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Der befreite Saakaschwili, an der rechten Hand ist noch die Handschelle. Bild: AP/AP

Saakaschwili flieht auf Dach, droht mit Suizid, wird verhaftet und von Anhängern befreit

05.12.17, 10:40 05.12.17, 19:17


Wenige Stunden nach seiner Festnahme in Kiew ist der georgische Ex-Präsident und ukrainische Oppositionelle Michail Saakaschwili aus einem Gefangenentransporter befreit worden. Hunderte seiner Anhänger hatten zuvor die Strasse blockiert.

Der befreite Mikhail Saakaschwili spricht zu seinen Anhängern. Bild: AP/AP

Sie zerstachen die Reifen des Busses, in welchem Saakaschwili war, und warfen die Windschutzscheibe ein. Nach rund drei Stunden zogen die Demonstranten den 49-Jährigen aus dem Fahrzeug heraus.

Saakaschwili forderte die Demonstranten in der Folge dazu auf, in Richtung Parlament zu ziehen, um den Rücktritt von Petro Poroschenko zu fordern.

Festnahme von Michail Saakaschwili am Dienstag in Kiew. Bild: AP/AP

Zunächst war der Politiker am Dienstagmorgen nach einer Hausdurchsuchung auf das Dach seines Wohnhauses geflohen. Dort drohte er nach Medienberichten damit, sich umzubringen. Die Ermittler zerrten Saakaschwili vom Dach und brachten ihn in den Gefangenenbus.

Anhänger liefern sich eine Schlacht mit der Polizei. Bild: EPA/EPA

Staatenlos

Saakaschwili ist zur Zeit staatenlos. Ihm wurde im Juli während eines USA-Aufenthalts die vor zwei Jahren verliehene ukrainische Staatsbürgerschaft entzogen, nachdem er sich mit Staatschef Petro Poroschenko überworfen hatte. Kurz darauf kehrte er jedoch in einer spektakulären Aktion in die Ukraine zurück.

2015 hatte er bereits die Staatsangehörigkeit seines Heimatlandes verloren, weil er den ukrainischen Pass angenommen hatte. Saakaschwili droht nun auch die Abschiebung nach Tiflis. Georgien hat wegen Ermittlungen zu Korruption und Amtsmissbrauch um eine Auslieferung gebeten. (sda/dpa)

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Brikne, 20.7.2017
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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Stirber 05.12.2017 15:28
    Highlight Ist er nun Prowestlich oder nicht? Im Artikel steht, dass er Prowestlich ist, aber auch dass seine Demonstrationen vermutlich von nach Modkau geflohenen Politikern bezahlt wurde. Weiss hier jemand mehr und kann mir dass erklären?
    24 1 Melden
    • pique dame 05.12.2017 16:53
      Highlight Saakaschwili genoss seine Ausbildung im Westen und wollte Georgien entsprechend den dort erlernten Werten reformieren. Er tat viel für die Korruptionsbekämpfung in seinem Land und auch in der Ukraine. Im Artikel steht ja, dass die Behörden, sprich Poroschenko und co. sagen er habe Kriminelle unterstützt, somit ist das nur ihre Sicht der Dinge. Ausserdem ist dieses Argument unglaubwürdig, da Saakaschwili ein grosser Feind des Putin'schen Russlands ist, da er den russischen Einfluss in Georgien begrenzen wollte.
      13 5 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 05.12.2017 17:01
      Highlight @pique Dame genau und zwar mit Waffengewalt und der Nato im Rücken...
      6 7 Melden
    • dmax 05.12.2017 18:08
      Highlight wendelspiess, doch immer noch besser als die russen oder die chinesen im rücken!
      oder weisst du nicht wer zu europa gehört???
      7 7 Melden
    • dmax 05.12.2017 18:34
      Highlight aaaach wendelspiess, wer sollte er dir demzufolge im rücken haben?
      die japanische mafia???
      5 2 Melden
    • pique dame 05.12.2017 21:57
      Highlight @Wendelspiess: was blieb Georgien auch anderes übrig, nachdem Russland Abchasien und Südossetien annektierte und ein blutiger Krieg entflammte?
      Ja, Saakaschwili hatte radikale Methoden mit denen er das korrupte sowjetische System reformierte (Verfassungsänderung zu seinen Gunsten), die bei unserem Demokratieverständnis im Westen nicht vorstellbar wären, aber ich glaube trotzdem das er aus tiefer politischer Überzeugung handelte um sein Land zu vebessern.
      3 1 Melden
  • ksayu45 05.12.2017 15:02
    Highlight WTF?!
    24 2 Melden
  • Sebastian Wendelspiess 05.12.2017 12:50
    Highlight Wie ein Georgischer Ex-Präsident in der Ukraine zum Politiker wird, ist mir sowieso ein Rätsel...
    72 11 Melden
    • Hans Jürg 05.12.2017 14:46
      Highlight Es ist/war Ukrainer. Er bekam die Staatsbürgerschaft vor 2 Jahren.
      Er wurde von Poroschenko höchstpersönlich als Prädidentschaftsberater geholt und war dann Gouverneur des Oblast ("Kanton") Odessa.
      Als er dann ernst mit der Antikorruptionspolitik machte und auch nicht vor Poroschenke zurückschreckte, fiel er bei seinem einstigen Förderer in Ungnade und wurde wieder ausgebürgert. Poroschenko mag es wohl nicht, wenn man seine kriminellen Machenschaften bekämpfen will.
      Es mag komisch aussehen, dass der ehemalige Georgier in der Ukraine Politik macht. Aber er gehört zu den Guten.
      40 7 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 05.12.2017 15:24
      Highlight Schon lustig wie schnell das gehen kann...
      16 1 Melden
    • Kubod 05.12.2017 16:14
      Highlight @Hans Jürg
      Seh ich auch so.
      Wenn die Menschen in der Ukraine über ihre Politiker reden, ist die Rede von Korruption. Die Verachtung gegenüber der Politikerkaste im Allgemeinen ist spürbar.
      Ausser bei Saakaschwili. Da ist noch Respekt vorhanden inklusive ein stückweit Narrenfreiheit.
      16 5 Melden
    • Juliet Bravo 05.12.2017 23:16
      Highlight Die Länder der UdSSR hatten ja bereits einen freien Personenverkehr.
      Z.B. Stalin hiess ja Dschughaschwili – war ebenfalls ein Georgier.
      1 0 Melden

Und darum, liebe Kinder: Kekse im Auto immer schön aufessen, sonst kommt der Bär

Carrie Watts arbeitet als Hausmeisterin in Rabun County im US-Bundesstaat Georgia. Sie parkte ihr Auto wie jeden Tag direkt neben dem Haus, in dem sie arbeitet. Und wie jeden Tag liess sie auch die Scheibe des Autos etwas offen.

Das offene Fenster war jedoch eine willkommene Einladung für einen Bären. Wie Watts mit Schrecken feststellte, kaperte das Tier am helllichten Tag Kekse und Chips aus ihrem Auto. Ziemlich verängstigt filmte Watts die Szene. 

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