International

Merkel, Putin, Poroschenko und Hollande bilden die sogenannte Normandie-Front, die im Ukraine-Konflikt nach Lösungen sucht. Bild: AP/RIA NOVOSTI KREMLIN

Die «Normandie-Runde» fordert Erneuerung des Waffenstillstands in der Ostukraine

18.04.17, 07:11 18.04.17, 07:45

Die Präsidenten der Ukraine, Russlands und Frankreichs und die deutsche Bundeskanzlerin haben gemeinsam eine strikte Einhaltung des Waffenstillstands in der Ukraine gefordert. Darauf einigten sich die vier Politiker in einem Telefonat am Montagabend.

In der Erklärung forderten sie, nach Regierungsangaben aus Berlin, die weitere Umsetzung der Friedensvereinbarungen von Minsk.

Der anlässlich des Osterfests vereinbarte Waffenstillstand müsse erneuert werden, forderte die sogenannte Normandie Runde, und sie unterstrich, «wie wichtig es sei, diesen strikt einzuhalten», hiess es aus Berlin. Zudem verlangten die vier Politiker «Fortschritte beim Austausch von Gefangenen gemäss der Formel ‹alle für alle›.»

Die Waffenruhe wurde in Hinsicht auf das Osterfest deklariert. Bild: SERGEY DOLZHENKO/EPA/KEYSTONE

Ein Toter trotz Waffenruhe

Besorgt zeigten die Präsidenten François Hollande aus Frankreich, Petro Poroschenko aus der Ukraine, Wladimir Putin aus Russland und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel über die «jüngsten Bedrohungen» gegen Angehörige der Beobachtungsmission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Trotz der zum Osterfest vereinbarten Waffenruhe war bei Kämpfen gegen prorussische Separatisten im Donbass in der vergangenen Woche ein ukrainischer Regierungssoldat getötet worden.

Erst am Mittwoch hatten die Konfliktparteien bei Gesprächen in der weissrussischen Hauptstadt Minsk bekräftigt, die seit Anfang April geltende Waffenruhe über Ostern einzuhalten.

Die Staats- und Regierungschefs dankten zudem dem scheidenden Präsidenten Hollande für seine Bemühungen im Rahmen des Normandie-Formats und äusserten die Hoffnung, «dass dieses Format auch nach den französischen Präsidentschaftswahlen seine Arbeit fortführen werde».

Normandie-Format

Deutschland und Frankreich vermitteln zwischen Russland und der Ukraine. Die vier Länder arbeiten dabei im so genannten Normandie-Format zusammen.

Bisher wurden in dem seit April 2014 andauernden Ukraine-Konflikt rund 10'000 Menschen getötet. Kiew und der Westen werfen Moskau vor die Rebellen zu unterstützen. (sda/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Nicht alle Männer sind sexistische Eichhörnchen!

«Ron isst Hermines Familie» – Das passiert, wenn ein Computer Harry Potter schreibt

Trump beerdigt Netzneutralität – wem das nutzt und wem das schadet

Gamer, aufgepasst: Super Mario erhöht die geistige Gesundheit und beugt Demenz vor 

Warum hunderte Fussball-Junioren gegen einen Millionär marschieren: Ein Herrliberger Drama

Mehr 2017 geht nicht: Die unfassbare Geschichte des weinenden Keatons – in 4 Schritten

Ein Nigerianer stirbt nach seiner Ausschaffung – was die Schweiz damit zu tun hat

Amis lynchen Hai mit Speedboot und grinsen – jetzt tobt das Netz wegen dem Video

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Russland «klaut» ganze Fabriken

Was der «weisse Konvoi» wirklich transportierte

Die Welt rätselt, was die 280 russischen Lastwagen im «weissen Konvoi» in die Ukraine transportierten. Auf den starken LKW befanden sich nur ein paar wenige Paletten mit Hilfsgütern. Tatsächlich holte sich Russland aber eine ganze Fabrik.

Sogar zweihundertprozentig regierungstreue Russen lachten lauthals heraus, als sie die Begründung der russischen Regierung hörten, warum jeder Kamaz-Lastwagen im so genannten «Hilfskonvoi» nur zwei, drei Paletten Hilfsgüter geladen hatte: «Die Kamaz-LKW konnten nicht vollständig beladen werden, um einen übermässigen Verschleiss der fabrikneuen Lastwagen zu vermeiden. Voll beladen wären die Kamaz-LKW zudem auf Bergstrassen zu langsam gefahren, um die Hilfsgüter …

Artikel lesen