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Rodrigo Duterte: Der neue philippinische Präsident will die Todesstrafe wieder einführen



Begleitet von grosser Sorge über sein autoritäres Regierungsprogramm ist der neugewählte philippinische Präsident Rodrigo Duterte in sein Amt eingeführt worden. Er legte am Donnerstag in der Hauptstadt Manila den Amtseid ab.

Der 71-Jährige bat anschliessend die Bürger um Unterstützung. «Kein politischer Führer – egal, wie stark er ist – kann wichtige Ziele erreichen, wenn er nicht die Unterstützung und die Kooperation des Volkes hat, das er führen soll», sagte Duterte.

Politischer Aussenseiter

Duterte war zu der Präsidentschaftswahl am 9. Mai als politischer Aussenseiter angetreten, hatte die Wahl aber mit dem Versprechen, einen gnadenlosen Feldzug gegen die Kriminalität zu führen, klar gewonnen. Gewählt wurde der langjährige Bürgermeister der Küstenstadt Davao auf der südlichen Insel Mindanao für eine Amtszeit von sechs Jahren. Er übernimmt das Präsidentenamt von Benigno Aquino.

Sein Amtsantritt sorgt bei Opposition und Menschenrechtlern für grosse Sorge. Duterte will die Todesstrafe wieder einführen und der Polizei erlauben, gezielt auf Kriminelle zu schiessen. Im Wahlkampf hatte er angekündigt, zehntausende Kriminelle zu töten.

Angst vor Rückkehr in die Diktatur

Auf den unter Kriminalität, Armut und korrupten Sicherheitsbehörden leidenden Philippinen kam er damit gut an. Aquino warnte allerdings wiederholt vor einem Rückfall in die Diktatur. (egg/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 30.06.2016 08:12
    Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass Dutertes "Politik der harten Hand" etwas ändern kann an den Grundübeln der Philippinischen Gesellschaft, die da sind:
    - Extrem ungleiche Verteilung des Reichtums (eine "Mittelschicht" fehlt praktisch)
    - Multis und "privatisierte" Staatsmonopole beherrschen den Markt und bestechen die Politik
    - Privatarmeen, Todesschwadronen, Mafia-Organisationen und Guerilla-Banden sorgen für "Sicherheit". Verbrechensbekämpfung und Verbrechen sind nicht voneinander zu unterscheiden.
    - Die Richter sind käuflich
    Immerhin wurde bei der Auszählung der Stimmzettel nicht betrogen. Warum nicht?

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