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Sicherheitskräfte gegen Kurden: Unter den Festgenommenen waren mehrere Funktionäre der Kurdenpartei HDP.
Bild: SEDAT SUNA/EPA/KEYSTONE

Türkische Regierung geht mit Verhaftungswelle erneut gegen Kurden vor

Die türkische Polizei hat laut Medienberichten Dutzende kurdische Aktivisten in Istanbul festgenommen. Der Vorwurf: Sie sollen am Aufbau einer «politischen Akademie» der PKK beteiligt gewesen sein.

02.10.15, 14:11

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44 Verdächtige sind laut Berichten in Gewahrsam genommen worden, nach weiteren 22 Beschuldigten wird noch gesucht: Die türkische Polizei hat mehrere Dutzend kurdische Aktivisten in Istanbul festgenommen. Unter den Festgenommenen seien mehrere Funktionäre der legalen Kurdenpartei HDP, Gewerkschafter sowie eine leitende Redakteurin einer kurdischen Zeitung, heisst es. Grund für die Festnahmen: Ihnen wird Unterstützung für die verbotene Rebellengruppe PKK vorgeworfen.

Die Beschuldigten sollen laut Medienberichten unter anderem am Aufbau einer «politischen Akademie» beteiligt gewesen sein. Bei den Razzien gegen die Kurdenaktivisten wurden demnach auch Hubschrauber eingesetzt. Ein Sprecher der HDP konnte zu den Festnahmen bisher keine Stellung abgeben. Auch die Polizei macht bisher keine Angaben.

Seit dem Wahlerfolg von HDP-Chef Semirtas und seinen Getreuen, geht das Erdogan-Kabinett gegen diverse Kurden-Strömungen vor.
Bild: SEDAT SUNA/EPA/KEYSTONE

Holländische Journalistin ausgewiesen

Die PKK-nahe Zeitung «Özgür Gündem» teilte auf ihrer Facebook-Seite mit, die Redakteurin Hicran Urun gehöre zu den Festgenommenen.

Die Demokratische Partei der Völker (HDP) gehört zu den Rivalen der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) von Präsident Recep Tayyip Erdogan. Der Präsident und andere Regierungspolitiker werfen der Parte vor, mit der verbotenen PKK zusammenzuarbeiten. Die HDP bestreitet das. Türkische Sicherheitskräfte und PKK-Kämpfer liefern sich seit Ende Juli wieder fast täglich Gefechte. Mehrere Hundert Menschen wurden dabei getötet.

Am 1. November stehen in der Türkei vorgezogene Parlamentswahlen an. Zuletzt musste die niederländische Journalistin Frederike Geerdink die Türkei verlassen. Sie hatte über die eskalierende Gewalt zwischen Regierungstruppen und Kämpfern der kurdischen Untergrundorganisation PKK berichtet. Geerdink lebte und arbeitete seit Jahren im kurdisch geprägten Südosten der Türkei. Sie stand bei den türkischen Behörden schon lange im Verdacht, mit der PKK zu sympathisieren. (vek/AFP/Reuters)

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
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