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Leider falsch: Das Grundeinkommen führt nicht ins Schlaraffenland.

Sie wollen ein Grundeinkommen: Die spinnen die Finnen – oder doch nicht? 

In der digitalen Gesellschaft wird die Arbeitswelt umgekrempelt und die bisher gültigen Regeln des Sozialstaats werden ausser Kraft gesetzt. Ob es uns passt oder nicht: Wie die Finnen müssen auch wir bald ernsthaft über ein «Grundeinkommens-Experiment» nachdenken. 

25.06.15, 13:47 25.06.15, 17:44

Umfrage

Willst du ein bedingungsloses Grundeinkommen in der Schweiz?

  • Abstimmen

9,759 Votes zu: Willst du ein bedingungsloses Grundeinkommen in der Schweiz?

  • 60%Ja! Das will ich.
  • 16%Nein! Das ist eine blöde Idee
  • 24%Die Idee ist zwar gut, aber in der Realität funktioniert das nicht.

In der Schweiz ist zwar eine Initiative zur Schaffung eines bedingungslosen Grundeinkommens zustande gekommen. Die Begeisterung bei Politik und Wirtschaft aber hält sich in Grenzen. Viel zu teuer, winkt der Bundesrat ab. Derweil schreiben sich Wirtschaftsexperten aller Schattierungen die Finger wund, was für schlimme Folgen ein Grundeinkommen haben könnte. Der Tenor ist dabei stets der gleiche: Warum noch arbeiten, wenn einem die gebratenen Tauben einfach so in den Mund fliegen?

Ein Irrtum. Das bedingungslose Grundeinkommen ist nicht als Hängematte für Arbeitsverweigerer gedacht. In jeder Gesellschaft gibt es einen gewissen Prozentsatz an Faulen, und die mogeln sich immer irgendwie durch, ob Grundeinkommen oder nicht. 

«Wir werden wahrscheinlich im grossen Stil umverteilen müssen. Diese Umverteilung kann die Form eines Grundeinkommens annehmen.»

Martin Wolf, «Foreign Affairs»

Werden Arbeit und Einkommen getrennt – und das ist die zentrale Idee hinter dem Grundeinkommen –, dann wird die Arbeit im Gegenteil aufgewertet. Monotone und körperlich anstrengende Tätigkeiten werden von Maschinen übernommen. Die Menschen haben mehr Zeit, sich kreativen und sozialen Dingen wie Pflege zuzuwenden. 

Eine rechtsbürgerliche Regierung will ein Grundeinkommen

Ein bedingungsloses Grundeinkommen entschlackt zudem die ausufernde Bürokratie des Sozialstaates radikal. Deshalb geniesst diese Idee auch in bürgerlichen Kreisen ein gewisses Wohlwollen. Gewerkschaften und Sozialdemokraten hingegen sind eher skeptisch und gehen auf Distanz. 

Auch in Finnland ist es eine rechtsbürgerliche Regierung, die ein «Grundeinkommens-Experiment» in ihren Koalitionsvertrag geschrieben hat. Im Hinblick auf die künftige Entwicklung unserer Wirtschaftsordnung macht dieses Experiment durchaus Sinn. Intelligente Software und Roboter sind im Begriff, unsere Arbeitswelt zu verändern. In der Uber-Gesellschaft sind Arbeitnehmer nicht mehr sozial von ihren Arbeitgebern abgesichert. Mit einer App ausgerüstet, werden sie zu freien Unternehmern. 

Die Sozialpolitik wird sich nicht nur um diejenigen kümmern müssen, die nicht im Erwerbsleben stehen, sondern auch um die, die einen Job haben.»

Nicolas Colin und Bruno Palier, «Foreign Affairs»

Das wiederum hat grosse Auswirkungen auf den Sozialstaat. In der neuesten Ausgabe des Magazins «Foreign Affairs» werden sie von Nicolas Colin und Bruno Palier wie folgt beschrieben: «Die Sozialversicherungen des 20. Jahrhunderts waren darauf ausgerichtet, dass die Menschen genügend Arbeit in Massenbetrieben hatten. Die Annahme dahinter war, dass fast alle Erwachsenen erwerbstätig und so in der Lage sein würden, die Alten, Kranken und Behinderten zu unterstützen.»

«In der digitalen Wirtschaft des 21. Jahrhunderts hingegen wird die Beschäftigung weniger regelmässig und schlechter bezahlt sein. Die Sozialpolitik wird sich daher nicht nur um diejenigen kümmern müssen, die nicht im Erwerbsleben stehen, sondern auch um die, die einen Job haben.» 

Uber ist das Symbol einer neuen Wirtschaftsordnung geworden. Bild: KEYSTONE

Wie immer man die künftige Wirtschaftsordnung auch nennen mag – ob digitale Wirtschaft, Sharing- oder Peer-to-Peer-Economy –, allen gemeinsam ist die Tatsache, dass sich die Unternehmen immer mehr aus der sozialen Verpflichtung stehlen werden. Gleichzeitig muss davon ausgegangen werden, dass die Einkommensunterschiede noch weiter auseinanderklaffen. 

Das Grundeinkommen ist keine Wunderwaffe

Martin Wolf, Chefökonom der «Financial Times», kommt deshalb in einem Gastbeitrag in «Foreign Affairs» zu folgendem Schluss: «Wir werden wahrscheinlich im grossen Stil umverteilen müssen. Diese Umverteilung kann die Form eines Grundeinkommens annehmen, verbunden mit Unterstützung für Aus- und Weiterbildung. Auf diese Art und Weise könnte ein besseres Leben Realität werden.» 

Das bedingungslose Grundeinkommen ist keine Wunderwaffe, die unsere sozialen Probleme auf einen Schlag erledigen wird. Es ist jedoch auch keine nicht zu finanzierende Hängematte für Faule, wie immer wieder suggeriert wird. Angesichts der zu erwartenden Umwälzungen in Wirtschaft und Gesellschaft muss ernsthaft darüber diskutiert werden – auch in der Schweiz. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • manhattanportage 27.06.2015 11:18
    Highlight Hat Geimeinschaft keinen Wert mehr? Solange wir vor Leuten mit viel Geld in Andacht fallen, Sparen als Tugend betrachten, Besitz anstreben, wird sich auch mit dem Grundeinkommen nichts ändern. Gier hat viele Gesichter. Die Idee des Grundeinkommens könnte einen Anfang bilden um dem Geld Bedeutung zu nehmen. Das wäre ein guter Schritt weg von dem Irrweg vieler. Denn sparen ist asozial.
    11 3 Melden
  • MediaEye 27.06.2015 05:55
    Highlight Ein Grundeinkommen ist sicher durchaus in Ordnung; aber niemals bedingungslos!
    So müssen Erwerbstätige ganz sicher und unbedingt von jenem teil, welcher das Grundeinkommen übersteigt; einen zu fixierenden Prozentsatz wieder in den Topf zurück zahlen. Und die Leistungen für Familien müssen gedeckelt werden, indem maximal das Doppelte als an Singles und Alleinerziehende ausgerichtet wird.
    4 7 Melden
  • politico 26.06.2015 12:57
    Highlight Herr Loepfe, als Ökonom teile ich Ihre Ansichten nur selten, ich mag aber dennoch Ihren Stil und Ihre Art, Themen zu beleuchten. Aber dieser Artikel ist jetzt etwas gar flach, und zwar sprachlich wie inhaltlich. Genügt der Ihren eigenen Qualitätsansprüchen?
    7 11 Melden
  • Karl33 25.06.2015 21:32
    Highlight Man könnte jetzt argumentieren, dass jene, welche das bedingungslose Grundeinkommen fordern, bloss den Steuerzahler jene Kosten bezahlen lassen wollen, die Firmen wie UBER willentlich nicht mehr bezahlen. Mit dem Grundeinkommen könnte dann jeder Bezüger gratis taxifahren arbeiten, und UBER kann seine Bezahlung sogar noch weiter senken und die Mia-Gewinne steigern. Clever: der Staat bezahlt die Löhne, die Aktionäre der Firmen streichen die immer höher werdenden Gewinne ein. Nein. Sowas brauchen wir nicht.
    24 25 Melden
    • keplan 25.06.2015 23:11
      Highlight Ich würde ihnen gerne mehr als ein like. Denn die wirtschaft schiebt alle unrentabeln bereiche auf den staat ab und wenn möglich noch keine Steuern zahlen. Die Frage ist wollen wir wircklich die wirtschaft über irgendwelche steuern nur
      kleinen Teil der von ihren verursachten kosten bezahlen lassen und den Rest bezahlen wir oder gäbe es eine möglich die wirtschaft direkt zu zwingen diese kosten zu üvernehmen
      10 3 Melden
    • Hackphresse 26.06.2015 12:16
      Highlight Dann sollte man entweder sich des UBE(L)Rs entledigen oder höhere Steuern erheben.
      5 3 Melden
  • Jol Bear 25.06.2015 21:19
    Highlight "Monotone Arbeiten werden von Maschinen übernommen.... Die Menschen werden sich sozialen Dingen, wie Pflege usw. zuwenden...." Mag alles stimmen, doch braucht es dazu kein staatlich verordnetes Grundeinkommen. Das haben wir nämlich in Form von Sozialleistungen, Arbeitslosengeld oder der Schaffung von staatlichen Stellen bei Sozialen Berufen usw. heute schon. Die erwähnte Umverteilung um das zu finanzieren, passiert über die Steuern ebenfalls bereits jetzt. Sollte es mit Substitution von Arbeit durch Technik weiter gehen, werden die Kosten der erwähnten staatlichen Leistungen steigen und man wird das System Schritt für Schritt anpassen. Der grosse Fehler wäre es, der Illusion zu erliegen und mit staatlich garantiertem Grundeinkommen zu meinen, der Entwicklung zuvor zu kommen.
    18 24 Melden
    • MediaEye 27.06.2015 06:02
      Highlight Man hätte eben schon vor Jahrzehnten statt einer vorgezogenen Recyclingabgabe eine Steuer auf Maschinen,Robotern etc. einführen sollen!
      Und wenn sich die wirtschaft und damit die obersten 10% nicht weiter dem Staat verweigern würden, wäre es auch besser um Alle gestellt.
      1 4 Melden
  • stadtzuercher 25.06.2015 19:44
    Highlight Wenn beklagt wird, dass sich Unternehmen aus der Verantwortung stehlen, die Einkommensunterschiede wachsen: Wie soll dabei ein Grundeinkommen Abhilfe schaffen? Verantwortung der Wirtschaft: Wenn man es nicht schafft, die Unternehmen in die Verantwortung zu nehmen, dann wird in Zukunft ein Grundeinkommen auch nicht bezahlt werden können. Einkommensunterschiede: Ein Grundeinkommen ist vollkommen indifferent zu Einkommensungleichheit. Solange man nicht die Besteuerung wie sie mal war progressiv gestaltet, wird die Ungleichheit wachsen. Diese essentiellen Probleme löst ein Grundeinkommen nicht.
    17 14 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.06.2015 20:06
      Highlight Die Progression ist da, nur flacht sie nach dem oberen Mittelstand wieder ab. Mit zusätzlichen Steuern ab 2Mio Vermögen auf Bundesstufe und das auch wieder progressiv, lässt sich das Grundeinkommen sehr gut finanzieren.
      23 12 Melden
    • stadtzuercher 25.06.2015 20:20
      Highlight p4trick, mit zusätzlichen steuern käme natürlich mehr geld rein. aber wir haben grad eine erbschaftssteuer ab 2mio mit grosser mehrheit verworfen. wie denkst du, wird es einer initiative für zusätzlichen steuern ab 2 mio vermögen ergehen?
      21 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.06.2015 08:16
      Highlight Erbschaftsteuer war auch falsch. 20% sind bei jetzigen 0.2% Vermögenssteuer das 100 fache und betrifft auch kleine. Familie mit 4 Kindern, jeder würde 500k erhalten, mit Erbschaftsteuer nur 400k.... 1% der Schweizer hat ca. 700Mia Vermögen. Vermögenssteuer auf Bundesebene von 2% wäre 14Mia. pro Jahr und das trifft nur Personen ab 10Mio Vermögen. Schlupflöcher sollten geschlossen werden etc... Einkommensteuer trifft die Büetzer, Vermögensteuer die Reichen, wenn wir von Umverteilen reden, müssen wir an die Vermögensteuer und zwar auf Bundes Ebene. Zusätzlich eine Luxus MWST von 10% als bsp.
      10 3 Melden
    • MediaEye 27.06.2015 06:05
      Highlight @patrick; genau das fordere ich bereits seit jahren; eine LUXUXSTEUER ab 100'000, sofern nicht in betriebliche Investition gesteckt,
      4 3 Melden
  • stadtzuercher 25.06.2015 19:36
    Highlight Ansätze zu suchen für mehr Chancengleichheit ist interessant und zu begrüssen. Leider sind die meisten Vorschläge für radikale Systemwechsel meist Glaubensache. Ein grundlegender Fehler ists, zu glauben, mit einem neuen System würden auch die Menschen geläuterter und fairer. "Das bedingungslose Grundeinkommen ist nicht als Hängematte für Arbeitsverweigerer gedacht." Es ist vollkommen egal, wies GEDACHT ist, entscheidend ists, wies von den Menschen und der Gesellschaft gebraucht werden wird.
    16 8 Melden
    • Thomas_v_Meier 26.06.2015 07:09
      Highlight Die welche eine staatliche Hängematte wollen bekommen diese heute schon. Nur betreibt der Staat aktuell einen riesen Aufwand um diese aus der Hängematte zu kippen, oft ohne Erfolg. Unter dieser Kontrollen und Demütigungen, z.b IV, leiden diejenigen welche es nötig haben. Da Frage ich mich ob es nicht einfacher, effizienter wäre wenn die Gesellschaft sagt es existieren Menschen welche faul und sich tagein tagaus in die Hängematte legen. Das akzeptieren wir und tragen diese notgedrungen durchs Leben, ohne den ganzen Kontrolle Apparat.
      Die meisten Menschen langweilen sich nach einer kurzen in der Hängematte und müssen was machen und damit generieren meistens Einkommen......
      14 1 Melden
  • sinnfrei 25.06.2015 17:21
    Highlight Auch hier in der Schweiz ist das das BGE ein Politikum, aber ich bin ziemlich sicher, dass die Finnen mehr Mut zur Veränderung haben und ich würde es ihnen gönnen, dass dieses Konzept endlich die existenzielle Chancengleichheit schafft, die wir eigentlich alle verdient hätten (http://sinnfrei.ch/2013/06/17/fur-ein-bedingungsloses-grundeinkommen-weil-wir-es-uns-wert-sind/). Nicht zu vergessen bleibt in dieser Debatte aber das Konzept der Negativen Einkommenssteuer, welches meiner Ansicht nach eine umsetzbarere Alternative ist, die zum gleichen Ziel führen kann.
    23 11 Melden
    • MediaEye 27.06.2015 06:09
      Highlight negative Einkommenssteuer, tönt gut, das heisst ich bekomme mein Einkommen vom Staat garantiert, und zwar mindestens Fr. 3000 bis 3500.- um die Existenz zu sichern
      0 2 Melden
  • Sveitsi 25.06.2015 14:55
    Highlight Wie hoch soll denn das Grundeinkommen ihrer (den Finnen) Meinung nach sein?
    13 2 Melden
  • Luzz 25.06.2015 14:38
    Highlight In Finnland werden auch heute schon Studenten (Bachelor-/Master-Stufe) mit monatlich bis zu 535€ (während der 9 Vorlesungsmonate) vom Staat unterstützt und Studiengebühren gibt es keine.
    48 4 Melden
  • klugundweise 25.06.2015 14:37
    Highlight Ja, die findigen Finnen...
    Auch beim Gesundheitssystem gibt es dort neue Ansätze. Anreiz soll dabei sein, möglichst viele Menschen gesund zu halten und nicht an den Krankheiten verdienen.
    Vielleicht hätten solche Ideen auch in der Schweiz ein besseres Echo, wenn sie von rechts kämen. Aber diese Politiker propagieren lieber Rezepte von vorgestern für die Fragen von morgen und halten sich damit für fortschrittlich.
    Aber das Volch will es so. Siehe Umfragen GfS...
    96 14 Melden
    • Nico Rharennon 25.06.2015 15:40
      Highlight Weisst du warum dies so ist? Also das unsere so andere Standpunkte als die finnischen Rechten haben? Würde mich interessieren, so lassen sich unsere vielleicht umpolen :)
      16 1 Melden
    • klugundweise 25.06.2015 16:40
      Highlight Vielleicht weil die Finnen rechte Rechte sind die selber denken und nicht von einem populistischen egomanischen Geldsack gesteuerte "Blindeli".
      (sorry, aber du hast mich gefragt...!)
      33 2 Melden
    • smoe 25.06.2015 18:23
      Highlight @Nico
      Nun so unterschiedlich sind die Standpunkte nicht, wenn es z.B um Sachen wie Asylrecht, EU oder Homo-Ehe geht. Der grösste Unterschied ist wohl, dass im Norden der Wohlfahrstaat durch alle Parteien hindurch akzeptiert ist und als Erfolgsmodell gesehen wird. So fordern z.B. die Finnischen Rechten Steuererhöhungen für Reiche und der höchste Vorschläg für den monatlichen Betrag des Grundeinkommens kommt aus der wirtschaftsliberalen Ecke.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Schwedisches_Modell
      23 0 Melden
    • Nico Rharennon 25.06.2015 19:10
      Highlight Okey, danke für die Aufklärung und den link.
      7 0 Melden
  • Kronrod 25.06.2015 14:13
    Highlight Leider haben es die Initianten der anstehenden Schweizer Initiative verpasst, gleichzeitig einen Abbau der damit Unnütz gewordenen Sozialversicherungen festzuschreiben. So müssen wir bei einer Annahme befürchten, weder den Fünfer noch das Weggli zu bekommen - dh wir hätten die Kosten ohne die Effizienzgewinne.
    21 17 Melden
  • Wilhelm Dingo 25.06.2015 14:05
    Highlight Der Ansatz des Grundeinkommens ist interessant. Ganze Heerscharen von Sozial-Bürokraten könnten abgebaut werden. Schlussendlich geht es aber darum, welchen Betrag eine Person bekommt die nicht genug Einkommen erzielen kann oder will. Je höher dieser Betrag ist, desto tiefer der Anreiz selber genug Einkommen zu erzielen. Diese Eigeninitative ist auch in der digitalisierten Welt noch nötig. Die Crux liegt also im Betrag der umverteilt wird und weniger im System.
    44 7 Melden
    • MediaEye 27.06.2015 06:14
      Highlight gut gebellt Dingo, aber zu kurz gesprungen. Eigeninitiative kann nur dort entstehen, wo die Existenz gesichert ist: und damit meine ich eben mehr als nur das reine Überleben!
      Und ich glaube eben gerade nicht an diese neoliberale Mär von Eigeninitiative und Anreizsystemen!
      4 2 Melden

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