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Bild: AP/AP

Trump wirft EU unfaire Handelspraktiken vor

29.01.18, 08:18 29.01.18, 09:53

US-Präsident Donald Trump hat der Europäischen Union unfaire Handelspraktiken vorgeworfen und mit Konsequenzen gedroht. «Wir können unsere Produkte da nicht reinbekommen», sagte Trump in einem Interview mit dem britischen Sender ITV laut Vorabauszügen vom Sonntag.

«Und trotzdem schicken sie ihre Produkte zu uns – keine Steuern, sehr wenige Steuern. Es ist sehr unfair», sagte Trump.

Trump schien anzudeuten, dass er zu einer Auseinandersetzung in Handelsfragen mit der EU bereit sei: «Ich hatte viele Probleme mit der Europäischen Union, und das könnte sich zu etwas sehr Grossem auswachsen unter diesem Gesichtspunkt – dem Handelsgesichtspunkt.» Was genau er damit meine, sagte Trump nicht.

«Amerika zuerst bedeutet nicht Amerika allein.»

Donald Trump am WEF

Das ITV-Interview mit Trump wurde am Donnerstag in Davos aufgezeichnet. Trump hat es zu einem seiner Hauptanliegen erklärt, die seiner Ansicht nach unfaire Behandlung der USA auf dem Weltmarkt zu beenden. Als Ziel gab er dabei das Motto «America first» aus.

In seiner Rede auf dem Wirtschaftsforum in Davos hatte er am Freitag aber auch «Amerikas Freundschaft und Partnerschaft» angeboten. «Amerika zuerst bedeutet nicht Amerika allein», sagte er. Kurz vor der Abreise nach Davos hatte Trumps Regierung allerdings Strafzölle auf importierte Waschmaschinen und Solarmodule verhängt.

In dem ITV-Interview kritisierte er auch das Vorgehen der britischen Premierministerin Theresa May bei den Verhandlungen zum EU-Austritt als zu nachgiebig. Er würde «anders verhandeln» und hätte versucht, die Härte der EU in den Gesprächen auf die Probe zu stellen, sagte Trump. «Ich hätte gesagt, dass die Europäische Union nicht das ist, was sie angeblich ist. Ich hätte beim Austritt eine härtere Haltung eingenommen.» (viw/sda/afp)

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17
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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gregor Hast 29.01.2018 22:55
    Highlight Richtig Herr Trump, das eigene Land soll, auch bei jeder Zusammenarbeit mit anderen Nationen, immer an erster Stelle stehen. Ebenso richtig, dass Sie offen ansprechen, was Ihnen an den Handelspraktiken der EU nicht gefällt, und dass Sie sich eine Besserung hierzu wünschen.
    3 1 Melden
  • Zap Brannigan 29.01.2018 19:44
    Highlight Ich arbeite schon länger bei der CH Niederlassung einer US Firma, und kann es mir daher lebhaft vorstellen: Nur bleifreie Elektronik? Unfair! Keine Gentechnik ohne Deklaration in Lebensmitteln? Handelhemmnis! Datenschutz bei Facebook und Co? Kommunisten! Aus Erfahrung: Immer, wenn sich die USA beklagen, Privat oder Regierung, macht man etwas richtig.
    7 0 Melden
    • Gregor Hast 29.01.2018 22:59
      Highlight Wer keine Gentechnik haben will, soll mit Russland verhandeln, vor allem wenn es um Gemüse und Früchte geht. Genmanipulation ist nämlich seit 2016 in Russland verboten.
      3 1 Melden
  • Restseele 29.01.2018 13:24
    Highlight Vielleicht meint er nur die Waffenexporte... ich gehe mal davon aus, dass er weiss, dass Apple, Nvidia, Google, Facebook, Chrysler, Intel, Microsoft und und und... amerikanische Produkte sind, die in Europa ab und zu gekauft werden......
    Oder vielleicht weiss er das nicht, was ich nicht glaube. Ich sehe da eher so einen Trötzligoof.
    10 0 Melden
  • mob barley 29.01.2018 12:42
    Highlight Wer Freihandel will, muss eben Freihandelsabkommen schliessen, nicht künden oder auf Eis legen (TTIP wärs mit der EU gewesen, lieber Donald!). Ist dieser Zusammenhang für Trump schon zu kompliziert?
    Zeigt aber auch auf, dass er nur Rosinen picken will (Export ja, Import nein).
    8 2 Melden
    • Gregor Hast 29.01.2018 23:00
      Highlight Ich schliesse mich Herrn Trump an.
      0 3 Melden
  • Alice36 29.01.2018 11:38
    Highlight Welche Produkte denn? Mein letztes MacBook kam direkt von China, auch meine letzte Bestellung in die USA eine Remote Blitzanlage für meine Kamera wurde direkt von Shanghai geliefert. Einen PickUp Benzinfresser brauche ich nicht und grüne Farbe für den Rasen ist nicht nötig, was anderes fällt mir nicht ein das ich aus den USA bestellen würde. DT sollte sich wohl doch eher mal Gedanken zum Thema Preis/Leistung seiner US-Superprodukte machen, wer schon mal mit einer Whirlpool Maschine gewaschen hat weiss wovon ich rede, der hat nämlich garantiert auch schon ein Samsung Gerät zu Hause
    11 3 Melden
  • Platon 29.01.2018 11:18
    Highlight Ohh Trump findet die Steuern unfair? Wieso nutzte er dann nicht die Gelegenheit am WEF, um über den globalen Steuerwettbewerb zu sprechen? Wir können noch lange so herumdoktern und immer neue "Steuerreformen" durchboxen. Irgendwann ist der Zeitpunkt einfach gekommen, wo man dieses Problem wie den Klimawandel international angehen muss, vorausgesetzt wir wollen noch Unternehmenssteuern. Der Witz ist ja gerade, dass das Wef die ideale Plattform dazu wäre. Nur kümmern sich die Eliten am Wef nur um ihren Machterhalt und die weitere Aushöhlung des Primats der Politik über die Wirtschaft!
    14 2 Melden
    • Gregor Hast 29.01.2018 23:01
      Highlight Klimawandel?????
      1 2 Melden
  • flugsteig 29.01.2018 10:04
    Highlight Ich schäme mich fast ein wenig aber ich mag ihn langsam... ein ganz klein wenig.
    8 27 Melden
  • zombie woof 29.01.2018 09:20
    Highlight «Wir können unsere Produkte da nicht reinbekommen», ist auch gut so, gibt schon genuegend Schrott, da braucht es den aus den USA nicht auch noch
    29 8 Melden
    • Gregor Hast 29.01.2018 22:57
      Highlight Wieso nicht? Wir arbeiten ja sonst so eng mit den USA zusammen, wieso sollten wir nicht noch deren Produkte haben? Obwohl wir erwarten ja dasselbe von den USA....
      1 1 Melden
  • Triumvir 29.01.2018 08:49
    Highlight Seit wann können Apple, Nvidia etc. und co ihre überteuerten und billig in China etc. hergestellten Produkte nicht in der EU absetzen!? Das ist ja mal was ganz was Neues...
    37 3 Melden
    • Gregor Hast 29.01.2018 22:55
      Highlight Weil Apple, Nvidia ein amerikanische Produkt ist - deswegen.
      1 3 Melden

Hat Novartis Trump geschmiert?

400’000 Dollar hat das Schweizer Pharmaunternehmen an eine Briefkastenfirma von Michael Cohen, dem persönlichen Anwalt von Donald Trump, überwiesen. Es besteht der begründete Verdacht, dass es sich dabei um Bestechungsgelder handelt.

Es könnte aus dem Drehbuch eines billigen Thrillers stammen: 99’980 Dollar hat Novartis jeden Monat zwischen Oktober 2017 und 2018 an eine Firma namens Essential Consultants LLC überwiesen. Das schreit förmlich danach, dass diese Zahlungen nicht sauber sind. Zu offensichtlich ist es, dass die 100’000-Dollar-Grenze nicht überschritten werden durfte, sei es, um interne Controller oder externe Behörden nicht aufzuschrecken.

Nicht nur die Art und Weise der Zahlungen ist suspekt, auch der Empfänger. …

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