International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa04621280 Turkish riot police guard a protest against the conditions of the imprisoned Ocalan, in Istanbul, Turkey, 15 February 2015. The 65 year old Ocalan has been held in detention by Turkey for 16 years, and though talks were launched between the PKK and the Turkish Government in 2012 resulting in a ceasefire, Turkey's reluctance to militarily intervene as Syria's Kurds came under threat from fighters from the group calling themselves the Islamic State (IS), led Turkey's estimated 15 million Kurds to become increasingly frustrated.  EPA/SEDAT SUNA

Sicherheitskräfte gegen Kurden: Unter den Festgenommenen waren mehrere Funktionäre der Kurdenpartei HDP.
Bild: SEDAT SUNA/EPA/KEYSTONE

Türkische Regierung geht mit Verhaftungswelle erneut gegen Kurden vor

Die türkische Polizei hat laut Medienberichten Dutzende kurdische Aktivisten in Istanbul festgenommen. Der Vorwurf: Sie sollen am Aufbau einer «politischen Akademie» der PKK beteiligt gewesen sein.

02.10.15, 14:11


Ein Artikel von

44 Verdächtige sind laut Berichten in Gewahrsam genommen worden, nach weiteren 22 Beschuldigten wird noch gesucht: Die türkische Polizei hat mehrere Dutzend kurdische Aktivisten in Istanbul festgenommen. Unter den Festgenommenen seien mehrere Funktionäre der legalen Kurdenpartei HDP, Gewerkschafter sowie eine leitende Redakteurin einer kurdischen Zeitung, heisst es. Grund für die Festnahmen: Ihnen wird Unterstützung für die verbotene Rebellengruppe PKK vorgeworfen.

Die Beschuldigten sollen laut Medienberichten unter anderem am Aufbau einer «politischen Akademie» beteiligt gewesen sein. Bei den Razzien gegen die Kurdenaktivisten wurden demnach auch Hubschrauber eingesetzt. Ein Sprecher der HDP konnte zu den Festnahmen bisher keine Stellung abgeben. Auch die Polizei macht bisher keine Angaben.

epa04878482 Co-Chair of the Peoples' Democratic Party (HDP), Selahattin Demirtas waves to supporters during a peace rally in Istanbul,  Turkey, 09 August 2015. Turkey is currently undergoing through a campaign of strikes against the jihadist terror militia referring to itself as Islamic State (IS) as well as against the Kurdish Workers Party (PKK).  EPA/SEDAT SUNA

Seit dem Wahlerfolg von HDP-Chef Semirtas und seinen Getreuen, geht das Erdogan-Kabinett gegen diverse Kurden-Strömungen vor.
Bild: SEDAT SUNA/EPA/KEYSTONE

Holländische Journalistin ausgewiesen

Die PKK-nahe Zeitung «Özgür Gündem» teilte auf ihrer Facebook-Seite mit, die Redakteurin Hicran Urun gehöre zu den Festgenommenen.

Die Demokratische Partei der Völker (HDP) gehört zu den Rivalen der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) von Präsident Recep Tayyip Erdogan. Der Präsident und andere Regierungspolitiker werfen der Parte vor, mit der verbotenen PKK zusammenzuarbeiten. Die HDP bestreitet das. Türkische Sicherheitskräfte und PKK-Kämpfer liefern sich seit Ende Juli wieder fast täglich Gefechte. Mehrere Hundert Menschen wurden dabei getötet.

Am 1. November stehen in der Türkei vorgezogene Parlamentswahlen an. Zuletzt musste die niederländische Journalistin Frederike Geerdink die Türkei verlassen. Sie hatte über die eskalierende Gewalt zwischen Regierungstruppen und Kämpfern der kurdischen Untergrundorganisation PKK berichtet. Geerdink lebte und arbeitete seit Jahren im kurdisch geprägten Südosten der Türkei. Sie stand bei den türkischen Behörden schon lange im Verdacht, mit der PKK zu sympathisieren. (vek/AFP/Reuters)

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen

7 Fragen zur Brücken-Tragödie in Genua

In der italienischen Hafenstadt ist am Dienstagvormittag eine vierspurige Autobahnbrücke zusammengebrochen. Nach Angaben der Feuerwehr brach die etwa 50 Meter hohe Brücke an der A10 gegen 11.30 Uhr auf einer Länge von 100 bis 200 Meter zusammen.

Bei der eingestürzten Brücke handelt es sich um den Polcevera-Viadukt auf der Autobahn A1. Der Viadukt, im Volksmund nach dem Architekten Riccardo Morandi auch Ponte Morandi genannt, gehört zur Hauptverkehrsader, die an die Riviera und nach …

Artikel lesen