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Kapstadt verdurstet: Bürger fürchten «Stunde Null» mit Wasserstopp

In Südafrikas Touristenmetropole Kapstadt herrscht eine verheerende Dürre. Das Wasser wird nun drastisch rationiert.

03.01.18, 10:07 03.01.18, 14:52


Kapstadts Einwohner dürfen seit Anfang Jahr im Schnitt laut Stadtverwaltung nur noch 87 Liter Wasser pro Tag verbrauchen – und das zum Trinken, Waschen, Kochen, Putzen und Klospülen. Zum Vergleich: In der Schweiz liegt der Wasserverbrauch pro Kopf allein für die WC-Spülung bei rund 42 Litern am Tag. Ein Bad benötigt 150 Liter Wasser.

Die Swimmingpools sind schon lange trocken. Gärten dürfen seit Monaten nicht mehr gewässert, Autos nicht gewaschen werden. Dabei hat gerade erst die trockene Sommerzeit begonnen. Regen wird erst im Mai oder Juni erwartet – wenn überhaupt.

Ende April droht die «Stunde Null»

Wenn es nicht bald regnet, droht Ende April die «Stunde Null», in der die Stadt das Wasser abstellen muss. Dann müssten sich die rund 4,5 Millionen Einwohner ihr Wasser unter Aufsicht von Militär und Polizei an 200 Verteilungspunkten abholen.

Auf einer städtischen Website können Bürger in Echtzeit verfolgen, wann die «Stunde Null» schlagen wird; momentan am 29. April 2018.

Bürgermeisterin duscht nicht mehr jeden Tag

Täglich würde es dann in einer der entwickeltsten Städte Afrikas nur noch 25 Liter Wasser pro Person geben – das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Minimum zur Aufrechterhaltung von Gesundheit und Hygiene.

Bürgermeisterin de Lille sagt, um Wasser zu sparen, dusche sie nicht mehr jeden Tag und komme auch mal mit fettigen Haaren ins Büro. Doch wenn nicht schnell mehr Wasser gespart wird, könnte sich die Stadt mit der «Stunde Null» trotzdem in ein Katastrophengebiet verwandeln. 

«Wenn es schlimmer wird, ziehen wir weg. Das ist doch keine Art zu leben.»

Rentner in Kapstadt

Wasserverbrauch halbieren

«Wir versuchen alles, um die »Stunde Null« zu verhindern, doch dafür müssen wir unsere Beziehung zu Wasser grundsätzlich ändern», warnt Kapstadts Bürgermeisterin Patricia de Lille. «Wir haben nicht mehr viel Zeit, unseren Wasserverbrauch zu reduzieren», sagte sie bei der Ankündigung der neuen Massnahmen. «Wir müssen es jetzt tun.»

Um die «Stunde Null» noch abzuwenden, hat die Stadtverwaltung den erlaubten Wasserverbrauch ab 1. Januar nun von 20'000 Litern auf 10'500 Liter pro Haushalt halbiert. Haushalte mit mehr als vier Personen können allerdings eine Sondergenehmigung für höheren Wasserverbrauch beantragen.

Wasser in Stauseen reicht nicht

Schon jetzt sind die Stauseen, die Kapstadt mit Wasser versorgen, nur noch zu einem Drittel voll, die Region wurde schon vor Monaten zum Katastrophengebiet erklärt. «Wenn der Wasserspiegel auf unter 13 Prozent sinkt, drehen wir die Wasserhähne zu», droht de Lille.

Nur die dicht besiedelten Armengebiete rund um Kapstadt würden von extremen Massnahmen ausgeschlossen, da dort das Risiko von Krankheitsausbrüchen zu hoch sei.

«Es ist klar, dass das Wasser an den Staudämmen, die die Stadt versorgen, bis zum nächsten Regen nicht ausreichen wird», warnt Piotr Wolski, ein Klimaforscher der Universität Kapstadt. Daher müsse der Wasserverbrauch stark rationiert werden.

Auswirkungen des Klimawandels

Die Ursachen der Krise haben nach Angaben von Forschern der Universität Kapstadt mehr mit den Auswirkungen des Klimawandels als mit schlechter Planung der Stadt zu tun. Kapstadt liegt in einer zunehmend trockenen Provinz, dem Westkap, in der sich das Wetter in den vergangenen Jahren dramatisch verändert hat. Zudem verursacht das Klimaphänomen El Niño in der Region extreme Trockenheit.

Zahlreiche auf Wasser angewiesene Betriebe wie Gärtnereien und Autowaschanlagen sind pleitegegangen. Auch die Landwirtschaft im Westkap habe in dieser Ernte-Saison Verluste in Millionenhöhe verzeichnet, sagt Regierungsvertreter Graham Paulse.

Die Zwiebelernte sei um die Hälfte geschrumpft, die Obsternte soll um 20 Prozent zurückgehen, die Weinernte um fünf Prozent. Rund 50'000 Arbeitsplätze sollen aufgrund der Dürre bedroht sein.

Regenwassertanks ausverkauft

Viele Bürger versuchen, sich von der städtischen Wasserversorgung zumindest teilweise unabhängig zu machen. Sie installieren Systeme zur Wasserwiederverwertung und lassen Brunnen graben. Regenwassertanks sind überall ausverkauft.

An zwei natürlichen Quellen am Stadtrand drängeln sich täglich Dutzende Einwohner, um Wasserkanister aufzufüllen. «Wenn es schlimmer wird, ziehen wir weg. Das ist doch keine Art zu leben», klagt Yusuf Manjee, ein 68-jähriger Rentner, als er zahlreiche Plastikflaschen auffüllt.

Dürresteuer

Gleichzeitig versucht die Stadt, die Wasserversorgung durch eine Reihe von Meerwasserentsalzungsanlagen, Wasserrückgewinnung und Grundwasserentnahmen zu verbessern. Auch ist in vielen Stadtteilen der Wasserdruck reduziert worden, um den Verbrauch zu senken.

Ab Februar erwägt die Stadt die Einführung einer «Dürresteuer», die Hauseigentümern je nach Immobilienwert eine gestaffelte Zulage abverlangt. Auf diesem Wege will de Lille über die nächsten vier Jahre umgerechnet 260 Millionen Euro für die Ausweitung der Wasserinfrastruktur gewinnen. (whr/sda/dpa)

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45
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45Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Waedliman 03.01.2018 16:13
    Highlight Als wäre es nur der Klimawandel. Würde man Wasser nicht so grosszügig verschwenden, gäb es diese Knappheit wahrscheinlich nicht. Aber wenn man 100.000 Liter am Tag auf einen einzigen Golfplatz kippt, muss man sich nicht wundern, wenn die Stauseen leer sind.
    6 1 Melden
  • Xi Jinping 03.01.2018 14:30
    Highlight Eine ernst gemeinte Frage: Wieso gibt es keine grossen entsalzungsanlagen, die Meerwasser in Trinkwasser umwandeln?
    6 2 Melden
    • DingoAteMyBaby 03.01.2018 14:48
      Highlight Geld. Entsalzungsanlagen verbrauchen ne Menge Energie
      13 1 Melden
    • Xi Jinping 03.01.2018 14:53
      Highlight meiner Meinung nach sollte das menschliche wohl oder bessergesagt das menschlich sein über dem Geld stehen. leider ist das ein Teufelskreis mit der Energie. kein wasser im speicher = keine Energie, keine Energie = kein wasser...
      2 4 Melden
    • Posersalami 03.01.2018 15:32
      Highlight Die gibt es schon, aber die sind einfach sau teuer und benötigen unfassbare Mengen an Energie. Die kann natürlich zB. Solar erzeugt werden, mit allen Vor- und Nachteilen dieser Technologie.

      Hier hat mal jemand für die MENA Region ausgeknobelt, was das heissen würde:
      http://www.dlr.de/dlr/Portaldata/1/Resources/documents/AQUA-CSP_Zusammenfassung.pdf

      Dabei gilt halt auch immer, dass diese Kapazität zusätzlich zur anzustrebenden Energiewende zugebaut werden muss. Wie soll das ein Land mit einem BIP von ca 5300$/Kopf bezahlen?
      2 0 Melden
    • Waedliman 03.01.2018 16:15
      Highlight Entsalzungsanlagen sind teuer und verbrauchen eine Menge an Erdöl. Besser wäre vielleicht weniger Verschwendung für Swimmingpools, Golfplätze, die wöchentliche Autowäsche und das tägliche Sprengen des Rasens. Diesen Irrsinn kann man in den Wüstenstaaten der USA überall sehen, in Spanien und auch in Südafrika.
      3 0 Melden
    • Likos 03.01.2018 16:36
      Highlight Ein Kubikmeter Wasser zu entsalzen kostet ca. 50 Rappen. Für Trinkwasser kann man das schon machen, aber Pflanzengiessen, Autowaschen, Toilette etc. eignet sich das bei ein paar Millionen Menschen eher weniger. Energie- und Umweltbelastung (Salzlaken im Meer) wär dann einfach zu hoch, ganz egal wie teuer.
      1 0 Melden
  • Posersalami 03.01.2018 13:58
    Highlight In diesem Zusammenhang interessant:

    China fängt ansatzlos damit an, gewisse Spritfresser zu verbieten:
    https://tinyurl.com/yamj8okw
    Das wird erst der Anfang sein, nächstes Jahr wird die Liste erweitert.

    China reduziert die Energiegewinnung aus Kohle weitaus stärker, als angekündigt:
    https://tinyurl.com/ybv6af9l

    Nicht, dass ich China grundsätzlich super toll finden würde, aber gegen die Verseuchung der Atmosphäre und den Ausbau von EE wird wirklich etwas unternommen. Ganz im Gegensatz zu den sog. "Westlichen Länder" wo man sich ja über bereits Stagnation freuen muss.
    16 2 Melden
  • Donald 03.01.2018 13:03
    Highlight Man könnte vielleicht mal bei ein paar Staaten am Persischen Golf fragen, wie man das mit der Wasserversorgung machen könnte.
    10 10 Melden
    • Posersalami 03.01.2018 13:50
      Highlight Meerwasser zu entsalzen braucht unglaublich viel Energie und ist definitiv kein Modell für die Zukunft, jedenfalls nicht für die Fläche. Damit heizt man die Atmosphäre nur noch mehr auf, was zu noch mehr Trockenheit führt.

      Das einzige was noch helfen könnte wäre, wenn diejenigen mit dem höchsten Ausstoss an Schadstoffen diesen Ausstoss massiv (!!!) senken. Da das aber uns betrifft wird das kaum passieren. Aus Gründen.
      18 3 Melden
  • Posersalami 03.01.2018 12:19
    Highlight Der Beginn einer rasend schnellen Entwicklung, die Europa Millionen von neuen Migranten aus Ausland bringen wird. Dazu werden noch Millionen weiterer Menschen aus dem südlichen EU Raum kommen weil ihre Heimat unbewohnbar geworden ist. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/spanien-und-sued-frankreich-klimawandel-koennte-suedeuropa-austrocknen-a-1118546.html

    All das wird seit Jahrzehnten prognostiziert und wird wohl auch so eintreffen. Leider ist dank der Konservativen ein Einlenken nicht möglich.
    74 17 Melden
    • derEchteElch 03.01.2018 12:29
      Highlight „Leider ist dank der Konservativen ein Einlenken nicht möglich“

      So? Ich würde sagen, dass dank den Konservativen Europa nicht so offen ist wie Linke es gerne hätten und dass alle ungehindert kommen.

      Europa kann nicht alle Menschen der Welt aufnehmenund muss das auch nicht.
      19 50 Melden
    • Posersalami 03.01.2018 13:46
      Highlight DerEchteElch zeigt hier im Prinzip wieder wunderbar, wie Faschisten Denken. Beim erschienen einer nicht Stammtisch-tauglichen Meinung wird sofort reflexartig gegen Links und "alle, die ungehindert kommen wollen" gehetzt, obwohl man nur ein plausibles und wahrscheinliches Zukunfsszenario zitiert hat.

      Nehmen sie sich doch wenigstens 10min und lesen sie den verlinkten Artikel. Wenn die Mittelmeerregion austrocknet, wo gehen dann die x Millionen Menschen hin? Nach Südafrika (das auch gerade austrocknet) oder nach Mittel- und Nordeuropa, wo es noch Wasser gibt? Na?
      20 8 Melden
    • _kokolorix 03.01.2018 14:35
      Highlight Nein @Elch Europa kann und muss nicht alle Menschen der Welt aufnehmen. Aber Europa könnte aufhören die südlichen Länder auszubeuten, nur damit die reichsten 20% hier sich endlich goldene Kloschüsseln, einen Fünftwagen oder ein Privatflugzeug leisten können.
      Und genau das wollen die 'vernünftigen' konservativ bürgerlichen bis rechten Parteien weiter vorantreiben, koste es was wolle. Und die Hauptbeschissenen wählen sie mit Begeisterung...
      22 6 Melden
    • Lord_ICO 03.01.2018 14:38
      Highlight Sensationell, Poser schreibt etwas über den Klimawandel, der ja vor allem aus konservativen Kreisen gerne bestritten wird und deine Antwort zielt nur auf offene Grenzen und das "kuscheln" der Linken ggü den Flüchtlingen ab.

      Wenn wir nichts gegen die Fluchtursachen machen, seien es wirtschaftliche, religiöse, klimabedingte usw. dann wird es eine Völkerwanderung geben, da bringen dann geschlossene Grenzen und Nationalismus auch nichts.

      Was denkst du, werden ein par Zöllner und Soldaten Millionen von Menschen, die ums Überleben kämpfen aufhalten? Träum weiter.
      22 6 Melden
    • Posersalami 03.01.2018 15:24
      Highlight @ Wisegoat: Die Flucht nach Europa löst natürlich kein Problem, das behauptet auch niemand. Es ist aber die logische Konsequenz aus Problemen, die wir massgeblich mitverursachen. Eine Tatsache, die Rechte Kreise gerne mal stammtischtauglich ins Gegenteil verkehren.
      2 0 Melden
    • Saraina 04.01.2018 09:09
      Highlight Wenn all die Europäer die in der Kap-Region Land und Häuser kauften und dort für relativ günstig grosse Gärten mit Rasen und wasserintensiven Gewächsen, Swimmingpool und Wellness-Bädern bauten erst mal zurückflüchten würden, wäre schon viel gewonnen... Auch die Hotellerie und der Weinanbau brauchen mehr, als das Gebiet eigentlich hergibt.
      1 0 Melden
    • Posersalami 04.01.2018 11:30
      Highlight @Wisegoat: Niemand spricht von allem schlechtem, aber die Europäer haben tatsächlich Südafrika erobert und die angestammte Bevölkerung brutal unterdrückt. Ihr Stichtwort für eine Suche lautet "Apartheit". Suchen und lesen sie doch bitte 1-2h darüber, danach dürften sie etwas klüger und ihre Sicht auf das Problem realistischer sein.
      1 1 Melden
    • _kokolorix 04.01.2018 12:09
      Highlight @Wisegoat
      Fast alle Katastrophen und Tragödien der letzten 2000 Jahre sind auf die Aktivitäten von europas Herrscherkaste zurückzuführen. Zu denen zähle ich auch die weissen Amerikaner. Das fängt bei den Griechen an, führt über das römische Weltreich zu den katholischen und protestantischen Königreichen in Europa. Auch die darauf folgenden Demokratien, haben in erster Linie Tod und Zerstörung in weiten Teilen der Welt gebracht.
      Diese historische und aktuelle Schuld zu verleugnen ist kurzsichtig und erschreckend, nicht sie zu anerkennen
      0 0 Melden
    • derEchteElch 04.01.2018 12:24
      Highlight Ja, vielleicht wurden einige "Eroberungszüge" der Europäer durchgeführt. Nichtdestotrotz darf Europa nicht für das ganze Übel in Afrika verantwortlich gemacht werden. Glauben Sie (Posersalami) tatsächlich, dass es Afrika ohne den Europäern heute besser gehen würde? Ich bezweifle das..
      1 0 Melden
    • Posersalami 04.01.2018 14:34
      Highlight @ derEchteElch: Was wäre wenn ist reine Spekulation die niemanden interessiert.

      Die Faktenlage ist glasklar. Europa hat Afrika erobert, die Strukturen zerschlagen und neu geordnet. Dabei hat man natürlich unter anderem das gute alte "Teile und Herrsche" beherzigt und sichergestellt, das Afrika für sehr lange Zeit nicht vom Fleck kommen wird. Das tat man, um weiter Einfluss zu haben und das Land in bester Tradition auszubeuten. Die MENA Region leidet übrigens auch unter diesem Kolonialem Erbe. Diesen Fakt können sie sehr einfach selbst prüfen.
      0 0 Melden
    • _kokolorix 04.01.2018 16:16
      Highlight @Wisegoat
      Wenn die Schweiz vor die Hunde geht, weil sie die dritte Welt nicht mehr ausbeuten kann, dann haben wir sowieso ein strukturelles Problem.
      Aber dem ist nicht so. Die Schweiz geht vor die Hunde, weil 10% der Schweizer sich 60% der Schweiz angeeignet haben und dieser Prozess wird ohne Anpassung der Rahmenbedingungen da Enden wo 1% der Bevölkerung über 100% der Ressourcen verfügen kann.
      Die Ausbeutung anderer Länder ist nur notwendig, damit dieser Prozess etwas verlangsamt wird und die Mehrheit der Menschen hier (noch) einigermassen anständig Leben kann
      0 0 Melden
    • derEchteElch 04.01.2018 16:32
      Highlight @Posersalami;
      Fakt ist auch, dass Sie nicht beweisen können, dass sich Afrika ohne Europas Einfluss besser entwickelt hätte als sie es tat. Womöglich würde es Afrika heute ohne Europa besser, vielleicht aber auch wesentlich schlechter gehen. Ergo kann man Europas Verhalten nicht als "falsch" einstufen, lediglich als "unangemessen"..
      2 2 Melden
    • Posersalami 04.01.2018 19:22
      Highlight Doch das war falsch und zwar grundsàtzlich. Wie schauen denn die Gebiete aus, die der Westen nicht unterworfen hat? Gibts da nur Barbaren und verbrannte Erde? Nein?? Eben
      2 0 Melden
    • _kokolorix 04.01.2018 19:45
      Highlight @derEchteElch
      Doch, man kann das Verhalten Europas als falsch beurteilen, das konnte man schon vor 100 Jahren, und es gab und gibt genügend Beweise, dass sich die Gesellschaften dort niemals so dramatisch schlecht entwickelt hätten wenn die Europäer sie nicht so brutal Ausgeraubt hätten.
      Wie kannst du nur vielfachen Massenmord und gezielten Genozid als 'unangemessen, aber nicht falsch' bezeichnen. Denke mal über deine Wortwahl nach...
      1 0 Melden
    • Posersalami 04.01.2018 22:16
      Highlight @kokolorix: derechteelch ist ein Faschist, anders kann man diese Wortwahl im Kontext von Sklaverei, Ausbeutung und Massenmord nicht verstehen. Ein Mensch aus Afrika ist bei solchen Leuten kein gleiwertiger Mensch.
      0 0 Melden
    • Saraina 04.01.2018 22:38
      Highlight Ich möchte hier nicht stören, aber: ursprünglich lebten in der Kapregion doch Buschmänner, Khoisan. Diese wurden von migrierenden Bantu verdrängt, nicht von Europäern. Krieg, Landnahme und Völkermord sind keine europäischen Erfindungen.

      Auch war es gemein von den Holländern, indonesische Prinzen und Gelehrte in ihre Kolonie am Kap zu verschleppen, damit einerseits die indonesischen Kolonien besser zu beherrschen waren, und weil die Indonesier einfach besser arbeiteten als besagte Bantu. Aber das Langzeitresultat war eine kulturelle Bereicherung.
      0 0 Melden
  • David Schweizer (1) 03.01.2018 12:08
    Highlight Liebes Watson-Team
    Die 87 Liter sind nicht mehr ganz korrekt. Diese Menge hat noch bis Ende 2017 gegolten. Nun wurde es jedoch auf 40L reduziert. Einzig in den Townships gelten diese Regelungen nicht, da schwere Krankheitsausbrüche wenn nicht sogar Seuchen als Folge auftreten könnten.
    36 0 Melden
  • marcog 03.01.2018 12:03
    Highlight Es wird interessant (und vermutlich beänstigend) zu sehen, was passiert, wenn man wegen den veränderten Umweltbedingungen eine Millionenstadt verlassen muss. In Kalifornien und anderen Orten wird es in ein paar Jahren wohl auch so weit kommen. Wirtschaftskriese? (Bürger)krieg? Anarchie?
    39 2 Melden
    • Posersalami 03.01.2018 13:18
      Highlight Egal was passieren wird, es ist klar dass diese Flüchtlinge dann für alles Böse der Welt am Zielort herhalten müssen. Das war schon immer so und wird immer so bleiben. Die rechten Populisten können das immer ganz wunderbar ausschlachten.
      33 8 Melden
    • _kokolorix 03.01.2018 14:42
      Highlight Nein, es wird weder Anarchie noch Bürgerkrieg geben. Die Reichen werden sich in Reichenghettos verstecken, beschützt von brutalen Mörderbanden, wie sie es seit Jahrzehnten in allen Entwicklungsländern tun. Die ansteigende Kriminalität werden sie mit härteren Gesetzten und Strafen einzudämmen versuchen. Aber nie und nimmer werden sie auf Privilegien verzichten, sie werden sich auch dann noch als etwas Besseres empfinden wenn sie von einem wütenden Mob gelyncht werden...
      15 5 Melden
  • ShadowSoul 03.01.2018 11:31
    Highlight Unglaublich...
    11 2 Melden
  • Therealmonti 03.01.2018 11:05
    Highlight Climate Change? Global Warming? Fake news, Mr. Trump!
    63 12 Melden
  • derEchteElch 03.01.2018 11:04
    Highlight Ja, mit Wasser soll man eben nicht spielen.

    Da gibt es Grosskonzerne, die in Afrika Brunnen bohren und grosse Grundstücke kaufen, um das dortige Wasser in Flaschen anderswo verkaufen zu können.

    Wasser ist ein Allgemeingut und darf nicht privatisiert werden. Der Umgang muss sparsamer und geschult, die Aufbereitung verbessert werden.
    94 18 Melden
    • öpfeli 03.01.2018 12:54
      Highlight Warum nennst du sie nicht beim Namen? Es ist unter allem was z.B Nestle veranstaltet mit dem Wasser.
      Und die Konsumenten schieben dem ... Konzern noch fleissig weiter Geld in den Hintern.
      34 9 Melden
    • pedrinho 03.01.2018 13:37
      Highlight "Da gibt es Grosskonzerne, die in Afrika Brunnen bohren"

      nicht nur in afrika, auch suedamerika und ich denke man darf allen anderen weit voran, Coca-Cola und Nestle durchaus beim namen nennen.
      12 3 Melden
    • Olaf44512 03.01.2018 14:48
      Highlight Warum sollte ein Grosskonzern in Afrika (wo es fast kein Wasser gibt, ergo teuer ist Wasser zu beschaffen) Wasser abpumpen um es anderen Orten (wo es bereits Wasser gibt?) zu verkaufen? Das macht keinen Sinn. Auch nicht ökonomisch.
      6 20 Melden
    • Posersalami 03.01.2018 15:23
      Highlight @ Olaf44512:

      https://netzfrauen.org/2017/04/12/aethiopien-nestle/

      Weil man da, wo es eh schon wenig Wasser gibt, Wasser teuer verkaufen kann. Ganz triviale Logik und selbstverständlich ökonomisch sinnvoll, zumindest für den Konzern.

      Aber natürlich ist Nestle nur ein Player unter vielen und mit dem Problem des Artikels hat es schon mal gar nichts zu tun. Das Problem gründet im rasend schnellen Klimawandel und der damit einhergehenden Veränderung des Wasserhaushalts in Südafrika (= es regnet viel weniger).
      3 0 Melden
    • pedrinho 03.01.2018 15:43
      Highlight Olaf
      die frage kann nur jemandem einfallen, aus dessen waserhahn in kueche und bad minerwasser bzw. wasser in dieser qualitaet rinnt.

      afrika oder suedamerika - fuer trinkwasser muessen die leute kilometer gehen, schlange stehen oder eben sofern vorhanden bares auf den tisch und in flaschen abgefuelltes kaufen.
      Ob das nun 1,5,10,20 liter flaschen sind, es ist auf jeden fall ein riesen geschaeft fuer die quellenbesitzer und eigentuemer.
      4 0 Melden
    • SemperFi 03.01.2018 15:48
      Highlight @Olaf44512: Ja warum wohl? Geldgier und Skrupellosigkeit. Nestlé zahlt 10 Dollar für einen Tanklastwagen voller Wasser, macht damit 50'000 Dollar Umsatz und die lokale Bevölkerung schaut in die Röhre.

      http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/doku-bottled-life-im-kino-nestle-und-das-geschaeft-mit-dem-wasser-a-921908.html
      3 0 Melden
    • Troxi 03.01.2018 16:01
      Highlight Olaf, an gewissen Orten in Afrika, erlebte ich selbst in den Ferien, gab es entweder Wasser von Nestle in der Flasche oder Wasser aus dem Hahn. Was ich bevorzugte ist wohl klar! Es ist nicht ökologisch aber rechnet sich ökonomisch.
      2 1 Melden

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