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President Donald Trump speaks with Philippines President Rodrigo Duterte, right, at an ASEAN Summit dinner at the SMX Convention Center, Sunday, Nov. 12, 2017, in Manila, Philippines. (AP Photo/Andrew Harnik)

Donald Trump und Rodrigo Duterte in Manila.  Bild: AP/AP

Trump kritisiert Dutertes Drogenkrieg nicht ++ Demonstranten verbrennen Trump-Figuren



US-Präsident Donald Trump ist am Montag vom philippinischen Staatschef Rodrigo Duterte in Manila empfangen worden. Der US-Präsident verzichtete darauf, den brutalen Anti-Drogen-Kampf von Duterte zu brandmarken.

Trump war vor dem Treffen von vielen Seiten aufgefordert worden, beim Treffen auch die Todesschwadronen auf den Philippinen anzusprechen. Duterte ist wegen seines brutalen Vorgehens gegen Drogenkriminelle mit Tausenden Toten höchst umstritten. Er wird auch wegen seines Regierungsstils scharf kritisiert.

Nach dem Treffen gab es widersprüchliche Angaben, ob der US-Präsident die Menschenrechte angeschnitten hat. Trumps Sprecherin Sarah Sanders sagte: «Menschenrechte kamen kurz im Zusammenhang mit dem Kampf der Philippinen gegen illegale Drogen zur Sprache.» Es sei um den Kampf gegen die Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS) und Handelsfragen gegangen.

Dutertes Sprecher Harry Roque sagte jedoch, über Menschenrechte oder ungesetzliche Tötungen sei in der gut 40-minütigen Unterredung gar nicht gesprochen worden. Duterte habe von sich aus über die «Drogenplage» in seinem Land berichtet. Trump habe dazu keine rechte Position gehabt, aber mehrfach zustimmend genickt.

«Gutes Verhältnis zu Duterte»

Roque sagte weiter, Trump habe wörtlich gesagt, er sei immer schon ein Freund der Regierung Duterte gewesen, anders als frühere Regierungen. Duterte hatte Trumps Vorgänger Barack Obama öffentlich als Hurensohn beschimpft. Trump sagte, er habe ein gutes Verhältnis zu Duterte.

Die beiden Staatschefs trafen sich am Rande des Gipfels der südostasiatischen Staatengemeinschaft (ASEAN), der noch bis Donnerstag dauert. Der Auftakt wurde von Protesten begleitet, bei welchen auch der US-Präsident kritisiert wurden.

Fast 2000 Demonstranten zogen durch Manila und riefen Anti-Trump-Slogans. Auch Figuren des US-Präsidenten, darunter eine mit vier Armen in der Form eines Hakenkreuzes, wurden durch die Strassen getragen.

Die Polizei setzte Wasserwerfer und Schallgeräte gegen die Demonstranten ein; Polizisten berichteten, sie seien mit Stöcken und Steinen von den Demonstranten angegriffen worden. Mindestens 16 Menschen wurden verletzt, 6 Polizisten und 10 Demonstranten. Die Zusammenstösse geschahen etwa sechs Kilometer vom Gipfelort entfernt.

Trump hält sich noch bis Dienstag in Manila auf. Es ist die letzte Station einer Asien-Reise. (sda/dpa)

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