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Participants of the demonstration 'G20 Protest Wave' gather in Hamburg, Germany, Sunday, July 2, 2017 to protest against the upcoming G20 summit on July 7 and July 8, 2017.  (Markus Scholz/dpa via AP)

Mehrere tausend Demonstranten protestieren in Hamburg gegen den G20-Gipfel. Bild: AP/dpa

Tausende läuten Proteste gegen G20-Gipfel in Hamburg ein

Bunt und friedlich haben tausende Demonstranten am Sonntag in Hamburg die Proteste gegen den G20-Gipfel eingeläutet. Die Polizei sprach von 8000 Teilnehmern, die Organisatoren von 18'000.



Unter dem Motto «G20-Protestwelle» forderten die Demonstranten in der Innenstadt und auf der Binnenalster mehr Engagement für Klimaschutz, eine gerechtere Globalisierung und demokratischere Entscheidungen. Auch viele Familien nahmen an der Demonstration teil.

Nach Polizeiangaben kamen etwa 8000 Demonstranten zusammen, die Veranstaltung verlief einem Polizeisprecher zufolge «absolut friedlich». Die Veranstalter – Gewerkschaften, Umweltorganisationen und andere zivilgesellschaftliche Initiativen – sprachen von mehr als 18'000 Teilnehmern, die «aus der Mitte der Gesellschaft» heraus ein Zeichen des Protests gesetzt hätten.

Viele Teilnehmer trugen Fahnen, Transparente und Schilder mit Aufschriften wie «Global umfairteilen», «Kohle stoppen» oder «Du hast nur eine Erde». Unter ihnen waren zahlreiche Familien mit Kindern, Jugendliche sowie Ältere. Auch viele Gewerkschaftsmitglieder waren dabei.

Während der Auftaktkundgebung auf dem Rathausmarkt forderten führende Vertreter des Protestbündnisses einen grundsätzlichen Politikwechsel. «Es braucht eine gerechte Verteilung in Deutschland und weltweit», sagte Stefan Körzell, Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB).

epa06061450 People in kayaks and small boats take part in a protest against the G20 summit in Hamburg, northern Germany, 02 July 2017. The G20 Summit (or G-20 or Group of Twenty) is an international forum for governments from 20 major economies. The summit is taking place in Hamburg 07 to 08 July 2017.  EPA/FRIEDEMANN VOGEL

Bootsdemo in Hamburg. Bild: FRIEDEMANN VOGEL/EPA/KEYSTONE

Die Geschäftsführerin von Greenpeace Deutschland, Sweelin Heuss, forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, als G20-Gastgeberin einen nationalen Kohleausstieg zu verkünden. Deutschland werde seine Klimaschutzziele sonst «krachend verfehlen». Greenpeace untermauerte die Forderung mit einer Protestaktion an einem Kohlefrachter im Hamburger Hafen.

«Inhaltsleeres Spektakel»

Michael Müller von den Naturfreunden Deutschland kritisierte den G20-Gipfel als «inhaltsleeres Spektakel». Die G20 brächten keine Lösungen, sondern seien «Teil des Problems», sagte er.

Nach der Auftaktkundgebung machten sich die Teilnehmer der Protestdemonstration in Hamburg bei zeitweise starkem Regen weiter auf den Weg zu einem Protestmarsch durch die Innenstadt. Zu der Protestveranstaltung gehörte auch eine Bootsdemo auf der Binnenalster. Aufgerufen hatten der DGB, Greenpeace, WWF, Nabu, Campact, Oxfam und weitere Organisationen, etwa aus dem Landwirtschafts- und Bürgerrechtsbereich.

epa06061476 Police monitor a protest against the G20 summit in Hamburg, northern Germany, 02 July 2017. The G20 Summit (or G-20 or Group of Twenty) is an international forum for governments from 20 major economies. The summit is taking place in Hamburg 07 to 08 July 2017.  EPA/FRIEDEMANN VOGEL

Hartes Durchgreifen angekündigt – 19'000 Polizisten sichern den G20-Gipfel. Bild: FRIEDEMANN VOGEL/EPA/KEYSTONE

Die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer treffen sich am 7. und 8. Juli in Hamburg, auf ihrem Programm stehen unter anderem Fragen der globalen Wirtschafts- und Handelspolitik. Zehntausende Gegendemonstranten aus verschiedenen Lagern werden erwartet, darunter auch 7000 bis 8000 gewaltbereite Linksextremisten. Mindestens rund 19'000 Polizisten sollen den Gipfel sichern.

Hartes Vorgehen angekündigt

Die deutsche Regierung kündigte derweil ein hartes Vorgehen gegen gewalttätige Demonstranten an. Krawalle müssten «von Anfang an im Keim erstickt werden», sagte Innenminister Thomas de Maizière der «Bild am Sonntag». Auch Justizminister Heiko Maas äusserte sich ähnlich. Wer glaube, «den G20-Gipfel mit Krawallen und Gewalt begleiten zu müssen, der hat jedes Demonstrationsrecht verwirkt», sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Das Bundeskriminalamt (BKA) warnte laut einem Bericht der «Welt am Sonntag» in einer internen Einschätzung vor Sabotageakten militanter Gipfelgegner gegen die Stromversorgung, Brandstiftungen sowie Besetzungen etwa von Parteibüros. (wst/sda/afp)

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24
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    Alle Leser-Kommentare
  • ChSt 03.07.2017 08:33
    Highlight Highlight Übertreiben die Organisatoren gerne, oder untertreibt die Polizei gerne, bei der Anzahl Teilnehmer?

    Vielleicht können aber auch beide nicht zählen?

    (Hahahahaha)
    4 2 Melden
  • seventhinkingsteps 02.07.2017 21:56
    Highlight Highlight «den G20-Gipfel mit Krawallen und Gewalt begleiten zu müssen, der hat jedes Demonstrationsrecht verwirkt»

    Genau so ist es Herr Maas, Gewalt ist nur durch einen einzigen Akteur legitim zu benutzen und das ist der Staat. Wegen sozialem Vertrag und so. Demokratie halt. Egal, keine Ahnung. Und wenn du damit nicht einverstanden bist, holen wir dich aus der Wohnung und sagen deine Facebook-Kommentare seien verfassungsfeindlich. Weil wir sind die Guten! Darum verkaufen wir auch fleissig Waffen an Saudi Arabien. So sieht Demokratie aus. Und jetzt demonstrier gefälligst friedlich, du Terrorist!


    User Image
    32 14 Melden
  • atomschlaf 02.07.2017 17:53
    Highlight Highlight Was für eine Bande nützlicher Idioten.
    Lenin hätte seine wahre Freude daran!
    19 49 Melden
    • FrancoL 02.07.2017 19:38
      Highlight Highlight Wen meist Du jetzt genau? Die Teilnehmer am Gipfel oder die Demonstranten. Denn beide demonstrieren auf ihre Art und ich glaube dass auch der Gipfel nicht ganz gratis ist und einige finanzielle Mittel bindet und das mitunter für einen Trump der ja für das twittern nicht viel mehr als sein Handy braucht, mehr werden wir ja von ihm nicht erfahren.
      20 10 Melden
    • atomschlaf 02.07.2017 19:52
      Highlight Highlight Ich meine die Demonstranten, Franco.

      Ich habe sehr wohl meine Zweifel an der Sinnhaftigkeit solcher Gipfel und ich finde es zudem völlig bekloppt, diese in einer Grossstadt zu veranstalten statt irgendwo in der Pampa, aber das ändert nichts an meiner Einschätzung der Demonstranten.
      20 33 Melden
    • seventhinkingsteps 02.07.2017 21:35
      Highlight Highlight Lenin war ein Autoritärer und die Folge der bolschewistischen Revolution ein Missverständnis von Marx' Ideen. Schade, dass er nicht mehr die Gelegenheit hatte seine Kritik anzubringen. Das sag ich als Linker. Nicht alle Linken sind Leninisten, die Demonstranten hier wahrscheinlich am wenigsten.
      27 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • karl_e 02.07.2017 17:52
    Highlight Highlight Dass die ihre G20 ausgerechnet mitten in einer Grossstadt abhalten müssen! Es gäbe wirklich intelligentere Locations (wie man das heute nennt), z.B. das Gasterntal ob Kandersteg, die ungarische Puszta oder die russischen Steppen. Dort würden die Grosskopfeten niemanden stören. Vielleicht könnte man ihnen sogar Davos schmackhaft machen, dort hat man reichlich Erfahrung mit dubiosen Grossanlässen.
    33 13 Melden
    • Pitsch K. Matter 02.07.2017 21:16
      Highlight Highlight Weil sich die Delegationen nicht auf ein Niveau von unter fünfstern Hotels zufrieden geben und eine hohe Dichte an solchen hast du nur in Grossstädten oder Luxusferienorte. Bei diesen Treffen geht es nicht um Lösungen, sondern um ein kulinarisches Wochenende auf Kosten der Steuerzahler.
      33 3 Melden
  • Quacksalber 02.07.2017 17:32
    Highlight Highlight Ist doch toll, dass man in diesem Land seine Meinung kundtun darf.
    40 11 Melden
  • derEchteElch 02.07.2017 17:17
    Highlight Highlight Die Demonstranten haben ja auch keine konkreten Antworten auf die Probleme, die sie ansprechen.

    Strom, iPhones und TV wollen auch die Demonstranten. Ihre Freiheit mit weniger Handynutzung einzuschränken sind sie auch nicht bereit. "Die anderen sollen Strom sparen, ich selbst brauch ja nicht viel" ist das Motto.

    Mit dem Vorschlag, dass man alle nach Europa lässt ist es auch nicht gelöst, im Gegenteil, es wird grösser weil wir auch massiv darunter leider werden.
    53 93 Melden
    • meglo 02.07.2017 18:57
      Highlight Highlight @Elch Als gutes Vorbild haben sie ihren Kommentar bestimmt mit Brieftaube geschickt. Im übrigen warte wohl vergeblichn auf ihre konkreten Antworten.
      30 15 Melden
    • FrancoL 02.07.2017 19:12
      Highlight Highlight Geistiger ElchTest wieder nicht bestanden. Deine Annahmen der Denkweise der Demonstranten zeigt wie wenig Du diese Szene kennst.
      Aber Du bist wenigstens ehrlich da Du schreibst "haben ja AUCH keine Konkreten Antworten". Das heisst immerhin dass Dir klar ist, dass es konkrete Antworten braucht und das die Gipfelteilnehmer (auch) keine haben.

      Nun bist Du so sicher, dass die Demonstranten KEINE Antworten haben? Ich wäre das nicht, denn das Zurückfahren der Wünsche ist eben eine Antwort, keine die Dir passt, aber es ist eine. . . . .
      32 18 Melden
    • FrancoL 02.07.2017 19:14
      Highlight Highlight Deinem Post allerdings zu entnehmen bist Du ja der Meinung, dass ANDERE verzichten sollen oder müssen, sich nicht das wünschen was wir uns wünschen, also bei denen soll der Wunsch redimensioniert werden, bei uns natürlich nicht und JA das ist deinerseits klar keine Antwort. Aber auch hier bist Du ehrlich; die anderen sollen und sie sollen wohl am besten die Klappe halten.
      14 10 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Valon Behrami 02.07.2017 17:00
    Highlight Highlight Wir müssen weiter Flagge zeigen. Weiter so! 🇲🇺🇲🇺🇲🇺
    30 43 Melden
  • Hugo Wottaupott 02.07.2017 16:54
    Highlight Highlight Viel Glück den Reitmatrosen zu Bern.
    35 60 Melden
    • Roterriese 02.07.2017 17:04
      Highlight Highlight Bekommen hoffentlich von der deutschen Polizei ordentlich auf den Deckel.
      63 80 Melden
    • karl_e 02.07.2017 17:46
      Highlight Highlight roterriese, der Gutmensch. :)
      33 23 Melden

Anwaltskosten und Facebook-Likes – dafür hat AfD-Weidel die Schweizer Spenden verwendet

Alice Weidel hat von einer Schweizer Pharmafirma 130'000 Euro, gestückelt in 18 Tranchen, erhalten. Laut deutschem Recht sind Spenden aus einem Nicht-EU-Land illegal. Strafanzeige wurde eingereicht, Untersuchungen laufen.

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