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Poroschenko vertraut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht. Trotzdem bleibe ihm nichts anders übrig, als mit Putin zu verhandeln. Bild: THOMAS PETER/REUTERS

Ukraine-Krise: Poroschenko warnt vor einer russischen Offensive

«Ich glaube, sie bereiten eine Offensive vor.» Mit eindringlichen Worten warnt der ukrainische Präsident Petro Poroschenko seine Landsleute vor einem Angriff Russlands. In einem Interview sagt er, Putin sei nicht zu trauen.

20.05.15, 08:40 20.05.15, 11:41


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Die Ukraine befinde sich in einem «richtigen Krieg» mit Russland, sagte Staatspräsident Petro Poroschenko der britischen BBC. Die Ukrainer sollten auf eine russische Offensive vorbereitet sein. Er vertraue dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht. Dennoch sagte Poroschenko, er habe keine andere Option, als mit Putin zu verhandeln.

Die diplomatischen Fronten zwischen Russland und der Ukraine sind verhärtet: Putin bestreitet, dass russische Truppen in der Ukraine seien, die die prorussischen Rebellen unterstützen. Die Verhandlungspartner kommen sich so nicht näher.

«Ich glaube, sie bereiten eine Offensive vor, und ich denke, wir sollten bereit sein.»

Poroschenko betonte ausdrücklich, dass die Lage in seinem Land kein Kampf mit von Russland unterstützten Separatisten sei. «Die Tatsache, dass wir Soldaten von russischen Spezialeinheiten gefangengenommen haben, ist ein starker Beweis dafür.» Am Wochenende hatte die Ukraine die Festnahme zweier russischer Soldaten in der Region bekanntgegeben. Die Regierung in Moskau hat bislang nur eingeräumt, russische «Freiwillige» könnten auf Seiten der Rebellen kämpfen.

Vor einem Angriff aus Russland habe Poroschenko keine Angst, sagte er: «Ich glaube, sie bereiten eine Offensive vor, und ich denke, wir sollten bereit sein.»

Bei neuen Kämpfen zwischen ukrainischen Soldaten und prorussischen Separatisten sind nach ukrainischen Angaben am Dienstag vier Soldaten getötet worden. Nach Angaben des Verwaltungschefs der ostukrainischen Region Luhansk, Gennadi Moskal, eröffneten die Separatisten das Feuer mit Granatwerfern und Artillerie. Die Unruhen ereigneten sich nahe der Ortschaft Katerinowka unweit der russischen Grenze. Laut UNO-Angaben starben im vergangenen Jahr mehr als 6000 Menschen in dem Krisengebiet.

vek/Reuters

Der Ukraine-Konflikt: Chronologie der Ereignisse

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