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Swasilands König Mswati III.: Neben 100 Millionen US-Dollar besitzt der 43-Jährige 15 Ehefrauen. 
Bild: AP

Afrikas Raubkönige: Das sind die 9 reichsten Regenten des Kontinents

Hunderte Millionen Afrikaner leben in Armut - dafür verschleudern einige ihrer Staatschefs märchenhafte Vermögen: Viele Machthaber gelten als waschechte Kleptokraten. Hier sind die neun reichsten.

23.02.16, 18:14

Christoph Titz

Ein Artikel von

Es gibt durchaus Regierungschefs in Afrika, die sich um Transparenz und Bescheidenheit bemühen. In Nigeria legte Präsident Muhammadu Buhari zum Amtsantritt sein Privatvermögen offen: 150'000 Dollar auf der Bank, dazu fünf Häuser, zwei Lehmhütten, 270 Stück Vieh und ein paar Schafe.

Buhari war früher schon als Militärherrscher Staatschef seines Landes und ist sicher kein armer Mann. Aber immerhin erklärt er, was er hat. Tansanias neuer, John Magufuli, verbot als eine der ersten Amtshandlungen ehemaligen Regierungsmitgliedern die Auslandsreisen auf Staatskosten.

Die Regel sind solche Beispiele nicht.

Natürlich geraten Politiker auf allen Kontinenten in den Ruch, sich zu bereichern, von Israel bis Frankreich, von Spanien bis Australien. Doch auch wenn es ein trauriges Klischee bedient: Korrupte Regierungschefs gibt es in Afrika mit seinen mehr als 300 Millionen Menschen in Armut besonders viele.

Selbst wer hoffnungsvoll beginnt, kann später schwer enttäuschen: Robert Mugabe (Simbabwe), José Eduardo dos Santos (Angola) und Paul Biya (Kamerun) waren vor mehr als 30 Jahren als Volkshelden gestartet. Ihre genauen Vermögenswerte kennen heute wohl nur sie selbst, aber wirtschaftliche Verflechtungen und ihr Lebenswandel weisen sie als waschechte Kleptokraten aus.

Sie haben es mit sieben anderen Herrschern auf die Liste der wohlhabendsten Machthaber des Kontinents geschafft. Fast immer sind erhebliche Ländereien und noch massivere Rohstoffvorkommen die Basis der Vermögen.

José Eduardo dos Santos, Angola, mehrere Milliarden US-Dollar

Privat-Audienz beim Papst: Angolas Herrscher José Eduardo Dos Santos.
Bild: EPA/ANSA/OSSERVATORE ROMANO

Santos ist nach Simbabwes Mugabe der hartnäckigste unter Afrikas Langzeitherrschern. Er geht in sein 37. Amtsjahr. Der 73-jährige ehemalige marxistische Revolutionär steht an der Spitze einer Clique, die das Land ausraubt – so offen darf man das bei Santos wohl sagen. Der staatliche Ölkonzern Sonangol arbeitet bei der Ausbeutung der Ölvorkommen eng mit den internationalen Energiemultis aus China, Europa und den USA zusammen.

Öl gibt es in Angola reichlich, die Staatskasse müsste also prall gefüllt sein. Entwicklungsarbeit liesse sich finanzieren – wenn das Geld in Santos' Reich nicht immer wieder verschwinden würde. Ein Journalist der «Financial Times» hat in Unterlagen des Internationalen Währungsfonds recherchiert, dass allein zwischen 2007 und 2010 an die 32 Milliarden Dollar aus dem Haushalt verschwanden.

Für eine kleine angolanische Elite, die trotz massenhafter Armut ihr Jetset-Leben pflegt, ist Santos Anführer und Protegé ihres dekadenten Luxuslebens in der Hauptstadt Luanda. Präsidententochter Isabel, 42, gilt laut «Forbes»-Magazin als erste Dollarmilliardärin Afrikas. Die Familie Santos machte wiederholt mit grossen Partys von sich reden: Bei der Weihnachtsfeier einer Mobilfunkfirma, die der Präsidentenfamilie mitgehört, trat die mehrfach Grammy-nominierte Rapperin Nicki Minaj. Mariah Carey hatte 2013 für den Diktator gesungen, mutmasslich für eine Millionengage. Und Santos' Sohn gebietet über einen unkontrollierten Fünf-Milliarden-Dollar-Fonds aus Öleinnahmen, angeblich für soziale Investitionen.

Rapperin Nicki Minaj: Eingehült in Angolas Flagge. 

Mohammed VI., König von Marokko, 2,5 Milliarden US-Dollar

Mohammed VI. zu Besuch bei François Hollande im Februar 2016. 
Bild: IAN LANGSDON/EPA/KEYSTONE

1999 startete er als «der coole König», nannte er doch Rapper seine Freunde, hatte im Ausland studiert, trug westliche Anzüge. Vor allem aber ist Mohammed VI. Herr über viele Paläste in seinem Reich und Sammler italienischer Sportwagen. Der Unterhalt seiner vielen Immobilien im ganzen Land soll am Tag samt Personalkosten knapp eine Million Dollar verschlingen. Für die Pflege seiner Autosammlung gebe der König sechs Millionen Dollar jährlich aus, berichtete die «Welt» über «King cool». Das ist beträchtlich, aber bei einem geschätzten Familienvermögen von mehreren Milliarden US-Dollar kann er es sich leisten.

Erstaunlich ist, dass sein Vater, König Hassan II., dem heute 52-Jährigen nur einen Bruchteil dieser Summe hinterlassen haben soll. Möglich machte den Zuwachs die königshauseigene Investmentfirma SNI, die in nahezu allen marokkanischen Wirtschaftszweigen vom Bankengeschäft bis in den Tourismus aktiv ist. Ein Enthüllungsbuch über die enge Verbindung zwischen marokkanischem Königshaus und der Wirtschaft verlieh Mohammed den unrühmlichen Titel «Der Raubkönig». In Marokko ist das Buch verboten.

Paul Biya, Präsident von Kamerun, 200 Millionen US-Dollar

Paul Biya: Arbeitet gerne von einem Genfer Luxushotel aus.
Bild: Remy de la Mauviniere/AP/KEYSTONE

«Den Vater» nennen seine Landsleute den 83-jährigen Regenten Biya. Seine Amtsgeschäfte führt er gern von einem Luxushotel in Genf aus, wie die Wochenzeitung «Die Zeit» berichtete. Ein Urlaub vor ein paar Jahren, den Biya mit seinen Getreuen und der Familie im französischen La Baule verbrachte, war ausgesprochen mondän: 43 Suiten mieteten der Präsident und seine Entourage, für 800.000 Euro.

Nach solchen Details muss man suchen, denn Biya lebt diskret und geniesst seinen unbestrittenen Reichtum eher still und fern der Heimat. Wie andere Länder am Golf von Guinea ist Kamerun als ölreiches Land politisch vergleichsweise stabil. Die Beziehungen zu westlichen Regierungen sind gut, besonders zur ehemaligen Kolonialmacht Frankreich.

Joseph Kabila, Demokratische Republik Kongo, mindestens 100 Millionen US-Dollar

Kongos Machthaber Joseph Kabila: Handshake mit Chinas Präsident Xi Jinping. 
Bild: EPA/GETTY IMAGES POOL

Sein Vater soll, so schrieb es Peter Scholl-Latour, etwa 1,2 Milliarden US-Dollar veruntreut haben. Zu diesem Erbe kommt Geld hinzu, das Kabila und seine Gefolgsleute mit der illegalen Vergabe von Schürfrechten in dem rohstoffreichen Land verdient haben sollen. Wie die «Neue Zürcher Zeitung» berichtete, erhalte der 44-jährige Kabila für die wertvollen Konzessionen von ausländischen Unternehmen heimliche Zahlungen auf Privatkonten.

Öffentlich erklärt hat Kabila sein Vermögen bislang nie. Kabilas einflussreiche Zwillingsschwester Jeanette verwaltet als Präsidentin der Stiftung Laurent-Désiré Kabila das geistige Erbe des Vaters sowie sein nicht unbeträchtliches Vermögen. Sie ist, wie auch ihre Mutter, längst in das lukrative Geschäft mit staatlichen Bergbaukonzessionen eingestiegen, berichtete «FAZ» vor Jahren. Eine seriöse Schätzung Kabilas eigenen Vermögens gibt es nicht, die Angaben reichen von mehreren Hundert Millionen bis zu Milliarden US-Dollar.

Teodoro Obiang Nguema Mbasogo, Präsident von Äquatorialguinea, 600 bis 700 Millionen US-Dollar

Teodoro Obiang Nguema Mbasogo spricht vor den Vereinten Nationen. 
Bild: LUCAS JACKSON/REUTERS

Mbasogo herrscht seit 1979 und ist grosser Nutzniesser der Ölförderung in dem westafrikanischen Zwergstaat. Sein Vermögen wird auf Hunderte Millionen US-Dollar geschätzt. Der 73-jährige Despot nimmt sein Land schamlos aus, gewählt wurde er zum letzten Mal im Jahr 2002 mit nahezu hundert Prozent – seitdem fanden keine Wahlen mehr statt. Alle vorangegangenen wurden von Exilierten und Beobachtern als weder frei noch fair beurteilt. Oppositionelle werden inhaftiert oder aus dem Land vertrieben, manchmal auch als Putschisten hingerichtet.

Das Land erlöste im vergangenen Jahr 15 US-Milliarden Dollar ausschliesslich mit Erdöl- und Gasverkäufen an internationale Multis. Trotzdem lebt der Grossteil der knapp eine Million Bürger in bitterer Armut.

Und ein Familienmitglied steht schon bereit, um das Vermögen des Clans zu mehren: Teodoro Nguema Obiang Mangue, genannt Teodorin, könnte in die Fussstapfen seines gierigen Vaters treten.

Uhuru Kenyatta, Kenia, 500 Millionen US-Dollar

Uhuru Kenyatta und Barack Obama: Kenyas Präsident besitzt unzählige Quadratkilometer Land.
Bild: THOMAS MUKOYA/REUTERS

Der Reichtum Kenyattas, seit 2013 Präsident von Kenia, ist schwierig zu schätzen. 2011 führte ihn die «Forbes»-Liste der reichsten Afrikaner noch mit 500 Millionen US-Dollar Privatvermögen.

Ein Jahr später fiel er heraus, weil zu undurchsichtig ist, wem in seiner Familie was gehört. Im Sommer 2015 reduzierte Kenyatta medienwirksam sein Präsidentengehalt von monatlich 14.000 auf 11.000 US-Dollar – doch auf dieses Geld ist er kaum angewiesen. Anteile am grössten Molkereikonzern Ostafrikas, einer Hotelkette und einer Bank sichern den Reichtum der Familie. Dazu kommt das Erbe: Das Vermögen von Kenyattas Vater, dem postkolonialen Staatsgründer Jomo Kenyatta, soll an dessen vierte Ehefrau Mama Ngina Kenyatta übergegangen sein.

Basis ist vor allem Land, das sich der erste Präsident nach der Unabhängigkeit 1963 illegal angeeignet hat. Gesichert ist durch den Ndungu-Bericht von 2013 lediglich ein Grundbesitz der Kenyattas von einer Million Quadratmeter. Laut «Forbes» soll die Fläche allerdings 2000 Mal so gross sein. Illegale Landnahme ist eines der brisantesten Themen in Kenia seit der Unabhängigkeit. Die Mächtigen nehmen, die anderen schauen meist hilflos zu.

Mswati III., König von Swasiland, 100 Millionen US-Dollar

Swasilands König Mswati III.: Hier bei einem Meeting mit Indiens Premier Narendra Modi. 
Bild: ADNAN ABIDI/REUTERS

Geboren als Prinz Makhosetive Dlamini ist Mswati laut «Forbes» nur der 15-reichste Monarch der Welt. Mit geschätzten 100 Millionen Dollar – der «Guardian» geht sogar von 200 Millionen Dollar aus. Trotzdem gehört er zu den reichsten afrikanischen Staatschefs. Dem Monarchen gehören 25 Prozent an allen Minen des Landes, den Reichtum aus den Bodenschätzen verwaltet er treuhänderisch für die Bevölkerung.

Oppositionsgruppen kritisieren den ausschweifenden Lebensstil ihres 43-jährigen Königs, bislang allerdings ohne Erfolg. So gern der Herrscher nimmt, so ungern gibt er: Wie ein südafrikanischer Gewerkschaftsverband meldete, stoppte Mswatis Regierung Ende 2015 eine Lohnerhöhung für Angestellte im öffentlichen Dienst.

Eine andere Entscheidung, die jedes Jahr ohne Parlamentsdebatte durchgeht: Das Budget für königliche Ausgaben steigt und steigt, 2014 etwa um zehn Prozent auf 61 Millionen Dollar pro Jahr. Mehr als die Hälfte von Mswatis Untertanen lebt von weniger als 30 Dollar im Monat.

König Mswati lebt polygam: Vier von seinen 15 Ehefrauen. 
Bild: SIPHIWE SIBEKO/REUTERS

Idris Déby, Präsident des Tschad, 50 Millionen US-Dollar

Idris Déby: Tschads Machthaber hat sein Land zu einer Militärmacht geformt.
Bild: SOLAN KOLLI/EPA/KEYSTONE

Geboren als Hirtenjunge ist Déby seit 1990 Staatschef. Seine Militärlaufbahn begann als Pilot, 1983 wurde er Oberbefehlshaber der Armee. Sieben Jahre später sicherte er sich mit einer Militäroperation vom Sudan aus die Macht – im dritten Anlauf. Nach sechs Jahren, voller Menschenrechtsverletzungen und Putschversuchen, wurde Déby zum ersten Mal zum Präsidenten gewählt, 2001 gelang ihm die Wiederwahl.

Sein Land wandelte sich nach 2003 von einem armen Baumwollstaat zum fünftgrössten Ölproduzenten des Kontinents. Mit 40 Millionen Litern Rohöl am Tag wurde der Tschad auf dem Papier zu einem reichen Land. Viele Millionen Dollar kamen so – vor dem aktuellen Preisverfall – in die Staatskasse. Der Bevölkerung nützte das wenig: Vor dem Boom lebte etwa jeder zweite Tschader in Armut, zehn Jahre später sind es nur geringfügig weniger.

Sicher ist, dass der 63-jährige Ex-Militär das meiste Ölgeld in die Armee steckte und der Tschad somit zu einer bedeutenden Regionalmacht wurde. Die Kombination aus einer beinahe endlos langen Herrschaft und Ölreichtum hat sich für Déby ausgezahlt. Sein privates Vermögen wird auf 50 Millionen US-Dollar geschätzt.

Robert Mugabe

Robert Mugabe: Länger als er ist in Afrika keiner im Amt. 
Bild: AARON UFUMELI/EPA/KEYSTONE

Mugabe, 91, herrscht über ein Land mit grossen Diamantenvorkommen und das schon länger als irgendein anderer Staatschef Afrikas. Ein grosser Teil der Edelsteine wird von der ihm ergebenen Geheimpolizei Central Intelligence Organisation (CIO) kontrolliert, berichtete der «Economist».

Mugabe ist als Parteichef der ehemaligen Revolutionsbewegung Zanu-PF seit mehr als drei Jahrzehnten im Amt. Seine Geburtstagsfeier zum 90. kostete eine Million Dollar – und zwar amerikanische, denn der simbabwische Dollar ist wegen des ruinierten Wirtschafts- und Währungssystems kaum mehr existent.

Chinas Investitionen sind ein stabilisierender Faktor für die Mugabe-Diktatur und den ausschweifenden Lebensstil seiner Familie. Dabei sollen Diamantendeals auch direkt zwischen Geheimpolizei und chinesischen Mittelsmännern laufen, vorbei am Staat und trotz internationaler Sanktionen gegen Mugabes Regime. Immer wieder wird über den schlechten Gesundheitszustand des greisen Diktators spekuliert. Wahrscheinlich ist, dass Mugabes zweite Frau Grace – die «First Shopperin», auch «Gucci Grace» genannt – plant, ihren Mann zu beerben. In der Zanu-PF ist sie die Vorsitzende der einflussreichen Frauenliga. Jüngst sprachen sich Gefolgsfrauen dafür aus, Grace solle im Politbüro Vizepräsidentin ihres Gatten werden.

Grace Mugabe: «First Shopperin» von Simbabwe.
Bild: Tsvangirayi Mukwazhi/AP/KEYSTONE

Das Vermögen Robert Mugabes gab das «Forbes»-Magazin mit zehn Millionen US-Dollar als vergleichsweise bescheiden an. Im September kündigte der Herrscher an, künftig solle jeder Offizielle bei Amtsantritt sein Vermögen offenlegen. Gut für Mugabe, dass er schon so lange auf seinem Posten sitzt.

Apropos Herrscher in Afrika: Pharao Tutanchamun

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
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38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • malu 64 24.02.2016 14:49
    Highlight Unsere Industrie, unsere Banken,
    unsere grossen internationalen
    Beteiligungsgesellschaften, unsere
    Firmen welche Bodenschätze abbauen, sie alle arbeiten mit diesen Despoten zusammen und
    hofieren diese mit allen Mitteln.
    Der Westen ist an diesen Verhältnissen mitschuldig.
    Hauptsache der Gewinn stimmt.
    5 4 Melden
    • ZHighlander 24.02.2016 16:33
      Highlight nicht wirklich. Schweizer Banken fassen keine afrikanische PEPs an. In Westafrika sind die Amis sehr präsent.
      1 1 Melden
    • Pisti 24.02.2016 16:37
      Highlight Somit ist der Westen auch mitschuldig, dass die Araber in Saus und Braus leben? Und was soll der Westen denn Ihrer Meinung nach machen? Sanktionieren wie Nordkorea, oder den Afrikanern nach dem EU-US Modell die Demokratie mit Bomben bringen?
      3 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.02.2016 23:38
      Highlight @Pisti: Na in wie vielen Afrikanischen Ländern haben denn die Amis und ihre Freunde denn schon gebombt? Mindestens eines fällt mir da ein. Und wo die USA überall Soldaten stationiert hat in Afrika (offiziell, inoffiziell) möchte ich gar nicht so genau wissen.
      2 0 Melden
  • ramonke 24.02.2016 14:00
    Highlight war letztes jahr für 3 wochen in bali. eine woche habe ich im st regis verbracht. gleichzeitig war auch der könig von swasiland im gleichen hotel. hundert dunkelhäutige frauen in der lobby und panzer vor dem hotel. war ein traum...
    4 2 Melden
  • Pisti 24.02.2016 12:20
    Highlight Und wo ist der "böse" weisse Mann, der die Afrikaner ausbeutet?
    6 6 Melden
    • phreko 24.02.2016 12:29
      Highlight Du meinst derjenige, der ihm das Öl abkauft? Mit ihm Geschäfte macht?
      6 4 Melden
  • Hexentanz 24.02.2016 09:51
    Highlight Ich weiss schon warum ich noch nie einen Rappen Richtung Afrika gespendet habe. Solange die Menschen diese Umstände akzeptieren, solange ist die Entwicklung dort blockiert. Schade eigentlich.
    11 11 Melden
    • Human 24.02.2016 11:51
      Highlight Ist auch recht einfach in ihren Augen mh... was heisst den das die Menschen die Umstände akzeptieren? Ihnen ist geschichtlich schon bewusst warum der afrikansiche Kontinent uns hinter her hinkt oder?
      6 7 Melden
    • malu 64 24.02.2016 14:52
      Highlight Unterstützung haben nur die Tiere
      verdient, sie sind dem Menschen
      vollständig ausgeliefert!
      4 2 Melden
  • Max Heiri 23.02.2016 23:36
    Highlight Auf der einen Seite habe ich die Hoffnung, dass der tiefe Erdölpreis die sich bereichernden Eliten wegputzt. Aber auf der anderen Seite bringen jahrelange Unruhen dann auch wieder nichts.
    15 3 Melden
    • Hoppla! 24.02.2016 09:45
      Highlight Und genau da liegt häufig das Problem, siehe "arabischer Frühling".

      Fall 1: Zusammenarbeit. Siehe z.B. Marokko. Stabilität, aber es bleibt eine Diktatur (ob eine neue Regierung weniger diktatorisch ist kann man diskutieren).
      Falls 2: Laissez-faire. Siehe z.B. Syrien. Eskalation und Chaos.
      Fall 3: Aktive Gestaltung: Siehe z.B. Libyen. Ein gefallener Staat der die neue Freiheit nicht nutzen kann bzw. will.

      Was macht man als Weltgemeinschaft denn nun? Wovon profitiert die lokale Bevölkerung am meisten? Schwieriger Entscheid...
      14 0 Melden
    • Habicht 24.02.2016 15:56
      Highlight So traurig es kling aber "gemässigte" Diktatoren (Syrien, Libyen) sind teilweise besser als das "dumme" Volk.
      Libyen und Syrien sind ein gutes Beispiel, es waren zwar Diktatoren an der macht doch dem grössten Teil der Bevölkerung ging es gut.
      Mir ist bewusst das beide Menschen gefoltert bzw. umgebracht haben aber was jetzt dort herrscht ist kein Vergleich. Interessant ist das Gaddafi gesagt hat: Wenn ihr mich entmachtet wird ein nie dagewesener Flüchtlingsstrom Europa treffen.

      7 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 23.02.2016 19:31
    Highlight Lustig, dass der Papst auf einem Foto ist. Dessen "Kirche" hat wohl ein x-faches mehr zusammengeraubt als alle anderen auf den Fotos zusammen :)
    90 33 Melden
    • Gelöschter Benutzer 23.02.2016 21:54
      Highlight Die Kirche spendet im Gegensatz zu den oben aufgeführten Personen jedoch x Millionen für wohltätige Zwecke. Zuerst überlegen, dann schreiben.
      35 61 Melden
    • Spooky 23.02.2016 23:48
      Highlight
      @Merida
      Die Kirche ist eine profitorientierte Räubergesellschaft.

      (@Merida: Zuerst überlegen, dann schreiben.)
      39 19 Melden
    • Human 24.02.2016 07:22
      Highlight Bin mir da auch nicht so sicher ob die Kirche mit ihren Spenden gut machen kann was sie sich alles schon genommen hat und ist ja nicht so das die Kirche nicht jährlich nennen wir es mal "Spenden" oder wie in Deutschland "Zahlungen mit unbestimmten Zweck" bekommen, in Milliardenhöhe, da weiss kein Mensch wohin das Geld geht....ich kann auch als Wohltäter da stehen wenn ich Geld weiterreich ;)
      12 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.02.2016 23:39
      Highlight @Fabienne: Kirchensteuer soll's ja auch geben (für diejenigen die da freiwillig mitmachen)
      1 1 Melden
    • Human 25.02.2016 06:34
      Highlight Das kommt noch dazu geshitstormt... aber nö für mich auch nicht ;) Aber hab eben erst letztens einen Bericht über Deutschland gesehen, der Staat zahlt der Kirche jedes Jahr Miliarden Beiträge neben den Steuern die sie einnehmen mit "Zweck unbestimmt" - die Kirche muss auch nicht nachweisen was damit passiert ist... die Zahlungen führen auf ein ewig veraltetes Gesetz zurück an dem sich kein Politiker die Finger verbrennen will.. was irgendwie ganz schön deprimierend weils zeigt wieviel Einfluss die Kirche in Europa immer noch hat
      2 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.02.2016 22:30
      Highlight Wieviele Flüchtlinge nimmt der Vatikanstaat im Moment eigentlich auf? ;)
      1 1 Melden
  • Kookaburra 23.02.2016 19:19
    Highlight Der König von Swasiland hat 14 Frauen. (Sein Vater hatte 125)

    Er hat ein Gesetz erlassen, dass Hexen nicht über 50 Meter hoch fliegen dürfen, damit der Flugverkehr nicht beeinträchtigt wird.
    121 1 Melden
    • NWO Schwanzus Longus 23.02.2016 19:25
      Highlight Wir sollten ebenfalls eine Initiative darüber machen, so wird unser Flugverkehr dann besser Reguliert.
      70 3 Melden
    • Maett 23.02.2016 19:27
      Highlight @Platypus: das ist ja auch sinnvoll, um die Flugsicherheit nicht unnötig zu gefährden.
      62 0 Melden
    • Tomlate 23.02.2016 21:01
      Highlight Seine 14 Frauen wollen sowieso nicht vom Radar erfasst werden, wenn sie in der Nacht ausfliegen.
      41 0 Melden
    • Human 24.02.2016 07:28
      Highlight Hab nun grad mal nachgelesen was es damit auf sich hat und von wann dieses Gesetz ist ... scheinbar ging es um einen Vorfall mit Drohnen der Hexenbesen wurde nur als Scherz und zur Vereinfachung genannt weil es der erste Drohnenfall dort war - trotzdem sehr kurios das ein Politker solche Scherze in einem Land macht in dem Hexenmeister eine jährliche Steuer bezahlen müssen... ^^
      10 0 Melden
  • Typu 23.02.2016 19:04
    Highlight Fröhliches Spenden weiterhin. Ein nicht zu kleiner Anteil wird in deren Taschen fliessen.
    81 12 Melden
    • Anam.Cara 24.02.2016 07:41
      Highlight Ich glaube nicht dass die grossen Hilfsorganisationen oder zweckgebundene Projekte einfach Sponsorenclubs für Despoten sind.
      Hilfe ist in Afrika wirklich nötig. Nicht nur bei den Menschen, die auf der Flucht sind.
      6 10 Melden
    • sheshe 24.02.2016 17:31
      Highlight Jein. Auf der einen Seite hast du natürlich recht. Was auf der anderen ist, beschreibt Bärfüsser in seinem Buch 100 Tage ganz gut. Rwanda, das damalige Vorzeigeland (vor dem Genozid) wurde unterstützt, während es ennet der Grenze in Burundi gekracht hat und das den Westen nicht unterstützt hat. Ich persönlich unterstütze nur noch Tiere.
      1 0 Melden
  • malu 64 23.02.2016 19:03
    Highlight Die schauen dem Westen ab wie
    man die Welt auspresst!
    62 17 Melden
    • Gelöschter Benutzer 23.02.2016 22:11
      Highlight In der Regel simd das Herrscher von Westens Gnaden
      23 16 Melden
    • Gelöschter Benutzer 23.02.2016 22:36
      Highlight An die Blitzgeber: ja die Wahrheit tut weh. Lest euch einfach mal ein bisschen in die Thematik ein. Danach wisst ihr, wer tatsächlich für die Flüchtlingsströme verantwortlich ist.

      Aber ich vergesse: Wozu lesen, interessiert am Stammtisch ja eh keinen.
      24 26 Melden
    • Max Heiri 23.02.2016 23:33
      Highlight Ja solange man immer jemanden die Schuld geben kann, muss man nicht für sein eigenes Handeln verantwortlich sein.
      14 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.02.2016 07:02
      Highlight Max das ist eine sehr einfache Sicht. Und "einfach" ist die Realität selten.

      Ich wünsch ich dir einen schönen Tag.
      6 7 Melden
    • phreko 24.02.2016 12:31
      Highlight Max, bist du schon mal in Schwarzafrika gewesen?
      1 1 Melden
  • Tepesch 23.02.2016 18:28
    Highlight Und dennoch schüttelt man sich von West nach Ost eifrig die Hände...
    53 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 23.02.2016 18:51
      Highlight Kann man aber auch gleich in Schweiz bleiben. Auch wenn nicht so markant gibt es auch hier zu grosse Unschlüssigkeiten bei manchen Vermögen. Vom Oligarchen, der in der Schweiz frisch-fröhlich mit der Mafia ins Bett steigt ganz zu schweigen...
      30 9 Melden
    • Thanatos 23.02.2016 19:53
      Highlight @sinnloser Bär
      Wen meinst du genau?
      13 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 23.02.2016 21:54
      Highlight Ich meine damit, dass der Artikel einen schalen Beigeschmack hat, wie von einem aufgeklärten/kultivierten Europäer, welcher verächtlich die Nase rümpft. Im Endeffekt sind wir aber nicht gross anders. Sicherlich gibt es in vielen Dingen Unterschiede, doch ob uns das besser macht sei mal dahin gestellt, denn es gibt die genau gleichen Leute auch hier. Vielleicht nicht mit 15 Ehefrauen oder derart ausgeprägten Gotteskomplexe, doch immer noch genügend markant, dass wir als Gesellschaft mal lieber vor unserer eigenen Haustüre kehren sollten.
      22 7 Melden

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