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A man watches a TV screen showing file footage of U.S. President Donald Trump, left, and North Korean leader Kim Jong Un during a news program at the Seoul Railway Station in Seoul, South Korea, Sunday, May 13, 2018. North Korea said Saturday that it will dismantle its nuclear test site in less than two weeks, in a dramatic event that would set up leader Kim Jong Un's summit with President Donald Trump next month. Trump welcomed the

Nordkorea droht die Friedensverhandlungen mit den USA abzusagen. Bild: AP/AP

Kim Jong Un droht Trump mit Absage: War nun alles für die Katz? – 6 Antworten



Was ist passiert?

Aus Verärgerung über ein Militärmanöver unweit seiner Grenze droht Nordkorea mit einer Absage des historischen Gipfels zwischen Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump. Pjöngjang habe kein Interesse am Treffen, falls es auf «einseitigen» Forderungen nach einer Abkehr von Atomwaffen beruhe, teilte ein Regierungsvertreter mit.

Wenn die US-Regierung «uns in die Enge treibt und einseitig fordert, dass wir Atomwaffen aufgeben, haben wir kein Interesse mehr an Gesprächen», sagte der nordkoreanische Vize-Aussenminister Kim Kye Gwan am Mittwoch laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA. Eine Denuklearisierung Nordkoreas nach dem Vorbild Syrien käme nicht infrage.

Wegen dem Militärmanöver hatte Nordkorea wenig zuvor ein für Mittwoch geplantes Versöhnungstreffen mit ranghohen Vertretern Südkoreas abgesagt. 

Was hat es mit dem Militärmanöver auf sich?

Stein des Anstosses ist aus Sicht Pjöngjangs ein jährlich stattfindendes Grossmanöver der südkoreanischen und amerikanischen Luftwaffe namens «Max Thunder», an dem auch Langstreckenbomber und Kampfjets beteiligt sind.

Die zweiwöchige Übung vom 11. bis 25. Mai simuliere einen Angriff auf den Norden und sei eine «bewusste militärische Provokation», kritisierte die von Machthaber Kim als Sprachrohr genutzte Nachrichtenagentur KCNA. Damit würden «die Friedensbemühungen und guten Absichten» des Nordens untergraben.

Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums erklärte, die Militärübungen seien lange angekündigt gewesen, es handle sich um regelmässige Frühlingsmanöver. Diese seien seit Jahrzehnten defensiver Natur und dienten dazu, Südkoreas Verteidigungsfähigkeit zu sichern.

Warum sagte Kim das Treffen mit Südkorea ab?

Hintergrund ist die historische Gipfelerklärung der beiden koreanischen Nachbarländer vom 27. April. Im Grenzort Panmunjom hatten Kim und Südkoreas Präsident Moon Jae In eine gemeinsame Erklärung über Frieden und Aussöhnung unterzeichnet. Nordkorea erklärte sich darin auch zum Abbau seines Atomprogramms bereit.

FILE - In this April 27, 2018, file photo, North Korean leader Kim Jong Un, left, and South Korean President Moon Jae-in raise their hands after signing a joint statement at the border village of Panmunjom in the Demilitarized Zone. Moon has stepped into the spotlight as he drives a new global push to settle the nuclear standoff with Pyongyang. (Korea Summit Press Pool via AP, File)

Eben waren sie noch Freunde: Kim Jong Un und Moon Jae In am 27. April. Bild: AP/Korea Summit Press Pool

«Es gibt eine Grenze dafür, guten Willen zu zeigen und Möglichkeiten zu eröffnen», hiess es in dem KCNA-Bericht. «Die historische Panmunjom-Erklärung kann nicht allein durch die unilateralen Bemühungen einer Seite umgesetzt werden.» Das «Schicksal des Gipfeltreffens zwischen Nordkorea und den USA» stehe auf dem Spiel, dessen müsse sich Washington bewusst sein.

Die für Mittwoch geplanten Versöhnungsgespräche mit Gesandten aus Seoul hätten wieder südlich von Panmunjom stattfinden sollen. Ziel wäre gewesen, den Worten vom Gipfel am 27. April weitere Taten folgen zu lassen und die Zusammenarbeit beider Staaten zu konkretisieren. Durch die Gespräche hätte Südkorea «die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung und einen dauerhaften Frieden schaffen» wollen.

Warum ist die Versöhnung zwischen Kim und Südkorea so wichtig?

Der Konflikt zwischen Nord- und Südkorea schwelt seit Jahrzehnten und gilt aufgrund der atomaren Bewaffnung des Nordens als einer der gefährlichsten der Welt. Der Korea-Krieg (1950-1953) zwischen dem kommunistischen Norden und der Republik Südkorea mit Millionen Toten zementierte die Spaltung. Einen Friedensvertrag gibt es bis heute nicht.

Wiedersehen nach 60 Jahren

Wie reagiert Trump auf Kims Drohung?

Trump selbst hat sich noch nicht zu den jüngsten Entwicklungen geäussert. In Washington hingegen fiel die Reaktion gelassen aus. «Wir sind uns des Medienberichts aus Südkorea bewusst. Die Vereinigten Staaten werden prüfen, was Nordkorea unabhängig davon gesagt hat», erklärte Trumps Sprecherin Sarah Sanders.

White House press secretary Sarah Huckabee Sanders speaks during the daily press briefing at the White House, Wednesday, May 9, 2018, in Washington. (AP Photo/Evan Vucci)

Sarah Sanders.  Bild: AP/AP

Zuvor hatte das US-Aussenministerium bereits verkündet: «Wir machen weiter und treiben die Planungen für das Treffen von Präsident Trump und Kim Jong Un voran.»

Ist es mit der Aussicht auf Frieden nun dahin?

Abwarten. In den vergangenen Wochen wurden die Hoffnungen auf eine Lösung des Konflikts wieder genährt – nicht zuletzt durch die Ankündigung des ersten direkten Treffens überhaupt zwischen den Staatschefs Nordkoreas und der USA, das nach bisherigem Stand am 12. Juni in Singapur stattfinden soll.

Zwar ist nach wie vor unklar, wie und bis wann die «komplette Denuklearisierung» der koreanischen Halbinsel erreicht werden soll. Doch hat der versprochene Rückbau des zentralen Atomtestgeländes im Norden laut Experten bereits begonnen. Nordkorea kündigte am Wochenende zudem an, die Testanlage zwischen dem 23. und 25. Mai zu sprengen. Allerdings gab es zuletzt ohnehin widersprüchliche Angaben dazu, ob das Testgelände nach den früheren unterirdischen Atomtests überhaupt noch nutzbar war.

In dem Komplex Punggye-ri hatte Nordkorea seine sechs Atomtests durchgeführt, den bisher letzten und stärksten im September 2017. Der UNO-Sicherheitsrat verschärfte daraufhin nochmals die Sanktionen gegen das abgeschottete Land. Die Führung in Pjöngjang will mit der Zerstörung des Atomtestgeländes demonstrieren, dass es das Land mit seinen Ankündigungen ernst meint und verhandlungsbereit ist. (sar/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Oh Dae-su 16.05.2018 16:17
    Highlight Highlight Der Kim macht das schon schlau. Wenn die Verhandlungen jetzt scheitern, kann er sich seinem Volk als der Gutmütige Herrscher verkaufen, der ja Frieden wollte aber gescheitert ist, wegen dem Amerikanischen Aggressor. Kommt der Frieden trotzdem zu Stande, hat er sowieso gewonnen.
    Die Amis sind aber auch unfähig. Jedes Jahr gibt es wegen dieser Militärübung einen riesen Aufschrei in Nordkorea. Da braucht man kein Experte zu sein, um zu merken, dass es sicherlich nicht förderlich für die Verhandlungen ist, die Übung dieses Jahr wieder durchzuführen...
  • Mikey51 16.05.2018 12:41
    Highlight Highlight Wie kann die Trumpregierung erwarten, dass man ihren Versprechen glaubt? Die Regierung beweist doch laufend, dass Verträge nicht einmal das Papier wert sind, auf denen sie geschrieben wurden. Somit verstehe ich die Koreaner, dass sie den USA und Trump nicht trauen und somit sind auch konstruktive Gespräche kaum zu erwarten. Vielleicht sollte sich Trump einmal überlegen wie sein Verhalten ausserhalb der USA wahrgenommen wird.
  • Vanessa_2107 16.05.2018 10:33
    Highlight Highlight Kim ist ein cleverer Taktiker. Er weiss genau, wie wichtig Trump ein Erfolg ist (sogar den Nobelpreis könnte er gewinnen). Aber auch Kim möchte sich auf der Weltbühne präsentieren. Weil Kim das weiss, schaut er nun, was Trump dieser Erfolg wert ist, zu welchen Zugeständnissen Trump bereit ist. Kim wird aber kaum bereit sein, Atomwaffen aufzugeben. Er müsste viel mehr geben als die Anderen. Am Schluss hatten Kim und Trump ev. einfach ihren Auftritt vor der Welt. Zudem muss sich Kim nach dem die USA aus dem Irandeal ausgetreten sind eh fragen wie weit man Trump trauen kann...und umgekehrt...
    • Raphael Stein 16.05.2018 15:03
      Highlight Highlight ...Aber auch Kim möchte sich auf der Weltbühne präsentieren. Weil Kim das weiss, schaut er nun, was Trump diese

      Kim will überleben. Das ist alles. Und seine Firma in aller Ruhe weiter führen.
  • TheRealSnakePlissken 16.05.2018 09:50
    Highlight Highlight Das ist Verhandlungspoker um die eigenen Positionen zu stärken. Würde ich nicht übergewichten.🚀🔫👻
    • Ueli der Knecht 16.05.2018 12:42
      Highlight Highlight Trump pokert. Die Iraner spielen Schach. Die Chinesen Go. Und Kim spielt Yut.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Yut
    • swisskiss 16.05.2018 13:02
      Highlight Highlight Es ist schon entscheidend, mit welcher Blattstärke man blufft, bluffen kann...

      Nordkorea ist bekannt, auch weit fortgeschrittene Verhandlungen abrupt zu beenden und zu torpedieren ( 6 Staaten Gespräche)

      Im Gegensatz dazu der selbsternannte "Dealmaker" der mit vollmundigen Versprechungen, die eigene Position schon geschwächt hat.

      Ein Scheitern der Gespräche würde Trump mehr schaden, als Kim.

      Der grundsätzliche Fehler Trumps war von Anfang an, Sondierungsgespräche und Verhandlungen nicht auf untere Stellen zu delegieren und den Mund zu halten, bis konkrete Ergebnisse vorliegen.
  • kvinne aka white milk aka MC Pleonasmus 16.05.2018 08:53
    Highlight Highlight "Trump selbst hat sich noch nicht zu den jüngsten Entwicklungen geäussert." Waaaas? Noch kein Tweet abgesetzt? Ist er krank? Wurde er entführt? Hat er keinen Empfang? Da kann was nicht stimmen!!
    • Paddiesli 16.05.2018 11:23
      Highlight Highlight Twitter is down! ;)
  • Hugo Wottaupott 16.05.2018 08:49
    Highlight Highlight Guantanamo meets Arbeitslager.
  • Eric Lang 16.05.2018 08:37
    Highlight Highlight Ich verstehe das Kim da ein wenig angepisst ist!
    Halbwegs intelligente Verhandlungspartner, hätten ihm im Vorfeld erklärt, dass man die Übung so kurzfristig nicht mehr absagen könne und hätten um Verständnis gebeten.
    • Vanessa_2107 16.05.2018 11:39
      Highlight Highlight Heute hätte sich Nord- mit Südkorea getroffen. Das Treffen "Trump Kim" ist m.E. noch nicht definitiv abgesagt...
  • Posersalami 16.05.2018 08:24
    Highlight Highlight Dann sitzen die USA eben auch auf der koreanischen Halbinsel nicht mehr mit am Tisch, so what. NK und SK können doch auch selber verhandeln und SK kann den USA dann mitteilen, bis wann welche Truppen das Land zu verlassen haben.

    Das Problem an der Sache: die Präsenz der USA in SK zielt auf China, nicht auf NK. So schnell werden die sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen.
  • Butzdi 16.05.2018 08:23
    Highlight Highlight Es gab so ähnliche ‚Annäherungen‘ mit Friedensversprechen schon 2000 und 2007.
    ich bin mir immer noch ziemlich sicher, dass Kim nur Trump eins auswischen will. Komplett einseitige Eingeständnisse machen rein objektiv gesehen Null Sinn.
  • Janis Joplin 16.05.2018 08:19
    Highlight Highlight Dachte mir, dass das soweit kommt. Klingt etwas zu gut um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch.
  • Margherita Turdo 16.05.2018 08:11
    Highlight Highlight also wenns e priis würd geh für die grusigsti frisur wär de kim nummere eis guete morge watson läser und watson
    • Mikey51 16.05.2018 12:44
      Highlight Highlight Da gits aber tuuuuusigi vo Mane wo au i de Schwiz mit de gliche Frisur umelaufet.
    • Ursus ZH 16.05.2018 14:24
      Highlight Highlight Ich finde im Trump sini Friise abscheulich. Im Kim sini isch aber modern. No nid gwüsst?
  • Ursus ZH 16.05.2018 08:03
    Highlight Highlight Kim zeigt seinen guten Willen, lässt im Vorfeld zu Gesprächen amerikanische Gefangene frei, trifft sich mit der südkoreanischen Regierung für Friedensgespräche, ist bereit zu multilateralen Verhandlungen, und was macht Trump? Provokation mit Kriegsmanövern, Vertragsbruch des Iran-Abkommens, giesst Öl ins Feuer im Nahen und Mittleren Osten und verhindert dort Friedenslösungen durch die provokative Botschaftsverlegung nach Jerusalem,etc., etc.
    Mal ehrlich, wer würde mit diesem Despoten gerne verhandeln?
  • rodolofo 16.05.2018 07:43
    Highlight Highlight Hahahaa! Da hat der Poker-Spieler, Bluffer und Casino-Kapitalist Trump ja genau den halb-irr lachenden "Spiel"-Partner gefunden, den er verdient!
    Zwei "Böse Clowns", der Eine falscher, als der Andere, dafür aber wenigstens mit Echt-Haar, spielen mit einem grossen Ball, nämlich mit unserem Planeten...
  • Alice36 16.05.2018 07:38
    Highlight Highlight Hat den jemand ernsthaft geglaubt Kimi würde einfach so vom Saulus zum Paulus? "Dumb Trump" vielleicht. Kimi hat kein Testgelände mehr und hat seine Diplomatie, oder was er dafür hält, angepasst. Das heisst aber noch lange nicht das er einfach seine Raketen und Bömbchen links liegen lässt und dem Orangen in den Hintern kriecht und sein Ego poliert. Das Geschwafel zur denuklearisierung von NK kam immer nur von US Seite in deren Administration gegenwärtig nur noch Märchenerzähler ein auskommen finden. Wir werden sehen was der 12. Juni wirklich bringt.
  • LupaLouu 16.05.2018 07:34
    Highlight Highlight Was ist schlecht frisiert, in Amerika wohnhaft und manchmal etwas unbeholfen?

    Ein Trumpeltier
  • Bettmümpfeli 16.05.2018 07:33
    Highlight Highlight Der Moment wo du denkst: irgendwie hat Nordkorea recht. Hätte man nicht einmal auf diese "Machtdemonstration" verzichten können, um zu zeigen, dass man auch zu Zugeständnissen bereit ist?
  • De Pumuggel 16.05.2018 07:06
    Highlight Highlight warum konnten die das järliche verteidigungsmanöver dieses jahr nicht einfach absagen? Kann man durchaus als provokation verstehen.

    Und eine denuklearisierung müsste auf beiden Seiten geschehen. Ich glaube kaum das Kim jemals einer einseitigen denuklearisierung nordkoreas zustimmen wird.
  • MeinSenf 16.05.2018 06:34
    Highlight Highlight And here goes der Nobelpreis :-D
  • lilie 16.05.2018 06:30
    Highlight Highlight Völlig unpassender Kommentar: Mir gefällt, dass Sanders in watson-Pink auftritt! 😂😂😂
    • Bert der Geologe 16.05.2018 09:26
      Highlight Highlight @Lilie: habe zuerst gemeint, du sprichst vom Bernie Sanders.
  • Sebastian Wendelspiess 16.05.2018 06:10
    Highlight Highlight „Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums erklärte, die Militärübungen seien lange angekündigt gewesen, es handle sich um regelmässige Frühlingsmanöver. Diese seien seit Jahrzehnten defensiver Natur und dienten dazu, Südkoreas Verteidigungsfähigkeit zu sichern.“

    Haha, die USA und defensiv... wers glaubt.
    • Fabio74 16.05.2018 07:22
      Highlight Highlight Wie naiv muss man eigentlich srin zu glaubrn Südkorea würde OHNE USA noch existieren?
      Es waren die Amerikaner die nach dem Überfall des Nordens mit UNO-Mandat eingriffen. Und seit dem Waffenstillstand Südkorea schützen.
  • roebix3 16.05.2018 05:59
    Highlight Highlight 🤦🏻‍♂️

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