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epa04707578 Centre Party leader Juha Sipilä arriving to the Finnish Broadcasting Company studios to attend a election debate in Helsinki, Finland 16 April 2015.  EPA/MARKKU OJALA FINLAND OUT

Neuer Ministerpräsident Finnlands wird laut Hochrechnungen Zentrums-Chef Juha Sipilä. Bild: EPA/COMPIC

Machtwechsel im hohen Norden: Schlappe für die konservative Regierung in Finnland

19.04.15, 21:12 19.04.15, 22:50

Die konservative Partei von Regierungschef Alexander Stubb hat die Parlamentswahl in Finnland nach einer ersten Hochrechnung verloren. Laut den Zahlen des Fernsehsenders Yle landete sie am Sonntag mit 18.0 Prozent hinter der liberalen Zentrumspartei mit 21.1 Prozent.

Neuer Ministerpräsident würde Zentrums-Chef Juha Sipilä, ein früherer Geschäftsmann. Stubb gestand seine Niederlage ein.

Finnish Prime Minister and leader of the National Coalition Party Alexander Stubb campaigns in Espoo, Finland April 18, 2015 ahead of the parliamentary election on Sunday. REUTERS/Vesa Moilanen/Lehtikuva
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Wahlverlierer Alexander Stubb von den Konservativen.  Bild: LEHTIKUVA/REUTERS

Nach den Prognosen des Senders dürfte die Zentrumspartei künftig über 47 der 200 Parlamentssitze in Helsinki verfügen. Die bisher mitregierenden Sozialdemokraten kommen demnach auf 38 Sitze, Stubbs konservative Partei Nationale Koalition erhält 37 Mandate. Die rechtspopulistischen Wahren Finnen kommen demnach auf 33 Mandate.

Das von Stubb geführte Vier-Parteien-Bündnis stand wegen der Wirtschaftskrise in der Kritik. Die Arbeitslosenquote liegt in Finnland derzeit bei 9.2 Prozent - die höchste Rate seit 2003.

Sipilä versprach im Wahlkampf einen wirtschaftlichen Aufschwung. Stubb hatte die Regierungsgeschäfte erst im vergangenen Juni übernommen, als der bisherige Ministerpräsident Jyrki Katainen in die EU-Kommission nach Brüssel wechselte.

Die Partei der Wahren Finnen blieb mit 16.8 Prozent der Stimmen hinter den eigenen Erwartungen zurück. Sie haben aber Chancen auf eine Regierungsbeteiligung: Sipilä hatte die Zusammenarbeit mit den EU-Gegnern nicht ausgeschlossen.

Mit 70 Prozent lag die Wahlbeteiligung etwas niedriger als bei der letzten Parlamentswahl 2011 (70.4 Prozent). (sda/dpa)



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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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