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Sex-Riten in Malawi: «Hyäne» zu zwei Jahren Haft verurteilt

Ein HIV-positiver Mann in Malawi soll bei sexuellen Riten mit rund hundert Frauen und Mädchen geschlafen haben. Nun wurde er zu zwei Jahren Haft verurteilt.

22.11.16, 21:39 23.11.16, 14:57


Ein Artikel von

Trotz einer ihm bekannten HIV-Infektion hat ein 45-jähriger Malawi Sex-Riten mit rund hundert Frauen praktiziert – darunter Minderjährige und Witwen. Wegen «schädlichen Verhaltens» verurteilte ihn ein Gericht nun zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung.

Im Süden Malawis werden Männer dafür bezahlt, um Sex mit frisch verwitweten Frauen zu haben und Mädchen zu entjungfern. Die Männer werden als «Hyänen» bezeichnet. Die Rituale sollen böse Geister vertreiben und weitere Todesfälle verhindern. Der Sex mit Mädchen nach Einsetzen der Geschlechtsreife soll sie vor Unglück bewahren und auf ihr Leben als Ehefrauen vorbereiten.

In BBC-Doku enthüllt

Der Verurteilte hatte in einer BBC-Dokumentation über seine Rolle als «Hyäne» gesprochen. Er hatte seinen sexuellen Umgang mit Witwen und Minderjährigen als ein traditionelles Ritual dargestellt.

«Diese Kultur hat in Malawi keinen Platz.»

Aus dem Richterspruch

Nach dem BBC-Interview hatte Malawis Präsident Peter Mutharika die Festnahme des Mannes angeordnet. «Schädliche kulturelle und traditionelle Praktiken dürfen nicht hingenommen werden», sagte Mutharika.

Auch der zuständige Richter urteilte: «Diese Kultur hat in Malawi keinen Platz.» Der Mann habe keinerlei Respekt gegenüber Frauen.

Der Prozess im abgelegenen Bezirk Nsanje drehte sich nur um zwei Fälle – minderjährige Zeuginnen konnten nicht zu einer Aussage bewegt werden. Der Verurteilte hatte sich selbst als unschuldig bezeichnet. Nach dem Urteil äusserte er sich enttäuscht: «Ich dachte, ich würde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.» (jgs/dpa)

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • MR .Z 23.11.2016 13:02
    Highlight Jaja Afrika...
    2 3 Melden
  • rundumeli 23.11.2016 11:58
    Highlight Das ist doch einfach zum Kotzen!!

    Hier der BBC-Bericht, der alles ins Rollen brachte:
    www.bbc.com/news/magazine-36843769

    "We are not going to condemn these people," says Dr May Shaba, permanent secretary of the Ministry of Gender and Welfare. "But we are going to give them information that they need to change their rituals."

    "If you look at today's society, you can see that girls are not responsible, so we have to train our girls in a good manner in the village, so that they don't go astray, are good wives so that the husband is satisfied, and so that nothing bad happens to their families."
    2 1 Melden
    • Ylene 23.11.2016 14:14
      Highlight Sorry rundumeli, ich Trottel hab einfach instinktiv geblitzt, weil mich der letzte Abschnitt so tierisch verärgert hat. Was für eine verdammte Idiotin! (Ja, die Aussage hat eine Frau gemacht, wie im Link ersichtlich wird.) Danke an dich für den Link und den Hintergrund!
      3 0 Melden
  • sheshe 23.11.2016 11:14
    Highlight HIV hat dort jeder 10., das finde ich also nicht "besonders" erwähnenswert. Die Regierung und das Gericht hat aber guten Verstand gezeigt.
    Kleine Anekdote: Antwort eines Gynäkologen auf die Frage, was man denn gegen HIV machen soll/kann: "Don't fuck in Africa!"
    6 12 Melden
  • pamayer 23.11.2016 06:36
    Highlight Mittels Massenvergewaltigung böse Geister austreiben, ist wohl noch lange nicht das das abstruseste, das ich seit langem gehört habe.
    Zu viel von aufstrebenden Faschismus mitbekommen. Das sind ebenso hartnäckige Fakten verdrehter.
    5 19 Melden

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