International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Montenegro's former prime minister and long-ruling Democratic Party of Socialists leader Milo Djukanovic speaks during a celebration after presidential elections in Montenegro's capital, Podgorica, Sunday, April 15, 2018. The apparent winner of Montenegro's presidential election, Djukanovic says his triumph means Montenegro will stay on the path toward joining the European Union. (AP Photo/Risto Bozovic)

Milo Djukanovic, neuer Präsident von Montenegro. Bild: AP/AP

Djukanovic gewinnt klar Präsidentenwahl in Montenegro

15.04.18, 22:04 16.04.18, 00:38


Milo Djukanovic hat die Präsidentenwahl im kleinen Adriastaat Montenegro am Sonntag klar gewonnen. Schon im ersten Wahlgang kam er nach Hochrechnungen auf 53 Prozent der Stimmen – und damit deutlich auf die erforderliche absolute Mehrheit.

Das teilte die Wahlforschungsgruppe Cemi in Podgorica mit. Bei der zersplitterten Opposition, die mit sechs Kandidaten angetreten war, erreichte Mladen Bojanic mit 34 Prozent den zweiten Platz. Drei Oppositionsvertreter erhielten nicht einmal ein Prozent der Stimmen.

Der 56-jährige Djukanovic war mit wenigen Ausnahmen seit 1991 entweder Regierungs- oder Staatschef des Ministaates mit nur 620'000 Einwohnern. Ausserdem führt er die sozialistische Regierungspartei. Die Opposition wirft ihm seit langem vor, Montenegro wie seinen Familienbesitz zu führen. Er herrsche autoritär und habe sein Millionenvermögen auf zweifelhafte Weise mit seiner Nähe zur Mafia aufgebaut.

Ansprechpartner für den Westen

Für die USA und die EU bleibt Djukanovic trotz aller Kritik der wichtigste Ansprechpartner. Er stehe für die Westbindung seines Landes, wird diese Unterstützung begründet. Der politische Übervater hatte Montenegro im letzten Jahr trotz erbitterten Widerstandes des einstigen Verbündeten Russland in die Nato geführt. Brüssel hat einen EU-Beitritt für 2025 in Aussicht gestellt.

In der Vergangenheit hatte Djukanovic mit seinen Sozialisten bei Kommunalwahlen wichtige Städte im Land verloren. Im nächsten Monat stehen die Gemeindewahlen in der Hauptstadt Podgorica an, wo sich die Opposition bessere Chancen ausrechnet.

Auch in seiner eigenen Partei ist der bisher starke Mann inzwischen nicht mehr unumstritten. Er werde mit dem Präsidentenamt versuchen, einen weiteren drohenden Machtverfall zu stoppen, erwarteten die meisten Kommentatoren des Landes. (sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

«Die Avocado ist keineswegs böse» – Experte räumt mit Mythen um die Teufelsfrucht auf

Simuliertes Wohnen – die Influencer-Welt ist um eine bizarre Geschäftsidee reicher

Schweizer Gerichte, die die Welt nicht versteht

So verteidigt der Vater der Selbstbestimmungs-Initiative sein «Kind»

Der Küsche, der in den Tee pisste – und andere Militärerlebnisse der watson-User

Das musst du über die von Russland finanzierten Propaganda-Kanäle Redfish und Co. wissen

Mit dem Laser gegen Jugendsünden: Tattoo-Entfernung boomt – es gibt nur ein Problem

Willkommen im Dschungel der Weltpolitik

Mann beleidigt schwarze Frau im Ryanair-Flieger rassistisch – Airline sinkt in PR-Krise

Diese Frauen haben etwas zu sagen – und der SVP wird dies nicht gefallen

Wieso, verdammt, find ich mich ein Leben lang hässlich?

«Dünne Menschen sind Arschlöcher»

Norilsk no fun? «Im Gegenteil», sagt Fotografin Elena Chernyshova

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Schon über 500 Tote bei Protesten gegen autoritäre Regierung in Nicaragua

Bei Protesten gegen die linksautoritäre Regierung Nicaraguas sind nach Angaben von Menschenrechtlern bisher mindestens 528 Bürger ums Leben gekommen. Mehr als 4100 Menschen wurden seit Beginn der politischen Krise im April verletzt.

Das teilte die unabhängige Nicaraguanische Vereinigung für Menschenrechte (ANPDH) am Montag mit. 105 der Verletzten trügen bleibende Schäden davon. Mehr als 1600 Menschen seien von regierungsnahen bewaffneten Gruppen verschleppt worden, nur 123 seien wieder …

Artikel lesen