, erstaunt mich nicht.
    56 12 Melden
  • Luca Brasi 30.10.2016 07:54
    Highlight Danke Herr Ramezani! Endlich mal ein Artikel, der nicht pauschalisiert und von "dummen weissen Männern" spricht, die Trump wählen.
    Ein Artikel, der Fehlentwicklungen aufzeigt und unaufgeregt analysiert. Stark.
    104 10 Melden
    • koks 30.10.2016 16:30
      Highlight brasi, sehe ich genaus so. eine löbliche ausnahme für einmal hier auf watson.
      14 1 Melden
  • FrancoL 30.10.2016 02:33
    Highlight Eine echte Wahl zu haben würde wohl heissen einen Republikaner aufstellen der ihnen dann auch Hilfe verspricht und das scheint mir nun auch wirklich keine machbare Option. Ich glaube kaum dass ein Republikaner eine Wirtschaft in Schwung bringen mag die nichts mehr einbringt, ergo müssen sich diese Weissen Arbeiter selbst helfen und sich die tragende Wirtschaft erarbeiten oder ihr zuwenden und sich nicht mit einem Bashing gegen andere Minderheit begnügen. Vielleicht könnten sie ja auch erwägen über ihren Schatten des "Weissen Mannes" zu springen.
    29 34 Melden
  • Karl Müller 30.10.2016 02:29
    Highlight Sehr angenehm, einen so sachlichen und unaufgeregten Artikel zur US-Präsidentenwahl hier auf Watson lesen zu können.
    137 1 Melden

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