International

Friedensnobelpreis geht an Anti-Atomwaffen-Kampagne mit Sitz in Genf

06.10.17, 11:03 06.10.17, 17:00

Die Kampagne zur atomaren Abrüstung (ICAN) mit Sitz in Genf erhält den diesjährigen Friedensnobelpreis. Damit würdigt das norwegische Nobelkomitee die ICAN für ihren jahrzehntelangen Kampf für eine atomwaffenfreie Welt.

Die ICAN habe auf die katastrophalen Konsequenzen für die Menschheit durch den Gebrauch von nuklearen Waffen aufmerksam gemacht. Auch wurde sie gewürdigt für ihre Anstrengungen zum Erreichen eines vertraglich festgelegten Verbotes solcher Waffen.

Der Preis ist mit neun Millionen schwedischen Kronen (1,08 Mio. Franken) dotiert. Die Jury hatte sich in diesem Jahr unter 318 Anwärtern entscheiden müssen – 215 Personen und 103 Organisationen waren für den Preis vorgeschlagen.

Das ICAN-Büro in Genf besteht nur aus vier Leuten, alle unter 35 Jahre alt. Das Bündnis selbst ist deutlich grösser: 450 Friedensgruppen und Organisationen, die sich seit Jahren für Abrüstung engagieren.

Vor zehn Jahren kamen sie zusammen, um sich gemeinsam für einen Vertrag gegen Atomwaffen einzusetzen. Treibende Kraft waren nicht Regierungen, sondern Zehntausende Aktivisten in mehr als 100 Ländern. Im Juli 2017 wurde das Vertragswerk unterzeichnet.

Es verbietet Herstellung, Besitz, Einsatz und Lagerung von Atomwaffen und kam gegen den Widerstand der Atommächte und den mit ihnen verbündeten Staaten zustande. (sda/dpa/afp)

Das ist die Reaktion, wenn man gerade erfährt, dass man den Friedensnobelpreis erhält:

1m 0s

«Es ist... Ääääh... Wow. Schock.»

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

12 geniale Erfindungen, die deinen Koch-Alltag einfacher machen

Die 10 witzigsten Rezensionen bei Amazon – zum Beispiel für diese Huhn-Warnweste

Mit Vollgas in die Vergangenheit – was der Tesla-Chef falsch macht

HÄSSIG! So käme es heraus, wenn du deinen Aggressionen immer freien Lauf lassen würdest

Wir müssen uns dringend über die 00er-Jahre unterhalten! Sitzung! Sofort!

Peter Pan ein Kindermörder? Die absurdesten Fan-Theorien im Filmuniversum

Trump-Kenner Kim Holmes: «US-Verbündete sollten Trumps Tweets nicht allzu ernst nehmen»

Lohnt sich der Umstieg auf den neuen Firefox Quantum? Dieser Speed-Vergleich zeigt es

Liam füdliblutt – wieso Eltern denken müssen, bevor sie ihre Kinder zu Insta-Stars machen

Und dann war das Model zu dick ... Der Zürcher Walter Pfeiffer lebt im Glamour-Himmel

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
9
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Chrigi-B 06.10.2017 20:32
    Highlight Zurückgeben, bis Obama Droneking seinen retourniert! Jemandem der 27 Bomben pro Tag warf, auch nur in die Liste aufzunehmen hat den NPP zerstört. Als nächstes Assad oder Bagdahdi? 😩
    2 5 Melden
  • bokl 06.10.2017 19:29
    Highlight Gute Wahl. Aber eigentlich sollten sie den Preis von Obama erhalten. Der hat ihn ja hauptsächlich erhalten wegen seiner Rede von einer atomwaffenfreien, friedlichen Welt. Er hat gelabert, diese Organisation hat daran gearbeitet. Darum den Nobelpreis von Obama auf ICAN umschreiben. Damit wäre der Schnellschuss von damals korrigiert und es gäbe noch eine weitere Möglichkeit zur Ehrung 2017.
    4 3 Melden
  • AL:BM 06.10.2017 13:28
    Highlight Leider haben die wichtigen Staaten noch nicht unterschrieben. Dem Frieden wurde also effektiv noch kein Dienst erwiesen.
    7 1 Melden
  • Posersalami 06.10.2017 11:14
    Highlight Gut so!

    Immerhin ein Nobelpreisträger, der sich noch nicht des Massenmords schuldig gemacht hat.
    12 16 Melden
    • INVKR 06.10.2017 15:12
      Highlight Genau, die letzten paar Preisträger waren ja alles so gefährliche Massenmörder wie etwa Malala Yousafzai, die Organisation für das Verbot chemischer Waffen oder Liu Xiaobo.

      Aber Hauptsache Populismus...
      25 5 Melden
    • Posersalami 06.10.2017 15:28
      Highlight Bombama hat den Friedensnobelpreis deiner Meinung nach also verdient?
      4 13 Melden
  • Ohniznachtisbett 06.10.2017 11:11
    Highlight Dachte der Friedensnobelpreis geht dieses Jahr an Donald Trump. Eigentlich ist es doch zur Tradition geworden, dass der US-Präsident in seinem ersten Amtsjahr den Preis verliehen bekommt.
    10 16 Melden
    • AL:BM 06.10.2017 13:26
      Highlight Nein, der ist ja Republikaner...
      3 14 Melden
    • TanookiStormtrooper 06.10.2017 15:36
      Highlight Der kriegt vielleicht nächstes Jahr den Literaturnobelpreis für seine Aktivität auf Twitter. 😂
      10 1 Melden

Zum Tod von Charles Manson: Wie man einen Teufel macht

Ein Mann, viel Mythos: Charles Manson galt in den USA als das personifizierte Böse. Nun ist er im Alter von 83 Jahren gestorben. Wie wurde der Kleinkriminelle zum Antichrist?

Mit der Popkultur ist das so eine Sache, eine lustige und eine alberne. Lustig, weil Pop alles grell und einfach macht. Albern, weil Pop stets die Oberfläche dem Inhalt vorzieht und so seine Ikonen bis zur Sinnlosigkeit aufbläst.

Che Guevara ist so eine. Auf T-Shirts, Kaffeebechern, Buttons steht sein Konterfei für die meisten Menschen für «irgendwas mit Rebellion». Warum er gekämpft hat? Und wofür? Egal.

So ist es auch mit Charles Manson. Auf den bekannteren Fotos trägt …

Artikel lesen