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Sie stellen den Interims-Polizeichef: Kämpfer des neonazistischen Azow-Bataillons. Bild: VALENTYN OGIRENKO/REUTERS

Ex-Kämpfer von Neonazi-Bataillon wird Interim-Polizeichef in der Ukraine

14.11.16, 16:12

Rückschlag für die Reformkräfte in der Ukraine: Die georgischstämmige Polizeichefin Chatija Dekanoidse hat am Montag ihren Rücktritt erklärt. Das teilte das Innenministerium in Kiew mit. Die 39-Jährige hatte seit 2014 den Aufbau einer modernen Polizei in der Ex-Sowjetrepublik vorangetrieben.

Zunächst arbeitete sie als Beraterin von Innenminister Arsen Awakow, seit November 2015 als Chefin der Polizei. Die ehemalige georgische Bildungsministerin hatte dafür die ukrainische Staatsbürgerschaft angenommen.

Kampfeinsatz in der Ost-Ukraine

Vorläufig übernahm der Karrierepolizist Wadim Trojan die Leitung der Polizei. Er stammt wie Awakow aus Charkow und hat zeitweise in dem umstrittenen ultranationalistischen Freiwilligenregiment Asow in der Ostukraine gekämpft.

Auch die Zollchefin des Gebietes Odessa, Julia Maruschewskaja, bat am Montag um ihre Entlassung. Die 27-Jährige war während der prowestlichen Proteste im Winter 2013/2014 bekannt geworden und hatte 2015 den wichtigen Posten in der Hafenstadt am Schwarzen Meer übernommen.

Die Schande von Odessa

Sie galt als Vertraute von Michail Saakaschwili, der vergangene Woche als Gouverneur von Odessa zurückgetreten ist. Der Ex-Präsident Georgiens warf der Führung um Präsident Petro Poroschenko Korruption und mangelnden Reformwillen vor. (sda/dpa)

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Brikne, 20.7.2017
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