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Datenpanne beim G20-Gipfel: Australien verschickt Obamas und Merkels Reisepass-Nummern

31 Staats- und Regierungschefs hatten am G20-Gipfel teilgenommen, nun kommt heraus: Ihre persönlichen Daten sind bei einem Sportveranstalter gelandet. Laut «Guardian» geht es unter anderem um die Nummern der Reisepässe.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Die australische Einwanderungsbehörde hat versehentlich persönliche Daten internationaler Staats- und Regierungschefs verschickt. Es geht um die Teilnehmer des G20-Gipfels im vergangenen November in Brisbane, darunter US-Präsident Barack Obama, Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie Russlands Präsident Wladimir Putin. Das berichtet der britische Guardian.

Ihre Daten landeten demnach aus Versehen bei den Veranstaltern der Asien-Fussball-Weltmeisterschaften, die im Januar in Australien stattfanden. Laut dem Bericht haben die Behörden die betroffenen Staats- und Regierungschefs der G20 zunächst nicht über die Datenpanne informiert.

Bei den Informationen, die bei den Sportveranstaltern landeten, handelt es sich zum Teil um öffentlich verfügbare Informationen wie Name und Geburtstag, aber auch um die Nummer des Reisepasses und des Visums für Australien. Betroffen waren insgesamt 31 Staats- und Regierungschefs.

Verantwortlich sei ein menschlicher Fehler. Ein Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde habe versäumt, beim Versand einer E-Mail mit Microsoft Outlook die automatische Vervollständigung in der Adresszeile zu überprüfen. Die Mail landete bei der falschen Person.

Der Fehler sei am 7. November 2014 bemerkt und dem australischen Datenschutzbeauftragten per Mail gemeldet worden. Der «Guardian» konnte nach eigenen Angaben über ein Informationsfreiheitsgesetz Einsicht in diese Mail nehmen.

Darin berichtete ein Vertreter der Einwanderungsbehörde, es sei unwahrscheinlich, dass die Informationen an die Öffentlichkeit gelangt seien. Der Empfänger habe die Mail unverzüglich gelöscht und den Mail-Papierkorb entleert. Man empfehle, die betroffenen Staatenlenker nicht von der Panne zu informieren.

Es sei jedoch unklar, ob die Staats- und Regierungschefs später von den Behörden informiert worden seien. Das Einwanderungsministerium habe auf Anfrage des «Guardian» nicht reagiert. (fab)

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