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Attendants pose with a bitcoin sign during the opening of Hong Kong's first bitcoin retail store February 28, 2014. REUTERS/Bobby Yip  (CHINA - Tags: BUSINESS)

Auf den Rausch folgt der Kater. Bild: BOBBY YIP/REUTERS

Die Rekordjagd entpuppt sich als Strohfeuer: Bitcoin im Sturzflug

12.01.17, 15:06 12.01.17, 15:34


Einer wochenlangen, schwindelerregenden Klettertour der Digitalwährung Bitcoin ist nun eine noch rasantere Talfahrt gefolgt: Binnen einer Woche hat der Bitcoin rund ein Drittel seines Wertes verloren. Am Donnerstag fiel er auf den tiefsten Stand seit Anfang Dezember.

Furcht vor einer stärkeren Regulierung der Digitalwährung durch Chinas Führung lasse Anleger die Flucht ergreifen, hiess es aus dem Handel.

In einer Woche von 1161 auf 753 Dollar gefallen

Inzwischen sind alle Gewinne einer seit Dezember bis ins neue Jahr hinein anhaltenden Rally wieder verloren. Noch vor einer Woche hatte der Bitcoin nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg ein Rekordhoch von über 1161 Dollar erreicht. Am Donnerstag fiel die Digitalwährung demnach aber bis unter 753 Dollar.

Die Betreiber der Online-Handelsplattform BTCC bekamen nach eigenen Angaben am Mittwoch Besuch von Vertretern der chinesischen Notenbank und weiteren Behörden. Das teilte das Unternehmen auf seiner Internetseite mit. Es sei mit weiteren Treffen diese Woche zu rechnen.

BTCC versucht, Panik entgegenzuwirken: Man arbeite aktiv mit den Behörden zusammen. «Unterdessen bitten wir unsere Kunden eindringlich, Medienberichte rational und behutsam zu bewerten, die über das Treffen und die Gespräche spekulieren.»

Rally von China ausgelöst

Der Bitcoin ist eine digitale Währung, die im Internet entstanden ist. Sie ist seit 2009 im Umlauf. Bitcoins werden in komplizierten Rechen-Prozessen auf den Computern der Nutzer erzeugt. Das Bitcoin-System nutzt für Transaktionen die sogenannte Blockchain-Technologie und gewährt damit Anonymität. Dabei handelt es sich um eine verschlüsselte Datenbank, in der alle Transaktionen gespeichert werden.

Auch die jüngste Klettertour des Bitcoin war laut Händlern massgeblich von chinesischen Behörden ausgelöst worden. Chinas Führung hatte zuletzt Kapitalverkehrskontrollen verschärft, um die Talfahrt der Landeswährung Yuan abzubremsen. Chinesische Anleger können derartige Kontrollen umgehen, indem sie auf die staatlich bislang nicht kontrollierte Digitalwährung ausweichen. Jetzt aber dürfte auch der Bitcoin ins Visier der Behörden geraten. (whr/sda/dpa)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • http://bit.ly/2mQDTjX 12.01.2017 18:51
    Highlight Es ist vermutlich eher naiv zu glauben, in China könne etwas ins Visier der Behörden geraten. Vielmehr ist doch in China generell alles im Visier der Behörden. Bitcoin haben die chinesischen Behörden bestimmt schon längst auf dem Radar und intensiv studiert.

    Man darf nicht vergessen, dass chinesische Miners rund 70% der Bitcoins schürfen. Jährlich rund 500'000 Bitcoins zum aktuellen Marktwert von rund 300 Millionen Dollar.

    Mit den Millionen finanzieren die Chinesen ihre heimischen Kraftwerke, ihre Chip-Industrie und ihre Hacker-Avantgarde.

    Das ist für China ein sehr gutes Geschäft.
    2 0 Melden
  • Sauäschnörrli 12.01.2017 16:10
    Highlight Der Bitcoin war einfach massiv überbewertet, jetzt gibts eine Korrektur, er war ja auf über 900% des Wertes bei seiner Lancierung. Jetzt tummelt er als bei 600% rum. 600% seit Mitte 13 ist doch immer noch ein sehr guter Wert.
    27 1 Melden

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