International

Mit Frau und den beiden Kindern feiert der Diktator seinen 92. Geburtstag.
Bild: AARON UFUMELI/EPA/KEYSTONE

Riesenparty trotz riesiger Hungerskrise: Simbabwes Diktator Mugabe feiert Geburtstag

27.02.16, 11:32 27.02.16, 11:54

Ungeachtet einer schweren Hungerkrise in Simbabwe hat Präsident Robert Mugabe seinen 92. Geburtstag mit einer luxuriösen Massenparty gefeiert. Sechs Tage nach seinem Wiegenfest (21. Februar) lud Mugabe 50'000 Gäste in die historische Ruinenstadt Great Zimbabwe.

Nach Angaben staatlicher Medien kostete die Feier umgerechnet 765'000 Franken. Auf dem Gelände des nationalen Denkmals wurden für das Festmahl 60 Tiere geschlachtet, wie Pupurai Togarepi, der Organisator der Feier, sagte.

Vergangenes Jahr hatte Mugabe in einem Luxushotel nahe der Viktoriafälle gefeiert. Auf der Speisekarte stand damals unter anderem Elefantenfleisch.

Politische Beobachter kritisierten die üppigen Feierlichkeiten angesichts der dramatisch schlechten Wirtschaftslage und der hohen Arbeitslosigkeit. Derzeit sind zudem rund drei Millionen Simbabwer nach Angaben der Regierung wegen einer anhaltenden Dürre von Hunger bedroht. Mugabe hatte Anfang Februar um internationale Unterstützung von 1.4 Milliarden Euro gebeten.

Grosse Hungersnot: Kinder lesen Weizenkörner auf, die ein Lastwagen in Simbabwe verloren hat.
Bild: PHILIMON BULAWAYO/REUTERS

«Ich sehe keine Begründung dafür, dass Mugabe diese Feier durchzieht, während die Wirtschaft auf der Intensivstation liegt, Millionen Menschen hungern und rund 80 Prozent der Bevölkerung arbeitslos sind», sagte der Analyst Nyamutatanga Makombe.

Kritik kam auch aus der Bevölkerung. «Ich bin arbeitslos und habe selten ein anständiges Mahl», klagte ein ehemaliger Lehrer, Tawanda Hanga, in Harare. «Das sind Dinge, auf die sich Mugabe konzentrieren sollte.» (sda/dpa)

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • URSS 27.02.2016 14:49
    Highlight Nelson Mandela wo bist du?
    0 0 Melden

FBI räumt Pannen im Fall des Florida-Todesschützen ein

Das Massaker an einer Schule in Parkland (US-Bundesstaat Florida) mit 17 Toten hätte womöglich verhindert werden können. Das FBI gestand in einem am Freitag veröffentlichten Statement ein, einem Anruf am 5. Januar nicht nachgegangen zu sein.

Ein Anrufer habe Hinweise auf den späteren Täter gegeben, habe auf dessen Vernarrtheit in Waffen hingewiesen und dass dieser womöglich einen Überfall auf eine Schule plane.

Das FBI erklärte, der Anruf sei nie weitergegeben worden und habe die Polizisten vor …

Artikel lesen