International

Das Unternehmen, das seit 2005 auch in der Schweiz präsent ist, unterzieht sich einer Rosskur. Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

Bad News von Hipstern für Hipster: American Apparel schliesst Filialen und entlässt Personal

07.07.15, 12:27 07.07.15, 13:27

Der Modehersteller American Apparel, der seit Jahren gegen sinkende Umsätze kämpft, will Filialen schliessen und Stellen streichen. In den kommenden 18 Monaten wolle das Unternehmen 30 Millionen Dollar einsparen, teilte American Apparel am Montag mit.

Dazu würden «leistungsschwache» Filialen geschlossen. Einzelheiten nannte das Unternehmen nicht. Es hat 239 Filialen in rund 20 Ländern, 135 davon in den USA. Seit 2005 ist American Apparel auch in Zürich präsent. Weltweit arbeiten rund 10'000 Menschen für die Firma.

Immer wieder kontrovers: 2014 stattete American Apparel Schaufensterpuppen mit üppigem Schamhaar aus. 

H&M und Zara machen zu schaffen

American Apparel legt in seinen Kampagnen grossen Wert auf die Feststellung, ausschliesslich in den USA zu produzieren – und nicht wie die Konkurrenz in Niedriglohnländern in Asien. Doch die Verkäufe gehen seit 2010 zurück. Die europäischen Ketten wie H&M und Zara sind günstiger und tauschen ihre Kollektionen schneller aus. Dazu kommen der starke Dollar und die Konkurrenz der Online-Anbieter.

Die noch neue Chefin Paula Schneider erklärte, sie fühle sich verpflichtet, das Unternehmen in die Gewinnzone zurückzuführen. Die angekündigte Sparrunde werde aber nicht ausreichen. American Apparel brauche zusätzlich frisches Kapital in den kommenden zwölf Monaten. Eine Garantie auf Erfolg gebe es nicht, warnte das Unternehmen.

American Apparel war im vergangenen Jahr in den Schlagzeilen, weil der Gründer Dov Charney seinen Rausschmiss nicht akzeptieren wollte und immer noch dagegen ankämpft. Ihm waren «Fehlverhalten und sexuelle Belästigung» vorgeworfen worden. Charney hatte American Apparel 1989 im kanadischen Montréal gegründet und den Firmensitz später nach Los Angeles verlegt. (tat/sda/afp)

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Walti Rüdisüli 07.07.2015 16:24
    Highlight Sorry, aber inwiefern hat diese Story irgendwelche berichterstatterische Relevanz?
    0 0 Melden

Verdächtigen Brief geöffnet: Trump-Schwiegertochter Vanessa ins Spital eingeliefert

US-Präsident Donald Trumps Schwiegertochter Vanessa hat einen Brief mit einer unbekannten Substanz geöffnet und ist daraufhin vorsorglich in ein Spital gebracht worden. Die Substanz ist aber offenbar harmlos.

Der an eine Wohnung im New Yorker Stadtteil Manhattan geschickte Brief sei an ihren Mann Donald Jr. adressiert gewesen, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur DPA am Montag.

Donald Trump Jr. schrieb auf Twitter, seine Frau und Kinder seien nach der «unglaublich beängstigenden …

Artikel lesen