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Mongolin bei der Stimmabgabe am 29. Juni 2016.  Bild: DAVAANYAM DELGERJARGAL/EPA/KEYSTONE

Mitten in der Krise: Mongolische Oppositionspartei gewinnt Parlamentswahl

30.06.16, 04:40 30.06.16, 07:49


Mit überraschend deutlicher Mehrheit hat die oppositionelle Volkspartei (MPP) die Parlamentswahl in der Mongolei gewonnen. Die regierende Demokratische Partei (DP) gestand ihre Niederlage ein.

Wie die mongolische Nachrichtenagentur Montsame in der Nacht zum Donnerstag berichtete, gewann die Volkspartei nach vorläufigen Ergebnissen sogar mehr als 60 von 76 Sitzen im Parlament.

Umfragen hatten eigentlich ein knappes Rennen vorhergesagt, doch scheint die jüngste Wahlreform zu einem völligen Mehrheitswahlrecht die Volkspartei begünstigt zu haben. MPP-Parteichef Miyegombo Enkhbold dankte den Wählern, dass sie seiner Partei das Vertrauen ausgesprochen haben: «Uns ist bewusst, welch grosse Verantwortung hinter diesem Vertrauen steckt.»

Mongolei, gestern Mittwoch: Mit dem Pferd ins Abstimmungslokal. Bild: DAVAANYAM DELGERJARGAL/EPA/KEYSTONE

Er versprach, mit aller Kraft für die Wiederherstellung von wirtschaftlichem Wachstum, das soziale Wohlergehen der knapp drei Millionen Mongolen und das internationale Ansehen des Landes arbeiten zu wollen, wie Montsame berichtete.

Die Wahl wurde überschattet von der schlechten wirtschaftlichen Lage in der Mongolei, die unter dem Verfall der Rohstoffpreise und der schwächeren Nachfrage durch ihren grössten Handelspartner China leidet. Mit ihrem Sieg kehrt die Volkspartei nach vier Jahren in der Opposition wieder in die Regierungsverantwortung zurück. (cma/sda/dpa)

Die Mongolei hat gewählt

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