International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Diese 23 Länder haben 2017 die Todesstrafe angewendet – ein Land sticht dabei heraus

Die Zahl der Hinrichtungen ist im vergangenen Jahr laut Amnesty International weiter zurückgegangen. Weltweit seien mindestens 993 Menschen hingerichtet worden, 39 dokumentierte Fälle weniger als 2016. Doch einen grossen dunklen Fleck gibt es noch immer.

11.04.18, 23:34 08.05.18, 15:19

Nach einem Rekordhoch von 3'117 Todesurteilen im Jahr 2016 wurden im vergangenen Jahr 2'591 Todesurteile ausgesprochen. Auch die Zahl der Hinrichtungen sank 2017. Weltweit seien mindestens 993 Menschen hingerichtet worden, mehr als die Hälfte davon im Iran. Damit gab es 39 dokumentierte Fälle weniger als 2016. Die Menschenrechtsorganisation setzt sich für die vollständige Abschaffung der Todesstrafe ein.

Nicht mitgezählt wurden hier jedoch die vollstreckten Hinrichtungen in China, da diese Daten dort als Staatsgeheimnis eingestuft werden und keine offiziellen Zahlen vorhanden sind. Allerdings werden dort Schätzungen zufolge mehr Menschen als im Rest der Welt zusammengenommen hingerichtet. Es sei davon auszugehen, dass in China die Todesstrafe weiterhin «tausendfach verhängt und vollstreckt wird», erklärte Amnesty.

Diese Länder haben 2017 Todesstrafen vollzogen:

Die Anzahl der Hinrichtungen in China ist ein Staatsgeheimnis. Amnesty International geht jedoch von tausenden Hinrichtungen jährlich aus. Quelle: Amnesty International / grafik: watson

Insgesamt sind vier Länder für 84 Prozent der in dem Bericht dokumentierten Hinrichtungen verantwortlich. In den USA wurden den Angaben zufolge 23 Menschen hingerichtet. Amnesty International sieht aber auch Fortschritte.

Insbesondere bezüglich der Entwicklungen südlich der Sahara zeigt sich Amnesty International optimistisch: Mit Guinea hat mittlerweile das 20. afrikanische Land in dieser Region die Todesstrafe abgeschafft. Auch die Mongolei hat sich 2017 von der Todesstrafe abgewendet. Die folgende Übersicht zeigt, dass die Zahl der Länder, welche sich von der Todesstrafe abwenden, seit 1998 stark zugenommen hat:

Immer mehr Länder schaffen die Todesstrafe ab:

1998 haben erst 70 Länder die Todesstrafe abgeschafft, 2017 sind es bereits 106; 1998 wurde in 37 Ländern die Todesstrafe durchgeführt, 2017 noch in 23 Ländern.  Quelle: Amnesty International / Grafik: watson

Weltweit ist heute die Todesstrafe in 106 Ländern per Gesetz verboten, 36 weitere Länder wenden sie in der Praxis nicht mehr an.

Die Schweiz verbot die Todesstrafe erstmals 1874. Fünf Jahre später wurde sie allerdings wieder eingeführt. Die letzte Hinrichtung, die gestützt auf das Militärrecht vollzogen wurde, fand im Jahre 1944 statt.

Welche Länder in welchem Jahr zum letzten Mal eine Todesstrafe vollstreckten:

Quelle: Amnesty International / Grafik: watson

Korrigendum

Bei unserem Gif hat die letzte Vollstreckung der Todesstrafe in Deutschland 1981 stattgefunden. Es handelt sich dabei um die letzte Hinrichtung in der DDR. In einer früheren Version hat sich bei unserem Gif ein Fehler eingeschlichen. Sorry dafür!

(Mit Material der Nachrichtenagentur SDA)

Kein Nachschlag! So sahen die letzten Mahlzeiten von Mördern aus

Das könnte dich auch interessieren:

Diese 9 Influencer-Fails beweisen, wie «real» Instagram ist – nämlich gar nicht

Der grosse Lohn-Check: So viel verdient die Schweizer Bevölkerung

Oben ohne auf der Rückbank – 8 Taxifahrer erzählen ihre absurdesten Erlebnisse

Dieser kleine Trick hat mich von meiner Handy-Sucht befreit

«Tote Mädchen lügen nicht» kommt wieder – wie gefährlich ist die Serie wirklich?

Stell dir vor, es ist Masseneinbürgerung und keiner geht hin (ausser ein paar Italiener)

Wie viele Menschen erträgt die Erde?

Dieses Rätsel wurde für Superhirne mit IQ 131 oder mehr entworfen? Schaffst dus trotzdem?

Trump gräbt Nordkorea eine Atom-Grube und fällt nun selbst hinein

Der Bikini-Trend, auf den wirklich niemand gewartet hat: Nude

Die Rebellion der ungefickten Männer kommt aus dem Internet! Ein Experte erklärt «Incel»

21 Markenlogos, in denen sich geheime Botschaften verstecken

Da kocht das Blut, da blüht die Rose in der Hose ... Unsere Basler Bachelorette mal wieder

Ach Tagi, was ist aus dir geworden? (K)eine Liebeserklärung zum Jubiläum

«Die Angriffe sind real» – Experten warnen vor «unrettbar kaputter» E-Mail-Verschlüsselung

Französin wählt wegen Schmerzen den Notruf und wird ausgelacht – wenig später ist sie tot

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
5
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen

Kampf gegen Waffen-Exporte nimmt Fahrt auf – das musst du wissen

Eine Petition kämpft gegen eine Lockerung der Regeln für Waffenexporte. Gleichzeitig hat die GSoA die Unterschriften für ihre Kriegsmaterial-Initiative beisammen. Warum derzeit so hitzig über das Thema gestritten wird – die wichtigsten Fragen und Antworten. 

Sollen Schweizer Waffenfirmen gepanzerte Fahrzeuge in die Türkei liefern dürfen? Nein, findet die Organisation Campax und hat deshalb am Dienstag eine Petition gegen die Lockerung der Exportgesetzgebung für Kriegsmaterial eingereicht. «Aus humanitärer Sicht ist die einzig akzeptable Veränderung der heutigen Exportpraxis keine Lockerung, sondern eine Verschärfung», schreibt Campax in einer Mitteilung.

Doch auch die Schweizer Rüstungsfirmen sind nicht untätig. Diese gelangten im letzten Herbst …

Artikel lesen