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Erdrutsch überrascht Burmesen im Schlaf – 113 Tote

Mindestens 113 Tote, mehr als hundert Vermisste: Nach dem Erdrutsch in Burma gibt es nur noch wenig Hoffnung, Überlebende zu finden. Die Opfer wurden im Schlaf von Geröllmassen begraben.

23.11.15, 09:00 23.11.15, 09:37


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Nach dem Erdrutsch bei einer Jade-Mine in Burma ist die Zahl der Toten laut Angaben lokaler Behörden auf mindestens 113 gestiegen. Soldaten, Polizisten und Freiwillige versuchten, in den Geröllbergen mehr als hundert Vermisste zu finden. Die Hoffnung auf eine erfolgreiche Rettung schwindet aber.

Das Geröll hatte sich von einem 60 Meter hohen Berg aus Minenabfällen gelöst. Er hatte eine Siedlung der Bergarbeiter überrollt und die Menschen begraben, während sie schliefen. Ein Minenarbeiter sagte, er habe nur ein Geräusch wie Donnergrollen gehört und gesehen, wie ein grosse Menge Geröll bergab gerauscht sei. «Es war wie ein Alptraum.»

«Wir wissen einfach nicht, wie viele Leute genau begraben wurden, weil wir keine Daten dazu haben, wer dort wohnte», sagte ein Behördensprecher. «Es war ein Slum, diese Arbeiter haben in provisorischen Zelten gewohnt.» Die Toten wurden in ein Leichenschauhaus gebracht und dort von Angehörigen identifiziert. Manche Opfer wurden bereits beerdigt oder eingeäschert.

Erdrutsch in Hpakant, Burma, Myanmar

Erdrutsch in Burma.
Bild: Blogs.agu.org

Burma verfügt über das grösste Jade-Vorkommen der Welt. Der Ort Hpakant ist das Zentrum der Jade-Industrie, die im vergangenen Jahr Schätzungen zufolge 31 Milliarden Dollar umsetzte. Aber es herrscht Armut. Strassen sind unbefestigt, immer wieder gibt es Stromausfälle. Arbeiter suchen unter gefährlichen Bedingungen nach Jade. Todesfälle und schwere Verletzungen sind keine Ausnahme.

Unabhängige Beobachter berichten, das ganze Leben in Hpakant werde vom Bergbau bestimmt. Laut der Nichtregierungsorganisation Global Witness sind die Minen im Besitz von Politikern, Militärs und Drogenbossen. Sie plünderten Hpakant aus und verdienten Hunderte Millionen Dollar im Jahr – und hinterliessen eine Wüste, in der viele Leute lebend in Erdrutschen begraben würden.

ulz/AP/Reuters

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    Alle Leser-Kommentare
  • mrmouse 23.11.2015 09:20
    Highlight Das Land heisst Myanmar. Sitze ja grad dort ;)
    3 0 Melden

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