International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ali Abdullah Saleh: Der Ex-Präsident des Jemens soll tot sein. Bild: EPA/EPA

Huthi-Rebellen melden: Jemens Ex-Präsident Saleh ist tot

04.12.17, 13:44 04.12.17, 16:23

Jemens Ex-Präsident Ali Abdullah Saleh ist tot. Sowohl die schiitischen Huthi-Rebellen, mit denen Saleh vor zwei Tagen gebrochen hatte, als auch die Partei des Ex-Präsidenten berichteten am Montag vom Tod des 75-Jährigen.

Saleh sei von Huthi-Kämpfern getötet worden, sagte Faika al-Sajjed von Salehs Partei Allgemeiner Volkskongress gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Zuvor hatten bereits die schiitischen Huthi-Rebellen den Tod ihres ehemaligen Verbündeten verkündet. Erst am Samstag hatte Saleh den Bruch mit den Huthis bekanntgegeben.

Saleh, der im jemenitischen Bürgerkrieg ein wichtiger Machtfaktor war, sei bei Kämpfen in der Hauptstadt Sanaa getötet worden, berichtete der Huthi-nahe Fernsehsender Al-Masira am Montag. Die Huthi-Rebellen verbreiteten Bildaufnahmen, auf denen der Leichnam des Ex-Staatschefs zu sehen sein soll.

Erst am Wochenende war es zum offenen Bruch zwischen den Huthi-Rebellen und Saleh gekommen, die seit 2014 gemeinsam gegen die vom Nachbarland Saudi-Arabien unterstützten Kräfte gekämpft hatten. Die Huthis hatten Saleh nach dem Bruch «Hochverrat» vorgeworfen und angekündigt, gegen die von Saleh geführten Verbände zu kämpfen.



Mit Blick auf Salehs Verbände verkündete das Huthi-geführte «Innenministerium» am Montag in einer Erklärung «das Ende der verräterischen Miliz und die Tötung ihres Anführers sowie einer Reihe seiner kriminellen Unterstützer».

Salehs Haus in Huthi-Hand

Mit Salehs Tod sei die «Krise», die durch den Bruch der Rebellenallianz ausgelöst worden sei, zu Ende. Ein AFP-Fotograf begab sich zu Salehs Haus im Süden Sanaas: Es war in der Hand der Rebellen und wies Gefechtsschäden auf.

Saleh hatte mehr als 30 Jahre an der Staatsspitze des Jemen gestanden. In seiner langen Karriere erwies er sich oft als politischer Überlebenskünstler. 2012 trat er dann unter dem Druck von Demonstranten zurück.

Jemen schlitterte daraufhin in den Bürgerkrieg, in dem Saleh eine wichtige Rolle spielte. Mit den Huthis, die vom schiitischen Iran gestützt wurden, ging er eine Allianz ein.

Sie kämpfte gegen Kräfte, die von der rivalisierenden sunnitischen Regionalmacht Saudi-Arabien gestützt wurden. Als Resultat der Kämpfe ist im Jemen derzeit eine der schwersten humanitären Krisen der Gegenwart im Gang. Mehr als 20 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. In Jemens Hauptstadt Sanaa wurde am Montag weiter heftig gekämpft.

Kämpfe in Salehs Heimatstadt

Bewohner berichteten überdies kurz vor der Meldung über Salehs Tod, dass sich die Kämpfe zwischen den ehemals verbündeten Anhängern von Saleh und den Huthi-Rebellen auf Gebiete ausserhalb von Sanaa ausgeweitet hätten. Stammesangehörige in Salehs Heimatstadt Sanhan südlich der Hauptstadt berichteten von heftigen Gefechten in der Nacht zum Montag.

Jemens Regierung kündigte unterdessen eine Amnestie für alle früheren Verbündeten der Huthi-Rebellen an, die mit den vom Iran unterstützten Aufständischen brechen. Damit will die jemenitische Führung offensichtlich die Huthi-Rebellen weiter schwächen. (sda/afp/dpa)

UNO-Bericht: Alle zehn Minuten stirbt in Jemen ein Kleinkind

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Familientrennungen an der US-Grenze: TV-Moderatorin bricht in Tränen aus

Haris Seferovic: «Irgendwann ist genug und dann platzt der Kragen»

EXKLUSIV: Hier erfährst du, wer die WM gewinnen wird! (Spoiler: Ich, der Picdump 😒)

«Die roten Linien werden eher dunkelrot»: Wie man in Brüssel die Schweiz sieht

Traum oder Albtraum? So ist es, als CH-Rock'n'Roll-Band in den USA auf Tour zu sein

Erdogans Schlägertrupp auf dem Vormarsch in die Schweiz

Mit dieser Begründung brechen 37 Studenten Prüfung ab

Schweizer Fussballfans verirren sich an die ukrainische Front

Netta sang zum Abschluss der Pride – aber vorher gab es wüste Szenen

13 seltsame Dinge, die uns am Trump-Kim-Gipfel aufgefallen sind

«Wieso sagen Schweizer gemeine Dinge über meine Schwester?»

Das absurdeste Museum der Welt und wir waren da – und bereuen es jetzt noch

Diese 7 Zeichnungen zeigen dir, wie es am Open Air wirklich wird

Du weisst noch nicht, wem du an der WM helfen sollst? Hier findest du DEIN Team!

präsentiert von

Diese 19 Fails für bessere Laune sind alles, was du heute brauchst

Warum das Kämpfchen gegen Netzsperren erst der Anfang war

Eine Szene – viele Wahrheiten 

Anschnallen bitte! So sieht der Formel-E-Prix von Zürich aus der Fahrerperspektive aus

15 Jahre ist es her: Das wurde aus den «DSDS»-Stars der 1. Stunde

Die Bernerin, die für den Sonnenkönig spionierte

Plastik ist das neue Rauchen – wie ein Material all seine Freunde verlor

Fertig mit Rosinenpicken: Es ist Zeit, dass auch Frauen bis 65 arbeiten

Wegen hoher Verletzungsgefahr: Diese Sportarten mögen Versicherungen gar nicht

Diese 18 genialen Cartoons über die Liebe und das Leben haben uns kalt erwischt 😥😍

«Pöbel-Sina» scheitert bei «Wer wird Millionär» an dieser super einfachen Frage – und du?

Was vom Bordmenü übrig bleibt – das kannst du gegen den Abfallwahnsinn im Flugzeug tun

Shaqiri ist der «dickste» Feldspieler – und 9 weitere spannende Grafiken zur Fussball-WM

Die ausgefallensten Hotelzimmer der Schweiz

Als muslimische Piraten Europäer zu Sklaven machten 

33 unfassbar miese Hotels, die so richtig den Vogel abgeschossen haben

Unerträgliche Regelschmerzen: Melanies Kampf gegen Endometriose

Diese Frau stellt absurde Promi-Fotos nach – 17 Lektionen, die wir von ihr lernen

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Radiochopf 04.12.2017 18:13
    Highlight einfach nur lächerlich wie der Konflikt in diesem Artikels falsch dargestellt wird.. kein Wort von den illegalen Angriffen und Menschenrechtsverletzungen der Saudis und ihren Unterstützer (USA).. jeden Tag sterben und verhungern 100 Kinder in diesem Konflikt der weitaus schlimmer ist als Syrien.. wieso man kaum Bilder oder Videos über Jemen sieht in unseren Medien ist auch klar..
    12 3 Melden
  • Sebastian Wendelspiess 04.12.2017 15:09
    Highlight Toll Saudis/USA wieder ein Land zerstört, wer ist als nächstes dran? Libanon oder Iran?
    9 3 Melden

Griechenland und Mazedonien, Entschuldigung, Nord-Mazedonien, legen Namensstreit bei 

Griechenland und Mazedonien haben am Sonntag eine Vereinbarung zur Beilegung des seit gut einem Vierteljahrhundert andauernden Streits um den Namen Mazedonien unterzeichnet. Die ehemalige jugoslawische Teilrepublik nennt sich demnach künftig Nord-Mazedonien.

Als Gegenleistung will Athen den Weg des Landes zur NATO und in die EU nicht länger blockieren. Die Aussenminister von Griechenland und Mazedoniens unterzeichneten am Sonntag ein vorläufiges Abkommen.

Das im grenznahen griechischen Ort …

Artikel lesen