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Die Kanzlerin und ihr Herausforderer. Bild: FELIPE TRUEBA / THIERRY ROGE/EPA/KEYSTONE

SPD nominiert Schulz als Kanzlerkandidaten und Parteichef

29.01.17, 11:50 29.01.17, 17:10

Die deutschen Sozialdemokraten ziehen zieht mit Martin Schulz als Kanzlerkandidat in die Bundestagswahl 2017. Der SPD-Vorstand nominierte den 61-jährigen bisherigen Europa-Politiker einstimmig als Herausforderer von Angela Merkel, wie aus Teilnehmerkreisen verlautete.

Das Gremium folgte am Sonntag einstimmig dem Vorschlag von SPD-Chef Sigmar Gabriel, der auch den Parteivorsitz an Schulz abgibt. Ein Parteitag im März soll Schulz dann offiziell zum SPD-Herausforderer von Bundeskanzlerin Merkel (CDU) und zum Parteichef wählen.

Die Nominierung erfolgte im Rahmen der Klausurtagung der Parteispitze der Sozialdemokraten am Sonntag und Montag in Berlin. Nach der Vorstandssitzung am Sonntag will Schulz im Willy-Brandt-Haus eine Rede halten. (rar/sda/dpa/reu/afp)

Stimmenzuwachs bei der SPD dank Schulz-Nomination 

Video: reuters.com

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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Waedliman 29.01.2017 19:21
    Highlight Die AfD wird mehrheitlich nicht von strammen Rechten gewählt, sondern von denen, die das Gefühl haben, dass man sie nicht ernst nimmt. Gabriel hat bei der SPD für Abwanderungen gesorgt, Schulz ist ein Mann, der die ehemaligen Genossen vielleicht wieder in Richtung SPD führt. Mir gefällt seine Sprache, seine manchmal unverblümte Art und sein Gespür für das, was wichtig ist. Wenn Merkel und er sich aneinander gewöhnt haben, könnte das ein spannendes Duett werden, dass die SPD die Wahl gewinnt, glaube ich dennoch nicht.
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  • koks 29.01.2017 19:00
    Highlight Märkel und Schulz als Kandidaten, das ist wie Trump und Clinton, Pest und Cholera.
    4 6 Melden
  • Flughund 29.01.2017 18:39
    Highlight Ein halb totes Pferd kann man nicht reiten nur weil man den Jockey auswechselt.
    6 1 Melden
    • Jason84 30.01.2017 11:38
      Highlight Wo ist denn bei ihnen Deutschland halb Tot?
      1 0 Melden
    • Flughund 30.01.2017 13:14
      Highlight @Jason; ich meinte nicht DE sondern die SPD
      1 0 Melden
  • Informant 29.01.2017 15:52
    Highlight Ein paar Hintergründe zur Entscheidung, Sigmar Gabriel fallen zu lassen und Schulz zu nominieren:

    http://norberthaering.de/de/27-german/news/768-gabriel-vs-schulz

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  • Aged 29.01.2017 15:38
    Highlight Tolle Person, dieser Schulz. Bin sehr und positiv gespannt.
    11 21 Melden
  • Skip Bo 29.01.2017 15:21
    Highlight Schulz bzw. AfM, will der AfD den Wind aus den Segeln nehmen. Physikalisch betrachtet, müsste er dafür in eine ähnliche Richtung segeln wie die AfD, vorausgesetzt bei gleichen Windverhältnissen. Der Kurs wird einfach unter anderer Flagge gesegelt.
    Mal sehen wie der Wind weht...
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    • http://bit.ly/2mQDTjX 29.01.2017 17:28
      Highlight Physikalisch gesehen sind Winde die Folge unterschiedlicher Druckverhältnisse.

      "Den Wind aus den Segeln nehmen" kann und soll daher bedeuten, die Druckverhältnisse zu kehren oder ganz abzubauen, so dass der Wind zum Erliegen kommt oder zumindest in eine vorteilhaftere Richtung wendet: Mit linkem Populismus. Das wäre dann aber ein anderer Kurs.
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    • Skip Bo 29.01.2017 19:53
      Highlight Höchstwahrscheinlich kommt es zu einer Neuauflage der GroKo mit drei Steuerfrauen/Männer. Der Schlingerkurs wird Programm.
      RRG ohne restriktive Flüchtlingspolitik könnte längerfristig der AfD o.ä. in die Hände spielen. Linkspopulismus reicht da nicht.
      Die Druckverhältnisse werden nicht allein im Willy-Brandt-Haus geregelt.
      3 0 Melden
  • themachine 29.01.2017 14:22
    Highlight Merkel gegen Schulz. Ein Feuerwerk der Emotionen!
    18 2 Melden
    • Waedliman 29.01.2017 19:21
      Highlight Das soll doch wohl Ironie sein, oder? ;-)
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  • Madison Pierce 29.01.2017 13:11
    Highlight Na toll. Ausgerechnet der Schulz, der eine EU-Regierung und weniger Mitsprache der Mitgliedsländer will.

    Das ist schlecht für die Verhandlungen der Schweiz mit der EU, aber auch schlecht für Deutschland. Solche Absichten geben der AfD Auftrieb.
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    • DerTaran 29.01.2017 14:36
      Highlight Im Gegenteil, er ist eine wirkliche Alternative zu Merkel.
      Immer nur den Stuss der AFD nachplappern (so wie die CSU) bringt einen nicht weiter, die Rechtsaussen werden lieber das Original wählen. So wie es den Bürgerlichen bei uns nicht geholfen hat die SVP zu kopieren, wird es den Christdemokraten nicht helfen der AFD nachzuhecheln.
      Ein grosses Problem ist es, dass sich die Politik dem vermeintlichen Wählerwillen anbiedert, statt die eigene Überzeugung zu verkaufen. Das hat beim Linksruck nicht funktioniert und wird auch gegen den Populismus nicht helfen.
      Nur Visionen machen einen wählbar.
      17 12 Melden
    • FrancoL 29.01.2017 15:13
      Highlight @DerTaran; Visionen sind Mangelware und da genügt nicht nur ein neuer Kopf.
      Aber ich gebe Dir recht es wären tatsächlich NEUE Visionen die eine Veränderung bringen würden. Das was heute abgeht ist ein Einheitsbrei mit leichten Färbungen, so leichte Färbungen dass man kaum noch die Richtung erkennen kann. Die Angst treibt die heutigen Politiker im Zickzack-Kurs durch die politische Landschaft, so schnelle dass das Volk kaum mehr wahrnehmen kann wo sich eine Partei letztendlich positionieren will.
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    • Madison Pierce 29.01.2017 17:17
      Highlight DerTaran: Visionen sind wichtig und ich plädiere keinesfalls dafür, die Inhalte der AfD zu kopieren.

      Aber nach dem Brexit die Unzufriedenheit auch der deutschen Bürger mit der EU nicht ernst zu nehmen und stattdessen noch mehr EU zu fordern, ist kontraproduktiv.

      Eine Vision wäre zum Beispiel, mehr Demokratie in die EU zu bringen. Verbessern statt Verteufeln. Das würde dem Wählerwillen entsprechen, ohne die AfD zu kopieren.
      1 0 Melden
    • Jonas Schärer 29.01.2017 17:19
      Highlight Wie ein Hase der von einem Geist gejagt wird ;-)
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    • FrancoL 29.01.2017 17:48
      Highlight @Medison Pierce; Mehr Demokratie in die EU bringen? Ja das wäre sehr hilfreich und auch anzustreben.
      Und wie kann man das als Einzelstaat? Genau mit mehr EU in den Staaten sonst bleibt die EU ein fremdes Wesen.
      ich habe noch nie gesehen dass etwas verbessert werden konnte OHNE sich dort massiv einzubringen.
      Wer mehr Demokratie in der EU will muss sich mehr einbringen und allen klar machen dass sie dafür kämpfen müssen, nicht innerhalb ihrer Staats-Grenzen sondern innerhalb der EU-Grenzen.
      Wer die EU aussperren will, der macht genau das Gegenteil von "Demokratie einbringen".
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    • Flughund 29.01.2017 18:27
      Highlight Wer Visionen hat sollte zum Arzt gehen (Zitat vonAlt-BK Helmuth Schmidt) 😃😃
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    • Waedliman 29.01.2017 19:24
      Highlight Was auch immer die Schweiz zwingt, ein bisschen mehr Farbe zu bekennen und weniger im Kuchen rumzupicken, kann meiner Meinung nach nicht schaden. Wohin Distanz zur EU führt sehen wir doch gerade - geradewegs in den Nationalismus. Dieser tut niemandem gut, denn Europa muss endlich kapieren, dass es keine Chance hat, wenn es zwischen Putin und Trump zerrieben wird. Nur einheitlich wird es stark, auch wenn der Weg noch ein weiter ist. Mir gefällt es, EU-Bürger zu sein. Ich kann jedem nur empfehlen, sich mal mit den psychologischen Aspekten zu befassen und nicht immer nur mit den monetären.
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    • FrancoL 29.01.2017 19:26
      Highlight @Flughund; Ich habe viel von Helmuth Schmidt gelesen und seine pragmatische Haltung durchaus verstanden. Tatsache ist dass die EU die er mit auf die Beine gestellt hat heute am versagen ist und das weil ihr eben die Visionen, der neue Weg fehlt. Die EU versagt weil sie ein Abklatsch der einzelnen Staaten ist und darum kaum besser sein kann als die Summe der Einzelstaaten. Eine Vision wäre es eine EU zu haben die einen eigenständigen, konkreten Weg geht und nicht den kleinsten Nenners zwischen den Staaten darstellt, denn der ist schon fast zu vernachlässigen.
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    • Flughund 29.01.2017 22:19
      Highlight @FrancoL; Die EU hat gut funktioniert als Zweckgemeinschaft Leider funktioniert sie als Solidargemeinschaft nicht (Flüchtlingskrise, Eurokrise etc.) Ein weiteres Problem ist das die Institution resp. die Mitgliedstaaten dauernd Ihre eigenen Regeln brechen.
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    • FrancoL 29.01.2017 22:39
      Highlight @Flughund; Das will ich auch gar nicht abstreiten, nur ist eine Zweckgemeinschaft nur eine Gemeinschaft auf Zeit und dies sollte die EU nicht sein, bzw. wenn sie es ist dann wird sie über einen längeren Zeitraum nicht den Zweck erfüllen und Europa wird zum 5 Rad der Weltwirtschaft.
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