International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
A grave of an unknown soldier who died during the fighting for the airport outside Donetsk, Ukraine, Sunday, Dec. 7, 2014. The airport itself has been totally destroyed. French President Francois Hollande met with Russia's Vladimir Putin during an impromptu visit to Moscow on Saturday, a rare display of goodwill as tensions remain high over the ongoing conflict in east Ukraine and France's decision to suspend the delivery of two warships to Moscow. (AP Photo/Balint Szlanko)

Eines von vielen Opfern: Grab eines unbekannten Soldaten ausserhalb von Donezk. Bild: Balint Szlanko/AP/KEYSTONE

Brüchige Waffenruhe

Seit April starben in der Ukraine über 4600 Menschen

13.12.14, 21:53

Bei den Gefechten zwischen Regierungseinheiten und prorussischen Separatisten in der Ostukraine sind laut der Uno seit April mehr als 4600 Menschen getötet worden. Zudem wurden in den dortigen Unruheregionen Donezk und Lugansk insgesamt etwa 10'000 Soldaten, Aufständische und Zivilisten verletzt.

Das geht aus einem Bericht der Uno-Nothilfeorganisation (OCHA) mit Sitz in New York hervor, den Medien in Kiew veröffentlichten. Mindestens 1,1 Millionen Menschen seien aus dem Krisengebiet geflüchtet, entweder ins Landesinnere der Ex-Sowjetrepublik oder in Nachbarstaaten – davon die meisten nach Russland, heisst es darin.

«Anti-Terror-Offensive»

Im April hatte die prowestliche Führung in Kiew eine «Anti-Terror-Offensive» gegen Aufständische im Osten gestartet. Die Konfliktparteien nahmen am vergangenen Dienstag einen neuen Anlauf für eine Waffenruhe. Seither gab es mindestens fünf Tote auf Seiten der Armee. Innerhalb von 24 Stunden sei es zwar zu vereinzelten Schusswechseln gekommen, sagte Andrej Lyssenko vom Sicherheitsrat in Kiew am Samstag. Aber Angaben über Opfer oder grössere Sachschäden gebe es keine.

Die Sichtung einer Drohne über Mariupol, der Stadt, die auf dem Landweg von Russland zur annektierten Krim liegt, beunruhigte Kiew. «Die Aufklärungsaktivitäten des Feindes sind intensiver geworden», hiess es in einer Erklärung der Streitkräfte. Wegen einer nicht näher bezeichneten Gefahrenlage ordnete die Luftfahrtbehörde die Schliessung der Flughäfen in Dnjepropetrowsk, Charkow und Saporoschje an. Der Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Betriebs sei unklar, sagte Behördensprecher Denis Antonjuk.

Burkhalter: «Positives Zeichen»

In einer Erklärung bezeichnete der Schweizer Bundespräsident und scheidende Vorsitzende der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Didier Burkhalter, die «signifikante Reduktion» der Kämpfe, als ein «positives Zeichen». Er rief alle Konfliktparteien auf, ihre Anstrengungen für die vollständige Umsetzung des im September in Minsk vereinbarten Friedensplans fortzusetzen. (dhr/sda/dpa/afp)

Der Ukraine-Konflikt

Mehr «International»



Abonniere unseren Daily Newsletter

1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 14.12.2014 13:36
    Highlight Der UA ist es nicht gelungen den Osten unter Kontrolle zubringen und hat im Donbass verloren. Der Westen konnte sein Ziel, die Kontrolle über die UA inklusive der für RUS wichtigen Rüstungsindustrie und den Rohstofffeldern im Donbass nicht erreichen und muss sich nun mit der wertlosen West-UA begnügen. RUS hat sein Ziel erreicht. Der Donbass bleibt unter Kontrolle der Volksrepubliken, die sich an RUS orientieren. Die Kontrolle über die Rüstungsindustrie und Rohstoffe bleibt erhalten. Die Sanktionen spielen bei der Bewertung kaum eine Rolle, weil sie beide Seiten gleichermassen betreffen.
    1 0 Melden

SP-Nationalrat wollte in der Türkei Prozess beobachten und musste Flucht ergreifen

Um sich ein Bild vor Ort zu machen, bereiste der SP-Nationalrat Fabian Molina die Osttürkei. Sein Versuch als Beobachter an einem Gerichtsprozess teilzunehmen, scheiterte.

Gemeinsam mit dem emeritierten Soziologie-Professor Ueli Mäder und dem Präsidenten des Schweizerischen Friedensrats Ruedi Tobler bereiste der SP-Nationalrat Fabian Molina anfangs Oktober die Osttürkei. Fünf Tage war die kleine Reisegruppe unterwegs. Zurückgekommen ist sie mit einem Strauss voller intensiver Erfahrungen. 

Die Mission sei gewesen, sich ein Bild der aktuellen Situation in der Türkei und speziell von derjenigen der ethnischen Minderheiten zu verschaffen. Seit seinem …

Artikel lesen