International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06044342 Albania's Prime Minister Edi Rama (C) addresses his supporters during a electoral campaign rally ahead of the upcoming general election in Tirana, Albania, 22 June 2017. Albanians will vote in the legislative elections on 25 June.  EPA/MALTON DIBRA

Die Sozialisten gewinnen in Albanien laut einer Prognose die Parlamentswahlen. Bild: MALTON DIBRA/EPA/KEYSTONE

Albaniens Sozialisten gewinnen laut Prognose Parlamentswahlen

25.06.17, 21:08 25.06.17, 22:31


Die regierenden Sozialisten haben die Parlamentswahl in Albanien nach einer Prognose gewonnen. Möglicherweise erreichen sie alleine bereits die absolute Parlamentsmehrheit. Ansonsten müssen sie auf ihren bisherigen Juniorpartner zählen, der als drittstärkste Kraft aus der Wahl hervorging.

epa06049301 Albania's Prime Minister Edi Rama flashes a Victory gesture to the media as he casts his ballot at a polling station near Tirana, Albania, 25 June 2017. Albanians head to the polls on 25 June for parliamentary elections.  EPA/MALTON DIBRA

Regierungschef Edi Rama holt sich laut einer Prognose die Parlamentsmehrheit. Bild: MALTON DIBRA/EPA/KEYSTONE

Die Sozialisten von Regierungschef Edi Rama erreichten zwischen 45 und 49 Prozent, wie der TV-Sender Ora News am Sonntagabend in Tirana auf der Basis von Wählerbefragungen nach der Stimmabgabe meldete. Den Berechnungen zufolge könnten die Sozialisten damit im Parlament eine knappe Mehrheit von 71 bis 75 der insgesamt 140 Abgeordneten erreichen und alleine regieren.

Ansonsten könnte sich der bisherige Juniorpartner der Sozialisten als «Königsmacher» entpuppen. Die Bewegung für sozialistische Integration (LSI) erhielt nämlich nach der Prognose zwischen 11 und 15 Prozent und könnte mit bis zu 19 Sitzen rechnen. Die oppositionellen Demokraten mit Lulzim Basha an der Spitze kamen auf einen Wert zwischen 30 und 34 Prozent.

Die Wahlbeteiligung erreichte mit 45 Prozent einen historischen Minusrekord. Bei der letzten Wahl waren es noch 54 Prozent. Die Bürger hätten die Parteien mit ihrer Wahlweigerung regelrecht abgestraft, kommentierten heimische Experten die Lage.

Um doch noch mehr Albanerinnen und Albaner an die Wahlurnen zu bekommen, hatte die staatliche Wahlkommission die Verlängerung der Wahlzeit um eine Stunde bis 20.00 Uhr angeordnet.

Wahl verschoben

Die regierenden Sozialisten und die oppositionellen Demokraten hatten sich so heftig bekämpft, dass die Wahl um eine Woche verschoben werden musste. Sie werfen sich gegenseitig vor, in die Organisierte Kriminalität und in den illegalen Cannabisanbau im Norden und Süden des Landes verstrickt zu sein.

Der 52-jährige Rama strebt eine zweite Amtszeit an. Er versprach Massnahmen für das Wirtschaftswachstum und die Umsetzung der von Brüssel geforderten Reformen im Justizwesen. Die Opposition wirft Rama unter anderem vor, der Ausweitung des Drogenkonsums in Albanien keinen Einhalt zu gebieten.

Der 43-jährige Basha machte sich für sein Projekt einer «Neuen Republik» stark, das unter anderem Steuersenkungen sowie Förderprogramme und Stipendien für Jugendliche vorsieht. Die häufig verarmten Bauern sollen Subventionen erhalten, um sie davon abzuhalten, Drogenpflanzen anzubauen.

Baldige EU-Beitrittsgespräche angestrebt

Albanien gehört zu den ärmsten Staaten Europas. Das durchschnittliche Monatseinkommen liegt bei nur 340 Euro. Viele junge Albaner gehen angesichts von Arbeits- und Perspektivlosigkeit ins Ausland. Mittlerweile leben dort 1.2 Millionen Albaner. 2.9 Millionen Einwohner blieben in Albanien. Ein Drittel der Jugend im erwerbsfähigen Alter ist arbeitslos.

Tirana ist seit 2014 offizieller EU-Beitrittskandidat und hofft auf den Beginn von Beitrittsverhandlungen Ende dieses Jahres. Mitglied der NATO-Militärallianz ist Albanien bereits seit 2009.

In ihrem jüngsten Bericht zu Albanien kritisierte die EU das weiterhin langsame und ineffektive Justizsystem sowie weitverbreitete Korruption. Auch der Drogenhandel in dem südosteuropäischen Land ist ein Problem. (sda/dpa/reu/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Ist Trump nun ein Faschist oder nicht?

Die 7 schlimmsten Momente, die du an einer Prüfung erleben kannst

Die Grünen sind die unverbrauchten Linken

Norilsk – no fun. Das ist Russlands härteste Stadt

«In einer idealen Welt wären Solarien verboten»

Diese Nachricht lässt jede Playstation 4 sofort abstürzen – so schützt du dich

30 Millionen Facebook-Profile gehackt. User-Daten weg. So merkst du, ob du betroffen bist

Diese Inder löschen Pornos und Gräuel-Bilder aus dem Netz – und leiden dabei Höllenqualen

Warum Tabubrecher triumphieren und was die Schweiz damit zu tun hat

Swisscom erhöht Abopreise um 191%: So reagieren die Kunden auf den erzwungenen Abowechsel

Mit diesen 10 Tricks und Tipps holst du das Beste aus Spotify raus

Wir haben die Kantonsgrenzen neu gezogen – so sieht die Schweiz jetzt aus

Diese 7 Frauen hätten einen Nobelpreis verdient – nur eine könnte ihn noch bekommen

GoT-Star Natalie Dormer meint: «MeToo war absolut notwendig!»

Alpentourismus kämpft mit Gigantismus um Gäste: Kann das gut gehen?

Der Staat soll Stillpausen für berufstätige Mütter bezahlen

Wie AfD-Weidel mit falschen Schweizer Asylzahlen Hetze gegen Ausländer macht

Diese Tweets zeigen dir, was mit Menschen passiert, wenn sie zu lange keinen Sex haben 😂

Sorry, Bundesrat Berset, aber es ist Freitag und wir hatten nichts Besseres zu tun ...

«Einmal Betrüger, immer Betrüger» – 7 Leute erzählen von ihrem Beziehungsende

11 Schritte für mehr Nachhaltigkeit in deinem Alltag

präsentiert von

Du denkst, du kennst die Kommaregeln? Ha!

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Kavanaugh wird im Weissen Haus vereidigt – und Trump entschuldigt sich bei ihm

Brett Kavanaugh wurde vergangenen Samstag vom US-Senat zum 114. Richter am Obersten Gerichtshof gewählt und vereidigt. Das Ergebnis fiel mit 50 Ja-Stimmen äusserst knapp aus. Obwohl die Demokraten – mit einer Ausnahme – geschlossen gegen den erzkonservativen Wunschkandidaten von US-Präsident Donald Trump stimmten, vermochten sie dessen Wahl nicht zu verhindern.

Am Montag wurde Kavanaugh mit seiner Familie ins Weisse Haus geladen und schwor im Beisein des zurückgetretenen Richters Anthony Kennedy …

Artikel lesen