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Dijsselbloem im Juni an einer Sitzung der Eurozonen-Finanzminister.  Bild: Geert Vanden Wijngaert/AP/KEYSTONE

Eurogruppen-Chef Dijsselbloem: Griechisches Referendum schliesst Tür für Gespräche

27.06.15, 14:38 27.06.15, 14:51

Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hat die Entscheidung der griechischen Regierung kritisiert, ein Referendum über die geplanten Vereinbarungen mit den internationalen Gläubigern des Landes abzuhalten. Dies sei eine «traurige Entscheidung für Griechenland», die die «Tür für weitere Gespräche geschlossen hat», sagte Dijsselbloem vor Beginn eines Sondertreffens der Euro-Finanzminister am Samstag in Brüssel. 

Das von Athen angekündigte Referendum über die Sparprogramme hat in Brüssel auch anderweitig für Verärgerung gesorgt. «Das geplante Referendum hat alles noch komplizierter gemacht», sagte ein EU-Diplomat am Samstag in Brüssel. «Das ist noch einmal eine Volte der griechischen Regierung, um alles durcheinander zu bringen.» Der Zeitplan sei nun nicht mehr einzuhalten. «Ich denke, dass jetzt über einen Plan B geredet werden muss», sagte der Diplomat. Damit wird üblicherweise eine Pleite oder ein Euro-Austritt Griechenlands umschrieben. 

Krisentreffen in Brüssel

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hatte am frühen Samstagmorgen im Fernsehen die Volksabstimmung für den 5. Juli angekündigt. Das aktuelle Hilfsprogramm der Europäer für Griechenland läuft aber bereits an diesem Dienstag (30. Juni) ab. Dann muss Athen auch 1,6 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen. Tsipras kündigte an, «eine kleine Verlängerung» des laufenden Hilfsprogramms zu beantragen. Die Frage sei, ob die Euro-Finanzminister da mitmachten, sagte ein EU-Diplomat. 

Die Eurogruppe kommt um 14.00 Uhr in Brüssel zusammen. Bei dem Krisentreffen geht es um die Rettung Griechenlands vor der drohenden Staatspleite. Die Minister wollen sich mit der griechischen Regierung auf ein Reform- und Sparpaket einigen. Dies ist Voraussetzung dafür, dass Griechenland bisher blockierte milliardenschwere Hilfsgelder bekommt. (dhr/sda/dpa/afp)

Der griechische Premierminister Tsipras sorgt mit seinen Referendumsplänen für Verärgerung. Bild: EPA/ANA-MPA

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    Alle Leser-Kommentare
  • flemming 28.06.2015 01:36
    Highlight Hallo Europäer es ist soweit, das ein Land das die Bürger miteinbezieht in eine so wichtige Entscheidung, finde ich ganz toll. Endlich hat ein Staat in Europa verstanden was Demokratie ist. Alle anderen laufen einer Idee nach, die nicht Demokratie heisst, sondern Geld, Geld, und nochmals Geld. Die Verlierer, wenn das Referendum von den Griechen engenommen wird, sind doch die Länder die am meisten gerungen haben das sie ihr Geld und horrende Zinsen wieder bekommen, dabei hätte Griechenland nur noch mehr verloren als es gewinnen konnte. Am besten ist es, das die Griechen den Euroraum verlassen.
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  • Zweipit 27.06.2015 17:22
    Highlight Hallo schöne Europa Demokratie. Sobald jemand in der EU das Volk in die Entscheidung miteinbeziehen will, wird dies abgelehnt und die Türe für Gespräche geschlossen. Bravo EU du hast noch viel zu lernen!
    4 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 27.06.2015 19:12
      Highlight Sehe ich genau so!
      1 0 Melden

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