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epa05908667 Sri Lankan rescue workers at the site of a collapsed garbage mountain in Colombo, Sri Lanka 15 April 2017. A fire broke out at a garbage dump that had grown into a huge man-made mountain measuring 300 feet (91.5 metres) in height, resulting in a large section collapsing on to the houses of low and middle income earners' dwellings in the vicinity. According to local officials, 40 houses have been buried with 10 deaths reported and another seven undergoing treatment at the National Hospital in Colombo. Authorities are working on cause of the fire, while search efforts for those possibly still trapped or buried under the debris continue.  EPA/M.A.PUSHPA KUMARA

Nach dem Unglück wurde Kritik an den mangelnden Sicherheitsvorkehrungen im Umfeld der 90 Meter hohen Müllhalde laut. Bild: M.A.PUSHPA KUMARA/EPA/KEYSTONE

15 Menschen bei Einsturz von Müllhalde in Sri Lanka getötet

15.04.17, 13:32 15.04.17, 15:23


Beim Einsturz einer Mülldeponie in Sri Lanka sind nach jüngsten Angaben 15 Menschen ums Leben gekommen. Wie eine Spitalsprecherin am Samstag mitteilte, waren unter den Toten auch vier Kinder und Jugendliche im Alter zwischen elf und 15 Jahren.

21 Menschen wurden ins Spital eingeliefert. Nach dem Unglück wurde Kritik an den mangelnden Sicherheitsvorkehrungen im Umfeld der 90 Meter hohen Müllhalde laut.

epa05908666 A Sri Lankan female mourns her dead relative after a garbage mountain collapsed in Colombo, Sri Lanka 15 April 2017. A fire broke out at a garbage dump that had grown into a huge man-made mountain measuring 300 feet (91.5 metres) in height, resulting in a large section collapsing on to the houses of low and middle income earners' dwellings in the vicinity. According to local officials, 40 houses have been buried with 10 deaths reported and another seven undergoing treatment at the National Hospital in Colombo. Authorities are working on cause of the fire, while search efforts for those possibly still trapped or buried under the debris continue.  EPA/M.A.PUSHPA KUMARA

Die Bewohner trauern um die Verstorbenen. Bild: M.A.PUSHPA KUMARA/EPA/KEYSTONE

Der am Stadtrand von Colombo aufgehäufte Müll war am Freitag nach starken Regenfällen ins Rutschen gekommen und hatte zahlreiche Häuser und Menschen unter sich begraben. Nach Angaben der Polizei wurden 145 Hütten und Häuser zerstört.

Mehrere hundert Soldaten durchkämmten das Gebiet und versuchten, Überlebende und Opfer aus den Schuttmassen zu bergen. Zwei Bagger waren im Einsatz, um Wege freizuräumen. Nach Angaben der Polizei wurden 625 Menschen notdürftig in einer Schule untergebracht.

A Sri Lankan man speaks on his mobile phone at the site of buried houses in a collapse of a garbage dump in Meetotamulla, on the outskirts of Colombo, Sri Lanka, Saturday, April 15, 2017. A part of the garbage dump that had been used in recent years to dump the waste from capital Colombo collapsed destroying houses, according to local media reports. (AP Photo/Eranga Jayawardena)

Viele Anwohner der Müllhalde hatten wegen des starken Regens zum Zeitpunkt der Katastrophe ihre Behausungen bereits verlassen. Bild: Eranga Jayawardena/AP/KEYSTONE

«Wir erwarten, dass noch mehr Opfer gebracht werden», sagte Spitalsprecherin Pushpa Soysa. Der Geschäftsmann Saman Wimalasiri, der als einer der ersten Nothelfer zur Stelle war, schilderte die Rettung einer alten Frau. «Wir haben Seile verwendet und konnten eine ältere Frau herausholen, die unter den Trümmern ihres eigenen Hauses eingekeilt war», sagte Wimalasiri.

Viele Anwohner der Müllhalde hatten wegen des starken Regens zum Zeitpunkt der Katastrophe ihre Behausungen bereits verlassen. Die Zahl der Opfer wäre sonst noch viel höher gewesen, sagte ein Behördensprecher.

Kritik von Kommunalpolitiker

Präsident Maithripala Sirisena ordnete den Einsatz von Soldaten bei der Rettungsaktion an. Der Kommualpolitiker Guttila Silva, vormals Bürgermeister, sagte, die Anwohner seien wütend, weil die Stadtverwaltung trotz Sicherheitsbedenken täglich hunderte Tonnen Müll auf der Halde abladen lasse. «Die Leute sind natürlich sauer, weil ihre Proteste überhört wurden.»

Sri Lankan army soldiers and rescue workers salvage belongings of residents of the line of buried houses in a collapse of a garbage dump in Meetotamulla, on the outskirts of Colombo, Sri Lanka, Saturday, April 15, 2017. A part of the garbage dump that had been used in recent years to dump the waste from capital Colombo collapsed destroying houses, according to local media reports.  (AP Photo/Eranga Jayawardena)

Die offene Müllkippe von Kolonnawa wächst täglich um rund 800 Tonnen Müll, insgesamt sollen dort etwa 23 Millionen Tonnen Abfall gelagert sein. Bild: Eranga Jayawardena/AP/KEYSTONE

Die offene Müllkippe von Kolonnawa wächst täglich um rund 800 Tonnen Müll, insgesamt sollen dort etwa 23 Millionen Tonnen Abfall gelagert sein.

Gesundheitsexperten warnen seit langem vor den Gefahren, auch das srilankische Parlament hatte kürzlich die Schliessung verlangt. Die Behörden versandten an 15 Haushalte Räumungsaufforderungen. Es gibt Pläne zum Bau eines Kraftwerks, mit dem durch die Verbrennung des Mülls Energie gewonnen werden soll. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • retofit 16.04.2017 10:39
    Highlight Sri Lanka hat ein Riesenproblem mit der Abfallbeseitigung. Das fällt jedem Touristen sofort auf, der mit offenen Augen durch dieses eigentlich wunderschöne Land reist. "Es gibt Pläne zum Bau eines Kraftwerks, mit dem durch die Verbrennung des Mülls Energie gewonnen werden soll." Leider ist die Regierung soo korrupt, dass diese Aussage wohl bloss wegen dieses Unfalls gemacht worden ist, der plötzlich die ganze Welt ungläubig nach Sri Lanka schauen lässt. A shame!
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