International

In China wird weitaus mehr Kohle gefördert als nötig, die Preise brechen ein.
Bild: Getty Images AsiaPac

Luftverschmutzung: China will Tausende Kohlebergwerke schliessen – eine Million Jobs betroffen

21.01.16, 11:28 21.01.16, 11:54

Im Kampf gegen die hohe Luftverschmutzung will die Regierung in Peking einem Bericht zufolge 4300 kleine Kohlebergwerke schliessen und stellt dafür umgerechnet 4.6 Milliarden Franken bereit. Die Minen sollen innerhalb der kommenden drei Jahre stillgelegt werden.

Betroffen seien ungefähr eine Million Arbeitsplätze, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag. Ende 2015 waren in China ungefähr 11'000 Kohlebergwerke mit zusammen etwa sechs Millionen Mitarbeitern in Betrieb.

Hohe Überkapazitäten

Der Sektor ist von hohen Überkapazitäten geprägt: Es wird weitaus mehr Kohle gefördert als nötig, die Preise brechen ein. Zudem ist die chinesische Regierung entschlossen, den Anteil der Kohle an der gesamten Energieversorgung des Landes zurückzudrängen, der nach amtlichen Angaben 2015 bei 64,4 Prozent lag.

Insbesondere in den Grossstädten wie Peking und Shanghai war die Luftverschmutzung zuletzt so stark, dass die höchste Alarmstufe ausgerufen wurde. (whr/sda/reu)

Das könnte dich auch interessieren:

Der Kicker, der nie kickte – die bizarre Geschichte von Fake-Fussballer Carlos Kaiser 

Neue Umfrage zeigt: Die Gegner der No-Billag-Initiative liegen vorne – und zwar deutlich

Dortmund gegen Hertha nur mit unentschieden

US-Kongress findet Kompromiss gegen «Shutdown» – die grössere Hürde kommt aber noch

Das sind die Rekordtorschützen in Europas Top-Ligen

Mord an Ex-YB-Spieler Andrés Escobar: Mutmasslicher Auftraggeber wurde verhaftet

Kein Plastikmüll mehr bis 2030: Mit diesen 3 Massnahmen will es die EU schaffen

Apple knickt ein – neues Feature gibt iPhone-Usern (endlich) die Wahl

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • nichtwichtig 21.01.2016 22:04
    Highlight würde man von der kohle direkt auf "alternative energiequellen" setzen, könnte man das 1.5 fache an arbeitskraft gebrauchen
    0 0 Melden
  • StealthPanda 21.01.2016 14:15
    Highlight Es ist löblich das China die dreckigen Kohlekraftwerke abschaffen will doch frage ich mich was wollen sie stattdessen aufbauen? KKW? Da springen die Atom Gegner auf die Barrikaden( obwohl die Strahlung um ein vielfaches höher liegt bei Kohlekraftwerken). Solar Panels? Die brauchen soviel Energie die gesamte Industrie würde nur noch für China Produzieren. Windanlagen? Nicht alle Standorte sind geeignet...China ist riesig. Der Verlust in der Leitung währe enorm. Wasser? Tausende müssten umziehen, Biologisch eine Katastrophe. Gas? Weniger dreckig aber immernoch dreckig. Es wird spannend^^
    2 2 Melden

Ganz ohne Plastiksäckli: In Zürich öffnet der erste Zero-Waste-Laden der Deutschschweiz

In Zürich eröffnet der erste Laden ganz ohne Abfall. Wer was kaufen will, muss seinen eigenen Behälter mitnehmen, auch für Nudeln, Reis oder Alkohol. «Zero Waste» heisst die Philosophie und steht ganz im Zeichen der Kreislaufwirtschaft. 

Rüebli, Kartoffeln, Nudeln oder Seife, im Foifi, dem ersten Zero-Waste-Lasten in Zürich, findet man eigentlich alles – ausser eben Plastiksäckli. Der neue Laden steht ganz im Zeichen der Kreislaufwirtschaft und setzt sich zum Ziel, keinen Abfall zu produzieren. Der Durchschnittsschweizer produziert im Jahr 344 Kilogramm Abfall – viel zu viel, finden die Betreiber des «Foifi». Der Name ist ein Vermerk auf die fünf Axiome von Zero Waste, aber auch eine Liebeserklärung an den Zürcher …

Artikel lesen