International

Vier Tote bei Granaten-Anschlag vor Wahl in Burundi

22.06.15, 15:50 22.06.15, 16:15

Nur wenige Tage vor der Parlamentswahl im ostafrikanischen Burundi sind bei einem Anschlag vier Menschen ums Leben gekommen. 27 weitere wurden verletzt, als eine Granate in einer Bar in der nördlichen Stadt Ngozi explodierte, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Wer für den Anschlag am Sonntagabend in der Heimatstadt des burundischen Präsidenten Pierre Nkurunziza verantwortlich war, blieb zunächst unklar. Polizeisprecher Pierre Nkurikiye sagte, zwei Verdächtige seien festgenommen worden. 

In Burundi wird am Freitag ein neues Parlament gewählt. Die Präsidentschaftswahlen wurden auf den 15. Juli verschoben, nachdem es seit Wochen Proteste gegen Präsident Nkurunzizas Bemühen um eine dritte Amtszeit gibt. Die Opposition hält sein Ansinnen für verfassungswidrig und sieht den Frieden im Land in Gefahr.

Ein blutiger Bürgerkrieg in Burundi mit rund 300'000 Toten fand erst 2003 ein Ende. Im Vorfeld der Wahlen sind rund 100'000 Menschen aus Angst vor neuer Gewalt in Nachbarländer geflohen. Burundi gehört einem UNO-Entwicklungsindex zufolge zu den ärmsten Ländern der Welt. (sda/dpa)

Unruhen in Burundi

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Ausgerechnet er: US-Präsident Trump ruft zu Ruhe und Mässigung in Nahost auf

US-Präsident Donald Trump hat angesichts der Unruhen in Nahost nach seiner Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels zu «Ruhe und Mässigung» aufgerufen. Er strebe eine dauerhafte Friedensvereinbarung in der Region an.

«Der Präsident hat Ruhe und Mässigung gefordert, und wir hoffen, dass die Stimmen der Toleranz die des Hasses übertönen», sagte Trumps Sprecher Raj Shah zu Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One, die Trump am Freitagabend (Ortszeit) zu einer …

Artikel lesen