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Trump will Entscheidung über Strafzölle für EU-Importe verschieben

Noch einmal 30 Tage: US-Präsident Donald Trump verschont die EU-Länder sowie Mexiko und Kanada bis 1. Juni von Strafzöllen auf Stahl und Aluminium. Die USA wollen die Europäer zur Einwilligung auf Obergrenzen drängen.

01.05.18, 02:00 01.05.18, 07:37


US-Präsident Donald Trump gewährt den EU-Staaten einen weiteren Aufschub bei den US-Einfuhrzöllen auf Stahl und Aluminium bis 1. Juni. Das gab das Weisse Haus am Montagabend (Ortszeit) in Washington bekannt.

Gleiches gilt für die US-Nachbarn Mexiko und Kanada. Bis dahin sollen die Verhandlungen beendet werden. Weitere Aufschübe soll es nicht geben. Trump unterzeichnete am Montag zwei entsprechende Proklamationen.

Für Südkorea wurde im Zuge des gemeinsamen Freihandelsabkommens eine Dauerlösung verhandelt. Für Argentinien, Brasilien und Australien seien Grundsatzeinigungen erzielt worden, die bis zum 1. Juni finalisiert werden sollen.

USA wollen Importe begrenzen

«In all diese Verhandlungen konzentriert sich die Administration auf die Einführung von Quoten, die die Importe begrenzen, Transitlieferungen aus Drittländern verhindern und die Nationale Sicherheit der USA gewährleisten», hiess es in einer Mitteilung des Weissen Hauses.

Die Entscheidung fiel in Washington nur wenige Stunden vor Inkrafttreten der Zölle um Mitternacht (Ortszeit/6.00 MEZ). Die EU und andere Länder wurden bis zuletzt auf die Folter gespannt.

EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström hatte noch am Montag mit US-Handelsminister Wilbur Ross telefoniert, um eine Verbesserung der Situation erreichen zu können.

Die EU hat bereits Gegenmassnahmen vorbereitet für den Fall, dass die Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Stahleinfuhren und zehn Prozent auf Aluminium am 1. Mai in Kraft treten sollten. Im Gespräch als Vergeltung waren Zölle auf US-Importe nach Europa, etwa auf Whiskey und Jeans.

Europäische Zugeständnisse möglich

Die EU hatte eine Einigung auf Obergrenzen wie auch jede andere Bedingung der USA grundwegs abgelehnt. Erst müsse eine vorbehaltlose Ausnahme für die EU bezüglich der Zölle erwirkt werden, hatte Malmström klar gemacht. Dann könne grundsätzlich über gegenseitige Handelsschranken gesprochen werden.

Zahlreiche Politiker in Europa machten auch deutlich, dass vieles von dem, was Trump nun fordert, Gegenstand des von ihm selbst abgelehnten Freihandelsabkommens TTIP gewesen wäre.

Dennoch sind Zugeständnisse der Europäer nicht ausgeschlossen. Trump hat immer wieder und zuletzt am vergangenen Samstag bei einer Kundgebung in Michigan deutlich gemacht, dass die USA Zölle auf Einfuhren von Personenwagen von 2,5 Prozent erheben, die Europäer aber zehn Prozent auf US-Fahrzeuge. Ferner geht es auch um Handelserleichterungen für US-Agrarprodukte. (sda/dpa)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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20
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20Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • roger_dodger 01.05.2018 09:45
    Highlight Bei den Zöllen auf Fahrzeugen kann Herr Trump ja auch mal erzählen wie viele Produktionswerke US-Autobauer in der EU eröffnet haben (0) und wie viele EU-Autobauer in den USA (diverse).
    18 4 Melden
    • Slavoj Žižek 01.05.2018 16:16
      Highlight https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ford_of_Europe

      Keine?
      1 0 Melden
    • ujay 01.05.2018 18:08
      Highlight @Dodgy. Ich bin absolut gegen Trumps Importzoll Eskapaden, aber es geht um genaue Zahlen. Und die sind: Ford hat unzählige Firmen mit 55000 Mitarbeitern in Europa. GM bis zum Verkauf von Opel/Vauxhall an Peugeot hat 35000 Leute in Europa beschäftigt. Dazu kommen etwa 1Million Arbeiter in Zulieferfirmen. VW, Daimler und BMW beschäftigen 25000 Leute in ihren US Ablegern und 450000 in Zulieferfirmen.
      1 0 Melden
  • Majoras Maske 01.05.2018 06:10
    Highlight Es wird sich als einmal historische Fehlleistung erweisen, wenn sich die USA und die EU just in jenen Moment gegenseitig an die Gurgel gehen, wenn China und Russland auch einen Platz an der Sonne wollen.
    44 2 Melden
  • ujay 01.05.2018 04:15
    Highlight Trump, der Cowboy mit der Chäpselipistole, der denkt, alle glauben, er könne damit richtig schiessen😂😂😂
    35 7 Melden
    • DonDude 01.05.2018 08:00
      Highlight Glauben kannst Du in der Kirche. Ihr könnt Trump soviel bashen wie ihr wollt. Fakt ist jedoch, Trump hat in der kurzen Zeit mehr für sein Land getan als Obama jn seiner ganzen Amtszeit.
      5 37 Melden
    • Rerruf 01.05.2018 08:34
      Highlight Was denn???
      28 4 Melden
    • DonDude 01.05.2018 09:29
      Highlight Rerruf. Mach deine Augen auf
      4 22 Melden
    • tomdance 01.05.2018 09:34
      Highlight @DonDude: Beispiele? Fakten?
      22 0 Melden
    • DonDude 01.05.2018 10:12
      Highlight - seit 17Jahren niedrigster Stand der Arbeitslosigkeit
      - beschleunigte wirtschaftliche Dynamik
      - amerikanische Aktientitel sind seit Trumps Wahl stärker gestiegen als in acht Jahren Obama.
      - die neue Steuerreform

      Nur um einzelne Punkte zu erwähnen.
      Vielleicht sollte man halt sein Wissen nicht aus Mainstream Medien beziehen, dann würde man auch die andere Seite von Trump kennen lernen.
      Nein, ich bin kein Trump Fan. Aber das ganze Bashing geht mir auf die Eier!!!
      5 21 Melden
    • swisskiss 01.05.2018 11:10
      Highlight DonDude: Eine Steuerreform, die die Haushaltsverschuldung um 800 Milliarden pro Jahr erhöht, 26 Gesetze einzuführen, die durch Richterbeschluss gekippt wurden, eine Aussenpolitik, die zur Eskalation mit dem Iran führt, eine Wirtschaftpolitik, die mit Strafzöllen die eigene Industrie und schlussendlich den US Konsumenten bestraft, eine Umweltpolitik die gesteuert von den Koch Brothers den gesamten Schutz aushebelt, die Aufweichung des Dodd Frank Act, der die Banken überwacht und eine unglaublich dilletantische Besetzung der Stabsstellen und Kabinetts, sind wirklich keine positiven Leistungen.
      21 3 Melden
    • swisskiss 01.05.2018 11:16
      Highlight DonDude: Ahh,ja. Das beste Argument der naiven Trumpfans: "Zum Glück wurde nicht die korrupte und nur auf den eigenen Vorteil bedachte Hillary gewählt. Sonst hätte die schon lange einen Krieg angezettelt"

      Mit jedem Tag der vergeht in der Amtszeit Trump, wird diese Ansicht absurder und offenbart wie völlig naiv und fremdgesteuert manche Menschen durchs Leben gehen.
      15 3 Melden
    • Vanessa_2107 01.05.2018 11:21
      Highlight DonDude... immer wieder schwer verständlich, wie Trumpsters funktionieren. Vor allem erntet Trump nun viel von dem was Obama vorher eingegleist hatte. Und sonst, was hatte er bisher zu bieten:
      15 4 Melden
    • DonDude 01.05.2018 12:25
      Highlight Typischer Mainstream Journalismus.
      😂😂😂😂
      2 12 Melden
    • DonDude 01.05.2018 12:55
      Highlight @Swissknutschi
      Die Einfuhrzölle fördern und schützen den heimischen Markt. Macht übrigens die EU genau gleich z.B. mit US Fahrzeugen.
      Du musst nicht einzellne Punkte anschauen. Die meisten von Dir erwähnten kann jedermann wiederlegen. Kommt immer darauf an von welcher Seite man es anschaut. Was zählt ist das Gesamte egal auf welchem Weg. Für mich war die USA unter Obama ein scheinheiliges 3.Weltland. Unter Trump gehts langsam wieder aufwärts.
      2 11 Melden
    • swisskiss 01.05.2018 14:17
      Highlight DonDude; Was hälst Du als Aussenstehender von ökonomischem Wissen?

      Fakt: Unter den Top 20 stahproduzierende Firmen dieses Planeten sind 2 US Betriebe, einer davon recycelt Stahl. US Steel produziert heute mit 15% der Belegschaft rund 3 mal mehr Stahl als vor 30 Jahren
      Der letzte Versuch Strafzölle auf Stahl einzusetzen unter Bush, hat zum Abbau von mehr als 60 000 Stellen alleine in der Autoindustrie geführt.

      Du hast wirklich keine Ahnung! Daher vermute ich, dass Du gerechtfertigte Kritik an Trump auch nicht erkennen kannst und als Bashing interpretierst.
      5 3 Melden
    • Vanessa_2107 01.05.2018 15:02
      Highlight DonDude - was in der Liste aufgeführt ist sind Tatsachen und nicht Mainstream, jeder Punkt stimmt! Die neue Steuerreform z.B. begünstigt vor allem diejenigen, die eh schon zu viel haben und die Staatsverschuldung, die er senken wollte, steugt und steigt...Und übrigens, Trumpsters wie du würden mir auf den Sack gehen, hätte ich einen 😂😂😂😂....und - schau mal was deinem Held auch sonst alles nicht gelungen ist:
      2 2 Melden
    • Klaus07 01.05.2018 15:27
      Highlight @DonDude, im ersten Jahr Trump profitierte der Aktienmarkt noch von den Reformen der Obamaadministration sowie der Tiefzinsstrategie der FED. Seit Januar 2018 fiel der Aktienindex um 2000 Punkte obwohl die Steuerreform angeblich die Märkte beleben sollte sinken die Kurs. Auch der Arbeitsmarkt profitierte im ersten Jahr noch von den Massnahmen der Obamaregierung. Seit Oktober 17 sind auch die Arbeitslosen Zahlen Saisonbereinigt nicht weiter gesunken.
      4 2 Melden
    • ujay 01.05.2018 17:56
      Highlight @Dude. Du prodizierst dich hier als Märchenerzähler: Arbeitslosigkeit USA war bei Obamas Amtsanritt 10% , nach 8 Jahren 3,5% und ist heute noch auf demselben Level. Der Rest deiner Behauptungen kannst du auf den Müll der Geschichte werfen. Heute kann jede/r googeln. Also bring Fakten und nicht Fakenews.
      3 1 Melden
    • ujay 01.05.2018 18:10
      Highlight Dude...ich glaube nicht, aber dein Freund Donald😂
      1 1 Melden

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