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Norwegischer Star-Polizist half beim Drogen-Schmuggel: 21 Jahre Haft

18.09.17, 14:30 18.09.17, 15:14

Muss ins Gefängnis: Norwegischer Polizist stolpert über Drogen-Importe. Bild: EPA/NTB SCANPIX

In einem aufsehenerregenden Drogen- und Korruptionsprozess ist ein norwegischer Star-Ermittler zu 21 Jahren Haft verurteilt worden. Der Polizist habe neun Jahre lang vorsätzlich und systematisch den Import von Haschisch unterstützt - insgesamt 13.9 Tonnen, urteilte das Gericht am Montag.

Sein Handeln sei ein «schwerer Anschlag auf das Vertrauen, von dem Polizei und Rechtsstaat abhängig sind», sagte der Richter dem Fernsehsender NRK zufolge.

Der 60-Jährige habe gewusst, dass einer seiner Informanten grosse Mengen an Drogen schmuggelte, aber nichts dagegen getan. Das legte das Gericht als Mitwirken aus.

Auch der schweren Korruption habe sich der Mann schuldig gemacht, weil er seine leitende Stellung ausnutzte. Ein Drogenhändler hatte gegen den Polizisten ausgesagt und wurde am Montag zu 15 Jahren Haft verurteilt.

Bis zu seiner Verhaftung vor drei Jahren galt der Polizist als unkonventioneller Ermittler mit hervorragenden Kontakten. Unter anderem klärte er einen Einbruch in ein Schloss der norwegischen Königsfamilie auf, bei dem seltene Antiquitäten gestohlen wurden. Die Königsfamilie bedankte sich dafür mit einem Brief. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 18.09.2017 22:48
    Highlight Das Muster ist bekannt: Ein erfolgreicher Ermittler wird von der Politik aus dem Verkehr gezogen, weil er gewissen gutbürgerlichen Kreisen, die selber am Drogenhandel verdienen, zu gefährlich wurde.

    Dieses Muster gibt es überall, auch in der Schweiz. Zum Beispiel der erfolgreiche Ermittler Fausto Cattaneo.
    2 0 Melden
    • Soulrider 19.09.2017 14:52
      Highlight Mit dem Unterschied dass Cattaneo Drogenhandel und korrupte Polizisten aufgedeckt hat und nicht selbst Drogenhandel betrieben hat!
      1 0 Melden
    • Spooky 19.09.2017 19:55
      Highlight @ Soulrider
      Okay. Geschenkt. Ich bin ja bereits überrascht, dass hier überhaupt jemand auf den Namen Fausto Cattaneo reagiert. Soweit ich mich erinnere, wurde der Fall von den Schweizer Medien praktisch totgeschwiegen. Kein Wunder, bei den Namen und Institutionen, die Cattaneo in seinem Buch erwähnt. Da wagt es kein Journalist, näher hinzuschauen.
      0 0 Melden
  • Ökonometriker 18.09.2017 20:57
    Highlight Er hält Kontakte zu Grashändlern um echte Kriminelle dingfest zu machen und darf als Dank seine Pension hinter norwegischen Gardinen verbringen? Zum Vergleich:
    Breivik, der 80 Menschen ermordet hat, erhielt ebenfalls 21 Jahre Haft.
    6 0 Melden
  • Soulrider 18.09.2017 15:01
    Highlight Solche Kreaturen gibts in der Schweiz haufenweise...
    0 5 Melden

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