International

Wegen gratis Kleiderabgabe: Mindestens 17 Menschen sterben bei Massenpanik in Bangladesch

10.07.15, 07:50 10.07.15, 09:50

Bei einer Massenpanik im Norden von Bangladesch sind am Freitag mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Die Panik brach aus, als hunderte Menschen auf ein Fabrikgelände drängten, auf dem kostenlose Kleidung an Bedürftige verteilt wurde.

Nach dem Unglück in Mymensingh seien bislang 17 Leichen geborgen worden, teilte die Polizei mit. Ein hochrangiger Polizeibeamter sagte, die Opferzahl könne weiter steigen. «Manche Leute haben die Leichen ihrer Angehörigen mitgenommen, bevor die Polizei eintraf», sagte Kamrul Islam. Der Eigentümer der Fabrik sowie sechs weitere mutmassliche Verantwortliche seien festgenommen worden.

Nach Polizeiangaben hatten sich bis zu 1500 Menschen vor der Tabakfabrik versammelt. Die Leitung habe angekündigt, gemäss islamischen Brauchs Kleider an Bedürftige zu verteilen. In Bangladesch spenden reiche Bürger häufig Kleider während des islamischen Fastenmonats Ramadan. (oku/sda/afp)

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Thomas Bollinger (1) 10.07.2015 14:10
    Highlight Wenn unsere Mode fair hergestellt würde, müssten nicht Textilarbeiterinnen dabei sterben, für kostenlose Klamotten zu betteln.
    0 0 Melden

Zum Tod von Charles Manson: Wie man einen Teufel macht

Ein Mann, viel Mythos: Charles Manson galt in den USA als das personifizierte Böse. Nun ist er im Alter von 83 Jahren gestorben. Wie wurde der Kleinkriminelle zum Antichrist?

Mit der Popkultur ist das so eine Sache, eine lustige und eine alberne. Lustig, weil Pop alles grell und einfach macht. Albern, weil Pop stets die Oberfläche dem Inhalt vorzieht und so seine Ikonen bis zur Sinnlosigkeit aufbläst.

Che Guevara ist so eine. Auf T-Shirts, Kaffeebechern, Buttons steht sein Konterfei für die meisten Menschen für «irgendwas mit Rebellion». Warum er gekämpft hat? Und wofür? Egal.

So ist es auch mit Charles Manson. Auf den bekannteren Fotos trägt …

Artikel lesen