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Viva! US-Amerikaner dürfen mehr Rum und Zigarren aus Kuba einführen

Die USA und Kuba nähern sich weiter an – mit Rum und Zigarren. Beides dürfen Amerikaner für den eigenen Gebrauch künftig unbegrenzt aus dem Inselstaat mitbringen.

15.10.16, 21:40 16.10.16, 15:19

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Rauchen und Trinken – auch dafür ist Kuba weltweit bekannt, für seine Zigarren, für seinen Rum. Nur: US-Touristen hatten davon nach ihrer Heimreise bislang eher wenig. Sie durften bislang Tabak und Hochprozentiges nur im Wert von bis zu 100 Dollar aus dem kommunistischen Land mit in die Vereinigten Staaten bringen. Das ändert sich jetzt.

Washington hat nämlich eine weitere Lockerung seiner Sanktionen gegen Kuba angekündigt. Es geht um einen vereinfachten wissenschaftlichen Austausch – und um Erleichterungen bei der Einfuhr bestimmter Waren für den persönlichen Gebrauch – Zigarren und Rum. Handelsminister Jacob Lew erklärte, die Entscheidung könne «grössere Chancen für Kubaner und Amerikaner eröffnen».

Künftig soll es Wissenschaftlern aus den USA und aus Kuba möglich sein, in medizinischen Fragen gemeinsam zu forschen und die Ergebnisse wissenschaftlich und kommerziell zu nutzen. Zudem dürfen US-Forscher im Zuge ihrer Aktivitäten auf Kuba dort Bankkonten eröffnen. In Kuba hergestellte Medikamente dürfen künftig durch die US-Arzneimittelaufsicht für den US-Markt zugelassen werden. Lockerungen soll es ausserdem beim Transport von Schiffs- und Luftfracht geben.

«Ein positiver Schritt»

Havanna begrüsste die Ankündigung. «Das ist ein positiver Schritt, ein bedeutender Schritt im Prozess in Richtung einer Aufhebung der Blockade und der Verbesserung unserer Beziehungen», erklärte die Regierungsbeauftragte für die US-Beziehungen, Josefina Vidal. Die kubanische Regierung sehe jedoch auch, dass Washington damit «Wandel befördern» wolle und «Programme der Einflussnahme auf unser Land» fortgesetzt werden sollten.

US-Präsident Barack Obama erklärte, dass Differenzen insbesondere mit Blick auf die Menschenrechte und das Demokratieverständnis zwischen beiden Ländern fortbestünden. «Aber ich denke, dass unser Engagement das beste Mittel ist, dieses Differenzen anzugehen und Fortschritte zu machen».

Die US-Sanktionen gegen Kuba sind ungeachtet der Lockerungen nicht aufgehoben. Diese Strafmassnahmen aus der Zeit des Kalten Kriegs können nur vom US-Kongress beendet werden, wo sich derzeit keine Mehrheit dafür abzeichnet. Die Annäherung der beiden Staaten war von Obama und seinem kubanischen Kollegen Raúl Castro vorangetrieben worden. Im Juli 2015 hatten Kuba und die USA ihre diplomatischen Beziehungen wieder aufgenommen. (kev/afp)

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Brikne, 20.7.2017
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