International

Rom legt seine berühmten Wasserspender teilweise still

01.07.17, 00:48 01.07.17, 06:29

Eine Hitzewelle und ungewöhnlich trockenes Wetter plagen derzeit Mensch und Tier in Italien. Rom will daher einen Teil seiner mehr als 2000 berühmten, öffentlichen Trinkwasserfontänen - bekannt als «Nasoni» – vorübergehend trockenlegen.

Die Stadt kämpft nämlich mit einer extremen Wasserknappheit. 30 «Nasoni» pro Tag könnten von kommender Woche an nicht mehr angezapft werden, sorgt sich die Presse. Tierschützer und Menschenrechtler schlagen daher Alarm: Obdachlose und Tiere seien auf die etwa einen Meter hohen, kostenlosen Wasserspender in Strassen und auf Plätzen angewiesen, sagen sie.

Hinter der Sparmassnahme steht das Wasserunternehmen Acea. In einem Brief an Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi schreibt der Versorger, er habe sich wegen der aussergewöhnlichen Trockenheit zu diesem Schritt entschieden. Die Hauptstadt werde wahrscheinlich noch viele Monate unter dieser extremen Wetterlage leiden.

«Spectre»-Dreharbeiten in Rom

Raggi selbst hatte die Römer vergangene Woche ermahnt, mit dem kostbaren Nass sparsam umzugehen: Sie verbot den Haushalten, mit dem Trinkwasser Gärten zu bewässern, Pools zu füllen oder Autos zu waschen. Auf einem anderen Blatt scheint allerdings zu stehen, ob geprüft wird, wer sich überhaupt an diese Order hält.

Acea räumt ein, dass es sich der Unannehmlichkeiten bewusst sei, welche der Entscheid mit sich bringe. Der Wasserversorger versprach aber zugleich, sein Bemühen zu verstärken, Lecks in den Wasserleitungen auszubessern. Und er bot der Bürgermeisterin an, einige Fontänen auszuwählen, die weiterhin Wasser spenden würden. (sda/dpa)

Ätna zeigt sich aktiv

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Ätna zeigt sich aktiv

Video: reuters

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    Alle Leser-Kommentare
  • Luzi Fair 01.07.2017 07:21
    Highlight Und bei uns wird mit Trinkwasser Schnee gemacht...
    Notabene in einer der Niederschlagsärmsten Regionen des Landes.
    6 38 Melden
    • atomschlaf 01.07.2017 09:36
      Highlight @Luzi: Du hast rein gar nichts verstanden. Das Wasser gelangt ja bei der Schneeschmelze wieder in den natürlichen Kreislauf.
      29 4 Melden
    • Luzi Fair 01.07.2017 16:44
      Highlight Wieso so persönlich? Ich denke ich verstehe recht gut.
      Wenn Trinkwasserbrunnen angezapft werden um das Wasser in Speicherseen zu pumpen, hat das nichts mit natürlichem Kreislauf zu tun. Bei der Schneeerzeugen werden dem Wasser zusätzlich Chemikalien beigemischt, die du sicher nicht in deinem Trinkwasser haben möchtest.
      2 4 Melden

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